Smart Farming im Kreis Soest: IoT-Sensorik für Landwirtschaft und Umweltmonitoring


Smart Farming Projekt im Kreis Soest? Wir beraten Sie zu Bodenfeuchte-Monitoring, Wetterstationen und Stall-Sensorik. IoT-Lösungen Soest · Kontakt
Die Soester Börde gehört zu den fruchtbarsten Ackerbauregionen Deutschlands. Auf den ertragreichen Lössböden zwischen Soest, Werl und Bad Sassendorf wirtschaften Betriebe, die zunehmend auf datenbasierte Entscheidungen setzen. Der Klimawandel macht Bewässerung zum Thema, steigende Betriebsmittelkosten erfordern Präzision, und die Dokumentationspflichten nehmen zu.
IoT-Sensorik mit LoRaWAN bringt genau die Daten aufs Feld, die für fundierte Entscheidungen nötig sind – und das über Entfernungen von 10-15 km, batteriebetrieben und ohne Mobilfunkkosten.
Der Kreis Soest: Landwirtschaft und Gewerbe
Der Kreis Soest ist einer der produktivsten Agrarkreise in Nordrhein-Westfalen. Die Strukturen sind vielfältig – und jede hat eigene IoT-Anforderungen:
- Soester Börde (Kerngebiet): Großbetriebe mit 100-500 Hektar Ackerbau auf fruchtbaren Lössböden. Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Raps. Hier ist Bodenfeuchte-Monitoring der größte Hebel – präzise Bewässerung spart Wasser und steigert Erträge.
- Haarstrang / Möhnetal: Hügeliger als die Börde, mehr Grünland und Viehhaltung. Milchviehbetriebe mit Weidegang – GPS-Tracking und Stallklima-Überwachung sind die Top-Anwendungen.
- Soester Gewerbegebiete (Lange Wende, Südfeld): Verarbeitende Betriebe, die regionale Agrarprodukte weiterverarbeiten – Fleisch, Backwaren, Getränke. Kühlkettenüberwachung und Energiemonitoring in der Produktion.
- Wassergewinnung und Talsperren: Der Kreis Soest hat mit dem Möhnesee und der Haarstrang-Quelle wichtige Wasserressourcen. Pegelstände, Wasserqualität und Pumpenmonitoring sind klassische IoT-Anwendungen.
- Soester Altstadt: Gastronomie und Lebensmittelhandel rund um den historischen Marktplatz. Kühlraumüberwachung und Energiemanagement für Gewerbetreibende.
Warum die Soester Börde ideal für LoRaWAN ist
Die flache Topographie der Soester Börde ist perfekt für LoRaWAN: Ohne Berge und Hochhäuser erreichen Funksignale Reichweiten von über 15 km. Ein einzelnes Gateway auf einem Silo, Scheunendach oder Kirchturm deckt einen ganzen Betrieb und seine umliegenden Flächen ab.
Dazu kommt: LoRaWAN funkt auf der lizenzfreien 868-MHz-Frequenz. Es fallen keine Mobilfunkkosten pro Sensor an – ein Sensor sendet 5-10 Jahre lang mit einer einzigen Batterie.
Anwendungsfälle für die Landwirtschaft
Bodenfeuchte-Monitoring
Bodenfeuchte-Sensoren in verschiedenen Tiefen (10cm, 30cm, 60cm) messen den Wassergehalt im Boden. Die Daten helfen bei der Entscheidung: Muss ich bewässern? Wie viel? In welcher Zone? In ThingsBoard sehen Sie die Bodenfeuchtekarte Ihrer Flächen in Echtzeit.
Wetterstationen
LoRaWAN-Wetterstationen auf dem Betrieb messen Wind, Niederschlag, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung. Diese hyperaktuellen Daten sind genauer als Wettervorhersagen und helfen bei der Planung von Spritz-, Ernte- und Bearbeitungsfenstern.
Stallklima und Tiermonitoring
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Ammoniak und CO2 in Stallungen – kritische Parameter für Tierwohl und Produktivität. Sensoren überwachen das Stallklima kontinuierlich, und bei Grenzwertüberschreitungen wird sofort alarmiert. GPS-Tracker auf Weiden zeigen die Position der Herde.
Silos und Lagerstätten
Ultraschallsensoren messen Füllstände in Futter-, Getreide- und Düngersilos. Die Daten fließen in Grafana-Dashboards und können automatische Nachbestellungen auslösen, bevor ein Silo leer ist.
Frostwarnung
Temperatursensoren in frostgefährdeten Bereichen (Obstanlagen, Gewächshäuser) alarmieren bei Unterschreitung kritischer Temperaturen. Über Node-RED können automatisch Frostschutzmaßnahmen eingeleitet werden.
Der IoT-Stack für Landwirte
- Milesight: Outdoor-Gateways und robuste Sensoren (IP67)
- ChirpStack: LoRaWAN-Netzwerk für den Betrieb
- ThingsBoard: Karten-Dashboards mit Sensorpositionen und Messwerten
- Grafana: Langzeit-Trends und Vergleiche über Saisons
- Node-RED: Automatisierungen und Alarmierung
DSGVO-konform gehostet via merkaio Managed Hosting.
