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Smart Logistics Dortmund: IoT-Monitoring für Hafenbetriebe und Logistikzentren

Timo Wevelsiep
Timo Wevelsiep
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Smart Logistics Dortmund: IoT-Monitoring für Hafenbetriebe und Logistikzentren

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Dortmund ist einer der wichtigsten Logistikstandorte Deutschlands. Der Dortmunder Hafen als größter Kanalhafen Europas, das ehemalige Westfalenhütte-Areal als Logistikdrehscheibe und zahlreiche Distributionszentren entlang der A1, A2 und A45 – die Infrastruktur ist vorhanden. Was oft fehlt: digitale Transparenz über das, was in den Hallen und auf dem Gelände passiert.

IoT-Sensorik mit LoRaWAN schließt diese Lücke. Batteriebetriebene Sensoren erfassen Temperaturen, Positionen, Energieverbräuche und Umgebungsbedingungen – in Echtzeit und ohne aufwendige Verkabelung.

Dortmund als Logistik-Hotspot

Dortmund ist nicht nur Fußball – die Stadt ist einer der Top-5-Logistikstandorte Deutschlands. Die Zahlen sprechen für sich: über 30.000 Beschäftigte in der Logistikbranche, mehr als 150 Logistikunternehmen und eine unschlagbare Verkehrsanbindung am Kreuzungspunkt von A1, A2, A40 und A45.

Die wichtigsten Logistik-Standorte in Dortmund:

  • Dortmunder Hafen: Europas größter Kanalhafen mit 170 Hektar Fläche. Umschlag von Containern, Schüttgut und Schwerlast. Zahlreiche Speditionen und Lagerdienstleister auf dem Gelände.
  • Westfalenhütte / Logistikpark: Das ehemalige Thyssen-Krupp-Gelände ist heute einer der modernsten Logistikparks der Region. Amazon, DHL und weitere Großverteiler haben hier Distributionszentren.
  • Indupark Oespel: Gewerbe- und Industriegebiet im Westen mit Schwerpunkt auf Großhandel und Kommissionierung.
  • Gewerbegebiet Gneisenau: Im Süden nahe der A44 – Mischung aus Produktion, Lager und Spedition.
  • Dortmund Airport Umfeld: Rund um den Flughafen liegen Express- und Kurierlogistiker.

Die Herausforderungen sind überall ähnlich:

  • Temperaturketten müssen lückenlos dokumentiert werden
  • Auslastung von Lagerflächen ist oft intransparent
  • Energiekosten steigen, aber niemand weiß genau, wo der Strom hinfließt
  • Fahrzeug- und Containerpositionen werden manuell erfasst oder gar nicht

IoT-Monitoring für den Dortmunder Hafen

Der Dortmunder Hafen bietet mit seinem 170 Hektar großen Gelände ein ideales Einsatzgebiet für LoRaWAN. Wenige Gateways auf den vorhandenen Kran- und Gebäudestrukturen decken das gesamte Areal ab.

Einsatzszenarien:

Container- und Ladungstracking

GPS-LoRaWAN-Tracker an Containern und Wechselbrücken erfassen Positionen auf dem Hafengelände. Die Daten fließen in ein ThingsBoard-Dashboard mit Kartenansicht – Disponenten sehen in Echtzeit, wo welcher Container steht.

Temperaturüberwachung für Kühllogistik

Kühlcontainer und temperaturgeführte Lagerbereiche werden kontinuierlich überwacht. Bei Abweichungen von Sollwerten löst die Node-RED-Rule Engine sofort Alarme aus – per E-Mail, SMS oder Push-Nachricht.

Energiemonitoring der Infrastruktur

Krananlagen, Beleuchtung, Kühlhäuser – der Energieverbrauch im Hafen ist erheblich. LoRaWAN-Energiesensoren an Verteilerkästen erfassen den Verbrauch pro Anlage. Grafana-Dashboards zeigen Lastprofile, Spitzen und Einsparpotentiale.

IoT für Distributionszentren

Neben dem Hafen profitieren auch die großen Distributionszentren entlang der Dortmunder Autobahnen von IoT-Retrofit:

  • Lagerauslastung: Ultraschallsensoren an Regalfächern messen Füllstände
  • Raumklima: Temperatur und Luftfeuchte in verschiedenen Lagerzonen
  • Torkontakte: Öffnungszeiten der Laderampen für Energieoptimierung
  • Stromverbrauch: Echtzeit-Monitoring der Fördertechnik und Beleuchtung

Der IoT-Stack für Dortmunder Logistiker

Unser bewährter Open-Source-Stack für Logistik-IoT:

  • ChirpStack: LoRaWAN Network Server für die Sensoranbindung
  • ThingsBoard: Zentrale IoT-Plattform mit Echtzeit-Dashboards und Karten
  • Grafana: Analytische Dashboards für KPIs und Langzeit-Trends
  • Node-RED: Automatisierungen, Alarmierung und ERP-Anbindung
  • Milesight: Enterprise-LoRaWAN-Hardware (Gateways und Sensoren)

Alle Komponenten laufen DSGVO-konform auf deutschen Servern via merkaio Managed Hosting.

