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Industrie 4.0 in Hamm: LoRaWAN-Sensorik für Produktion und Chemiebetriebe

Timo Wevelsiep
Timo Wevelsiep
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Industrie 4.0 in Hamm: LoRaWAN-Sensorik für Produktion und Chemiebetriebe

Industrie-4.0-Projekt in Hamm? Wir beraten Sie zu Condition Monitoring und IoT-Retrofit für Ihre Produktion. IoT-Lösungen Hamm · Kontakt

Hamm ist ein Industriestandort mit langer Tradition. Vom Chemiepark über metallverarbeitende Betriebe bis zu Lebensmittelproduzenten – die Hammer Industrie ist vielfältig. Viele Produktionsanlagen laufen seit Jahrzehnten zuverlässig, aber ohne digitale Überwachung. Ungeplante Stillstände, unerkannte Energiefresser und manuelle Prüfprotokolle kosten Zeit und Geld.

IoT-Retrofit mit LoRaWAN bringt diese Anlagen ins digitale Zeitalter – ohne in die bestehende Steuerungstechnik einzugreifen.

Hamms Industriestandorte im Überblick

Hamm hat sich vom Bergbaustandort zum diversifizierten Industriestandort gewandelt. Die wichtigsten Gebiete für IoT-Retrofit:

  • Industriegebiet Rhynern / A2-Korridor: Entlang der A2 liegen Metallverarbeiter, Maschinenbauer und Automobilzulieferer. Typische Hallen aus den 1970er-1990er Jahren mit schwerem Maschinenpark – ideal für Condition Monitoring.
  • Gewerbegebiet Uentrop: Am Standort des ehemaligen THTR haben sich Chemiebetriebe, Kunststoffverarbeiter und Zulieferer angesiedelt. Besondere Anforderung: Umgebungsüberwachung in Bereichen mit Gefahrstoffen.
  • Gewerbegebiet Heessen: Mittelständische Produktion, Handwerk und Lebensmittelverarbeitung. Viele Betriebe in der 2. oder 3. Generation mit gewachsenen Anlagen, die nie digitalisiert wurden.
  • Hafen Hamm am Datteln-Hamm-Kanal: Umschlag von Baustoffen, Schrott und Agrarprodukten. Kran- und Förderanlagen ohne digitales Monitoring.
  • Gewerbepark Mark: Neueres Gewerbegebiet mit Mischung aus Handwerk, Produktion und Dienstleistung – hier sind Gebäudeautomation und Energiemonitoring die Hauptthemen.

Die Gemeinsamkeit: Maschinenparks, die zuverlässig laufen, aber digital blind sind.

Industrie 4.0 ohne Eingriff in die Bestandsanlage

Der entscheidende Vorteil von LoRaWAN-Sensorik für Bestandsanlagen: Die Sensoren werden von außen an Maschinen montiert und funken drahtlos. Es ist kein Eingriff in die SPS, keine Veränderung der Steuerungslogik und keine Netzwerkverbindung zur Maschine nötig. Das Produktionsnetzwerk bleibt unangetastet.

Typische Retrofit-Szenarien für Hammer Industriebetriebe:

Condition Monitoring

Vibrationssensoren an Motoren, Pumpen, Kompressoren und Getrieben messen kontinuierlich Schwingungen. Änderungen im Schwingungsprofil zeigen Verschleiß an – Wochen bevor die Maschine ausfällt. Das ermöglicht planbare Wartung statt ungeplanter Stillstände.

Energiemonitoring in der Produktion

Stromzangen an Maschinen und Anlagen erfassen den Verbrauch pro Aggregat. In Grafana-Dashboards sehen Sie: Welche Maschine verbraucht im Leerlauf zu viel? Wo gibt es Lastspitzen? Wo lohnt sich eine Investition in effizientere Technik?

Umgebungsüberwachung

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration in Produktionshallen – relevant für Qualitätssicherung, Mitarbeiterschutz und Compliance. Automatische Alarmierung bei Grenzwertüberschreitung über Node-RED.

Füllstandsmessung

Ultraschallsensoren an Silos, Tanks und Behältern messen Füllstände drahtlos. Die Daten fließen in ThingsBoard und können automatisch Nachbestellungen oder Logistikprozesse auslösen.

Der IoT-Stack für Hammer Industriebetriebe

  • Milesight Hardware: Industrietaugliche Sensoren und Gateways (IP67)
  • ChirpStack: LoRaWAN-Netzwerkmanagement
  • ThingsBoard: Device Management und Echtzeit-Dashboards
  • Grafana: Analytische Dashboards und KPI-Reporting
  • Node-RED: Automatisierung und ERP-Anbindung

Gehostet auf deutschen Servern via merkaio Managed Hosting – DSGVO-konform und mit 24/7-Monitoring.

