Gebäudeautomation in Unna: Energiemonitoring mit LoRaWAN für Gewerbeimmobilien


Gebäude-IoT in Unna? Energiemonitoring und Raumklima-Optimierung für Ihre Gewerbeimmobilie. IoT-Lösungen Unna · Kontakt
Unna wächst als Wirtschaftsstandort. Der InduPark, die Innenstadt-Büros und Gewerbeflächen entlang der A1/A44 bieten viel Potential für energetische Optimierung. Das Problem: Die meisten Gewerbeimmobilien haben keine transparente Verbrauchserfassung. Die Stromrechnung kommt einmal im Jahr – bis dahin sind Einsparungen kaum steuerbar.
LoRaWAN-basiertes Energiemonitoring ändert das grundlegend: Echtzeitdaten zu Strom, Wärme, Raumklima und Nutzungsverhalten – nachgerüstet in bestehenden Gebäuden, ohne Baumaßnahmen.
Unna als Gewerbestandort
Unna liegt strategisch günstig am Autobahnkreuz A1/A44 – dem sogenannten "Kamener Kreuz" – und profitiert von der Nähe zu Dortmund. Die wichtigsten Gewerbegebiete:
- InduPark Unna: Größtes Gewerbegebiet der Stadt mit über 200 Unternehmen auf 100 Hektar. Mischung aus Bürogebäuden, Lagerhallen und leichter Produktion. Viele Gebäude aus den 1990er und 2000er Jahren – modernisierungsfähig, aber nicht digital.
- Gewerbegebiet Unna-Ost (Lünener Straße): Handwerksbetriebe, Kfz-Werkstätten und kleinere Produktionsbetriebe. Typischer Gebäudebestand aus den 1980er Jahren.
- Unna Innenstadt (Lindenbrauerei-Areal): Mischnutzung aus Kultur, Gastronomie und Büros im ehemaligen Brauerei-Komplex. Denkmalschutz erschwert Verkabelung – LoRaWAN ist hier die ideale Lösung.
- Königsborn: Ehemaliges Zechengebiet, heute Gewerbeflächen mit Bestandsimmobilien. Hausverwaltungen betreuen hier teils 10-20 Gebäude gleichzeitig.
- Kreishaus und Verwaltungsgebäude: Der Kreis Unna als Verwaltungsstandort hat zahlreiche öffentliche Gebäude, die unter Energieaudit-Pflicht fallen.
Für alle diese Standorte gilt: Die Gebäude stehen, die Technik läuft, aber niemand weiß genau, wo die Energie hinfließt.
Warum Gewerbeimmobilien IoT brauchen
Die Energiekosten für Gewerbeimmobilien sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Gleichzeitig werden die regulatorischen Anforderungen strenger (Energieeffizienzgesetz, GEG). Viele Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen wissen aber gar nicht, wo genau die Energie verbraucht wird.
IoT-Sensorik liefert diese Transparenz:
- Stromverbrauch pro Etage, Mieter oder Anlage
- Heiz- und Kühlenergie pro Gebäudebereich
- Raumklima (Temperatur, Feuchte, CO2) für Komfort und Gesundheit
- Nutzungsmuster (Präsenz, Fensteröffnungen, Beleuchtung)
Typische Anwendungen in Unna
Energiemonitoring für Mehrmieter-Gebäude
Stromzangen an Unterverteilern erfassen den Verbrauch pro Mieteinheit oder Etage. In Grafana-Dashboards sehen Vermieter und Facility Manager: Wer verbraucht wie viel? Wo gibt es Anomalien? Die Daten können zur verbrauchsgerechten Nebenkostenabrechnung genutzt werden.
Raumklima-Optimierung in Büros
CO2-Sensoren zeigen an, wann gelüftet werden muss. Temperatur- und Feuchte-Sensoren erkennen ineffizientes Heiz-/Kühlverhalten. Fensterkontakte melden offene Fenster bei laufender Heizung. Über Node-RED können automatische Benachrichtigungen an den Facility Manager gehen.
Beleuchtungssteuerung
Präsenz- und Lichtsensoren erkennen, ob Räume genutzt werden und wie viel Tageslicht einfällt. Die Daten liefern die Grundlage für bedarfsgerechte Beleuchtungssteuerung – oder zeigen zumindest, wo Licht unnötig brennt.
Wasserverbrauch und Leckage
Wasserzähler-Sensoren und Leckage-Melder überwachen den Wasserverbrauch und erkennen undichte Stellen frühzeitig. In einem Bürogebäude kann ein unbemerktes Leck über ein Wochenende erhebliche Schäden verursachen.
Der IoT-Stack für Gebäude
- Milesight: Indoor-Gateways und Gebäude-Sensoren
- ChirpStack: LoRaWAN-Netzwerk im Gebäude
- ThingsBoard: Gebäude-Dashboard mit Grundriss-Ansicht
- Grafana: Energieberichte und Trend-Analysen
- Node-RED: Automatische Alarmierung und Benachrichtigungen
Gehostet auf deutschen Servern via merkaio Managed Hosting.