Praxisbeispiel: Ackerbaubetrieb in der Soester Börde
Ausgangslage: Ein Ackerbaubetrieb mit 280 Hektar zwischen Soest und Bad Sassendorf. Hauptkulturen: Winterweizen, Zuckerrüben und Raps. Durch den Klimawandel fallen Niederschläge unregelmäßiger – in den letzten 3 Jahren gab es jeweils 4-6 Wochen Trockenperioden im Sommer. Der Betrieb hat in eine Beregnungsanlage investiert, aber ohne Daten wird nach Gefühl beregnet.
IoT-Lösung:
- 1x Milesight UG67 Gateway auf dem Getreidesilo (12m Höhe) – deckt den gesamten Betrieb ab
- 8x Bodenfeuchtesensoren in 3 Tiefen (10/30/60 cm) auf 4 Schlägen
- 1x LoRaWAN-Wetterstation auf dem Hofgelände
- 3x Füllstandssensoren an Getreide- und Düngersilos
- Managed Hosting mit ThingsBoard-Kartendarstellung
Ergebnisse nach einer Vegetationsperiode:
- 30% weniger Beregnungswasser: Statt nach Gefühl zu beregnen, zeigten die Bodenfeuchtedaten: Schlag 2 (lehmiger Boden) hielt die Feuchtigkeit deutlich länger als Schlag 4 (sandiger). Beregnung wurde pro Schlag angepasst – 30% weniger Wasser bei gleichen Erträgen.
- Frostwarnung im Frühjahr: Temperatursensor auf Schlag 1 meldete am 15. April um 4:30 Uhr eine Bodentemperatur von -0,5°C. SMS-Alarm ausgelöst, Frostschutzberegnung gestartet – Zuckerrüben-Saat gerettet.
- Siloplanung optimiert: Füllstandsdaten zeigten genau, wann Futter- und Düngersilo nachgefüllt werden müssen. Keine Notbestellungen mehr, bessere Preise durch planbare Einkäufe.
- Daten für Förderanträge: Die lückenlose Dokumentation von Bodenfeuchte und Bewässerung dient als Nachweis für Wasserentnahmegenehmigungen und Agrarumweltmaßnahmen.
Besondere regionale Aspekte
Zuckerrüben und die Pfeifer & Langen Fabrik
Der Kreis Soest ist Zuckerrüben-Kerngebiet – die Lage nahe der Zuckerfabrik Warburg macht die Kultur attraktiv. Bodenfeuchte-Monitoring ist gerade bei Zuckerrüben kritisch: Zu wenig Wasser senkt den Zuckergehalt, zu viel fördert Fäulnis. IoT-Daten helfen, den Sweet Spot zu treffen.
Tierhaltung am Haarstrang
Milchviehbetriebe am Haarstrang setzen zunehmend auf Weidegang – auch wegen der Verbrauchererwartungen. GPS-Tracker am Vieh kombiniert mit Temperatursensoren in den Stallungen ermöglichen ein komplettes Bild: Wo ist die Herde? Wie ist das Stallklima? Wann müssen die Tiere rein?
Wasserknappheit und Beregnung
Die Trockenperioden der letzten Jahre haben das Thema Bewässerung in der Börde von "nice to have" zu "existenziell" verschoben. Bodenfeuchtedaten sind die Grundlage für effiziente Beregnung – und für den Nachweis gegenüber Wasserbehörden, dass nicht mehr als nötig entnommen wird.
Nächste Schritte
Sie bewirtschaften Flächen im Kreis Soest und möchten wissen, wie IoT Ihren Betrieb unterstützen kann? Wir kommen auf Ihren Hof und besprechen die Möglichkeiten.
- IoT-Lösungen in Soest – Alle Services
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Häufig gestellte Fragen
Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema
Für die Landwirtschaft gibt es LoRaWAN-Sensoren für Bodenfeuchte und -temperatur, Wetterstationen (Wind, Regen, Sonneneinstrahlung), Füllstandssensoren für Silos und Wassertanks, GPS-Tracker für Vieh und Geräte sowie Temperatur-/Feuchte-Sensoren für Stallungen.
In ländlichen Gebieten ohne hohe Bebauung erreicht LoRaWAN 10-15 km Reichweite. In der flachen Soester Börde sind sogar Reichweiten über 15 km möglich. Ein einzelnes Gateway auf einem Silo oder Kirchturm kann hunderte Hektar abdecken.
Ein Einstiegs-Setup mit 5-10 Bodenfeuchtesensoren, einer Wetterstation und einem Gateway kostet ca. 1.500-3.000 Euro. Dazu kommen geringe monatliche Kosten für das Managed Hosting der Datenplattform.
Ja, wir betreuen landwirtschaftliche IoT-Projekte im gesamten Kreis Soest. Von unserem Standort in Werl sind wir in 15 Minuten in Soest und kennen die Strukturen der Soester Börde gut.

Geschrieben von
Timo Wevelsiep
Co-Founder & CEO
Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.
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