Praxisbeispiel: Metallverarbeiter im Industriegebiet Rhynern

Ausgangslage: Ein metallverarbeitender Betrieb im Industriegebiet Rhynern an der A2 mit 5 CNC-Fräsen und 3 Hydraulikpressen. Der Betrieb existiert seit 1978, die älteste Fräse ist von 1995. Ungeplante Stillstände kosten durchschnittlich 8.000 Euro pro Vorfall – allein im letzten Jahr waren es 4 Ausfälle. Wartung erfolgt nach Zeitintervallen (alle 6 Monate), nicht nach tatsächlichem Bedarf. Energiekosten: 78.000 Euro/Jahr für die Produktionshalle.

IoT-Lösung:

  • 8x Vibrationssensoren (einer pro Maschine, magnetisch am Motorgehäuse)
  • 3x Stromsensoren an Hauptverteilern (Fräserei, Presswerk, Allgemein)
  • 4x Temperatur-/Feuchte-Sensoren in der Halle
  • 1x Milesight Gateway auf dem Hallendach
  • Managed Hosting via merkaio

Ergebnisse nach 6 Monaten:

  • Lagerschaden frühzeitig erkannt: Nach 3 Wochen zeigte CNC-Fräse #3 ein verändertes Vibrationsmuster. Lager rechtzeitig getauscht für 1.200 Euro – ein ungeplanter Stillstand hätte 8.000 Euro gekostet plus 2 Tage Produktionsausfall.
  • Leerlaufverbraucher identifiziert: Hydraulikpresse #2 verbrauchte im Leerlauf 3,8 kW – fast so viel wie unter Last (4,5 kW). Ursache: defektes Ventil im Hydrauliksystem. Reparatur → 12% weniger Gesamtenergieverbrauch.
  • Hallenklima dokumentiert: Sommermonate zeigten Temperaturen über 35°C in der Halle → Qualitätsprobleme bei Präzisionsteilen. Gezielte Belüftungsmaßnahmen eingeleitet.
  • Wartung bedarfsgerecht: Statt alle 6 Monate pauschale Wartung: Fräse #1 und #5 brauchen häufiger Wartung (höhere Vibrationswerte), Fräse #2 und #4 laufen stabiler → Wartungskosten um 30% gesenkt bei gleichzeitig weniger Ausfällen.

Besondere Branchenanforderungen in Hamm

Chemieindustrie in Uentrop

Chemiebetriebe im Gewerbegebiet Uentrop haben besondere Anforderungen an Umgebungsüberwachung. LoRaWAN-Sensoren können Temperatur, Feuchte und Gaskonzentrationen in der Nähe von Lagerbereichen für Gefahrstoffe erfassen. Die Daten dienen der Compliance-Dokumentation und der Frühwarnung bei anomalen Bedingungen. Wichtig: Für explosionsgefährdete Bereiche (ATEX-Zonen) gibt es spezielle LoRaWAN-Sensoren mit entsprechender Zulassung.

Lebensmittelverarbeitung in Heessen

Mehrere Lebensmittelbetriebe in Heessen produzieren Backwaren, Fleischwaren und Convenience-Produkte. Hier ist HACCP-konforme Temperaturüberwachung in Produktion und Lager Pflicht. IoT-Sensorik ersetzt die manuellen Temperaturlisten durch automatische, manipulationssichere Protokollierung – ein echtes Argument bei IFS-Audits.

Hafen: Schwerlast und Schüttgut

Am Hammer Hafen werden schwere Güter umgeschlagen – Krane, Förderbänder und Greifer laufen im Dauerbetrieb. Condition Monitoring an diesen Anlagen ist besonders wertvoll, weil ein Kranausfall den gesamten Umschlagbetrieb lahmlegt.

Nächste Schritte

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema

Ja, es gibt industrietaugliche LoRaWAN-Sensoren mit IP67-Schutzklasse, die für raue Produktionsumgebungen ausgelegt sind. Für Vibrationsmessung, Temperaturüberwachung und Stromerfassung gibt es spezialisierte Sensoren von Herstellern wie Milesight.

IoT ermöglicht Condition Monitoring (Maschinenzustand in Echtzeit), vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), Energieoptimierung und lückenlose Qualitätsdokumentation. Das reduziert ungeplante Stillstände und senkt Energiekosten.

Vibrationssensoren an Motoren, Pumpen und Getrieben messen kontinuierlich Schwingungsmuster. Änderungen im Schwingungsverhalten deuten auf Verschleiß hin – bevor die Maschine ausfällt. Die Daten werden in ThingsBoard visualisiert und bei Anomalien wird automatisch alarmiert.

Ja, Hamm gehört zu unserem Kerngebiet. Von Werl nach Hamm sind es nur 20 Minuten. Wir betreuen IoT-Projekte von der Beratung über die Sensorinstallation bis zum laufenden Managed Hosting.

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Co-Founder & CEO

Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.

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