Praxisbeispiel: Bürogebäude im InduPark
Ausgangslage: Ein dreigeschossiges Bürogebäude im InduPark Unna mit 2.400 m² Nutzfläche und 5 Mietern. Baujahr 2001, Gasheizung, keine zentrale GLT. Energiekosten 32.000 Euro/Jahr, umgelegt auf die Mieter nach Fläche – was zu Unmut führt, weil ein Mieter deutlich mehr Strom verbraucht als andere. Facility Management durch externe Hausverwaltung, die einmal pro Woche vor Ort ist.
IoT-Lösung:
- 1x Milesight Indoor-Gateway im Technikraum (EG)
- 5x Stromsensoren an den Unterverteilern (einer pro Mieter)
- 8x Raumklima-Sensoren (Temperatur, Feuchte, CO2) in Gemeinschaftsflächen und kritischen Räumen
- 4x Fensterkontakte an den größten Fenstern im 2. OG (Südseite – häufig offen bei laufender Heizung)
- 1x Wasserzähler-Sensor am Hauptanschluss
Ergebnisse nach 6 Monaten:
- Verursachergerechte Abrechnung: Mieter C verbrauchte 42% des Gesamtstroms bei nur 25% der Fläche (Serverraum). Nebenkostenabrechnung wurde auf Verbrauchsbasis umgestellt – die anderen Mieter sparen, Mieter C hat den Serverraum besser isoliert und die Kühlung optimiert.
- Heizkosten gesenkt: Fensterkontakte zeigten: Im 2. OG standen durchschnittlich 2,3 Fenster dauerhaft auf Kipp (auch nachts). Automatische SMS an Mieter bei offenem Fenster + Heizung an → Heizkosten im 2. OG um 15% gesenkt.
- CO2-gesteuerte Lüftung: Besprechungsraum erreichte regelmäßig 2.500 ppm CO2 (empfohlen: unter 1.000). Einfache Maßnahme: Timer-Erinnerung zum Lüften → Luftqualität verbessert, Mitarbeiter zufriedener.
- Wasserleck erkannt: Plötzlicher Wasserverbrauch an einem Sonntag → Leck in Toilette EG. Schnell repariert, größerer Wasserschaden verhindert.
Besondere Anforderungen in Unna
Hausverwaltungen mit großem Portfolio
Im Kreis Unna betreuen Hausverwaltungen häufig 50-100 Einheiten gleichzeitig. IoT-Sensorik ermöglicht Fernmonitoring: Heizungsausfall, Wasserrohrbruch oder extreme Temperaturen werden sofort gemeldet – ohne dass jemand vor Ort sein muss. Über ein zentrales ThingsBoard-Dashboard lassen sich alle Objekte gleichzeitig überwachen.
Öffentliche Gebäude und Energieaudit
Kommunale Gebäude im Kreis Unna (Schulen, Verwaltung, Sporthallen) unterliegen der Energieaudit-Pflicht. IoT-basiertes Energiemonitoring liefert die Daten für den Audit automatisch – und zeigt gleichzeitig, wo die Kommune sparen kann.
Denkmalgeschützte Gebäude in der Innenstadt
Die Unnaer Innenstadt mit dem Lindenbrauerei-Areal und historischen Fachwerkhäusern stellt besondere Anforderungen: Kabelkanäle fräsen ist keine Option. LoRaWAN-Sensoren sind die einzige Möglichkeit, diese Gebäude digital zu überwachen, ohne in die Bausubstanz einzugreifen.
Nächste Schritte
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Häufig gestellte Fragen
Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema
IoT-basiertes Energiemonitoring macht den Stromverbrauch pro Etage, Abteilung oder Anlage sichtbar. Typische Einsparungen liegen bei 10-25% der Energiekosten durch Identifikation von Leerlaufverbrauchern, Lastspitzenmanagement und bedarfsgerechte Steuerung von Heizung und Beleuchtung.
Nein, LoRaWAN-Sensoren werden als Ergänzung zur bestehenden Haustechnik installiert. Sie messen und funken unabhängig – ohne in die vorhandene GLT oder Elektrik einzugreifen. Ideal für Bestandsgebäude.
Typische Sensoren sind: Stromzähler am Hauptverteiler, Raumklima-Sensoren (Temperatur, Feuchte, CO2), Fensterkontakte, Präsenzmelder, Wasserzähler und Lichtsensoren. Alle funken drahtlos über LoRaWAN.
Ja, Unna gehört zu unserem direkten Einzugsgebiet. Von Werl nach Unna sind es 20 Minuten. Wir beraten Hausverwaltungen, Facility Manager und Gebäudeeigentümer zur IoT-Nachrüstung.

Geschrieben von
Timo Wevelsiep
Co-Founder & CEO
Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.
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