Praxisbeispiel: Distributionszentrum am Indupark

Ausgangslage: Ein Großhandelsunternehmen im Indupark Oespel betreibt ein 12.000 m² Distributionszentrum mit Trocken- und Kühlbereich. 8 Laderampen, 24/7-Betrieb. Probleme: keine Transparenz über Energieverbrauch pro Bereich, regelmäßige Temperaturabweichungen im Kühlbereich am Wochenende, manuelle Rampensteuerung ohne Daten.

IoT-Lösung:

  • 2x Milesight Gateways (Dach + Innenhof)
  • 15x Temperatur-/Feuchte-Sensoren (Trocken- und Kühlbereich)
  • 8x Torkontakte an allen Laderampen
  • 4x Stromzangen an Hauptverteilern (Kühlung, Beleuchtung, Fördertechnik, Sonstiges)

Ergebnisse nach 6 Monaten:

  • Kühlbereich stabilisiert: Ursache der Wochenend-Schwankungen identifiziert – defekte Türdichtung an Kühlzelle 3. Reparatur für 800 Euro hat geschätzt 20.000 Euro/Jahr an Energiekosten für Überkompensation der Kühlung gespart.
  • Rampen-Optimierung: Rampe 5 und 6 standen durchschnittlich 6,5 Stunden/Tag offen (vs. 3,2 Stunden bei den anderen). Ursache: Schichtübergabe ohne klare Zuständigkeit. Prozessänderung eingeführt → Heizkosten Hallenbereich Nord um 22% gesenkt.
  • Energieverbrauch aufgeschlüsselt: Fördertechnik verbrauchte 45% des Gesamtstroms – mehr als erwartet. Nachtabschaltung der Nebenförderbänder eingeführt → 6.200 Euro/Jahr gespart.
  • Amortisation: Gesamtinvestition ca. 6.800 Euro, amortisiert nach 3 Monaten allein durch die Kühlzellen-Reparatur.

Dortmunder Hafen: IoT für die Binnenschifffahrt

Der Dortmunder Hafen ist besonders: Als Kanalhafen mit Anbindung an den Dortmund-Ems-Kanal verbindet er Binnenschifffahrt mit Straße und Schiene. Die besondere Herausforderung hier ist die Weitläufigkeit – Lagerhallen, Kaikanten, Freilagerflächen und Umschlagplätze verteilen sich über fast 2 km Länge.

Ein einziges LoRaWAN-Gateway auf dem Hafenkran deckt große Teile des Geländes ab. In Kombination mit einem zweiten Gateway auf der Speicherstraße ist das gesamte Hafenareal versorgt. Für Hafenbetriebe besonders relevant:

  • Pegelstands-Monitoring an den Kaikanten für Schiffsanleger
  • Containertracking auf dem Umschlagplatz per GPS-LoRaWAN-Tracker
  • Kranmonitoring: Betriebsstunden, Lastzyklen und Energieverbrauch der Hafenkrane

Nächste Schritte

Sie betreiben ein Logistikzentrum oder einen Hafenbetrieb in Dortmund? Wir analysieren Ihr Gelände und zeigen Ihnen, welche Quick Wins mit IoT-Sensorik möglich sind.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema

Typische Anwendungen sind Containertracking, Temperaturüberwachung für Kühlcontainer, Pegelstandsmessung, Energiemonitoring der Krananlage und Zufahrtskontrolle. LoRaWAN-Sensoren decken das gesamte Hafengelände mit wenigen Gateways ab.

IoT-Sensorik erfasst Echtzeitdaten zu Warentemperatur, Lagerauslastung, Fahrzeugpositionen und Energieverbrauch. Diese Daten fließen in Dashboards, die Engpässe sichtbar machen und Prozesse optimieren – von der Warenannahme bis zum Versand.

Ja, LoRaWAN erreicht im Freien bis zu 15 km Reichweite. Für ein typisches Logistikgelände (z.B. Westfalenhütte oder Dortmunder Hafen) reichen 2-3 Gateways für eine flächendeckende Abdeckung aus.

Ja, Dortmund gehört zu unserem Kerngebiet. Von unserem Standort in Werl sind wir in 30 Minuten vor Ort – für Beratung, Gateway-Installation und laufenden Support.

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Co-Founder & CEO

Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.

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