Wenn Standard-Tools wie Grafana nicht mehr passen, bauen wir die Visualisierungs-Schicht selbst - mit Echtzeit-Daten, domänenspezifischen Workflows und einem Permission-Modell, das zur Tenant-Logik Ihrer Plattform passt.
Grafana ist großartig - bis zu einem bestimmten Punkt
Für reine Monitoring-Dashboards betreiben wir Grafana selbst und empfehlen es regelmäßig. Aber sobald Ihre Anforderungen über "Werte zeigen" hinausgehen - Aktionen direkt aus dem Dashboard auslösen, kunden-spezifisches Branding, Drill-Down in eine Tenant-Hierarchie, Reports mit Versionierung - lohnt sich eine eigene Lösung.
Die Faustregel: wenn Sie merken, dass Sie Ihrem Grafana mehr Plugins, Iframe-Einbettungen und Workarounds zumuten als geliefertes UI, ist es Zeit für eine eigene Schicht.
Indikatoren für eigene Plattform
Endkunden sollen Dashboards in Ihrem Branding sehen
Tenants haben unterschiedliche Sichten auf dieselben Daten
Reports gehen in regulatorisch geprüfte Bereiche (z.B. KRITIS, Bilanz)
UX-Komplexität wächst stärker als Daten-Komplexität
Was wir mitbringen
Sechs Bausteine vom Sensor bis zum Dashboard
Echtzeit-Visualisierung
Daten erscheinen flüssig - auch bei tausenden Sensoren oder Sub-Sekunden-Aktualisierung. Wir wählen die passende Streaming-Technik je Datenquelle, sodass Ihr Dashboard nicht ruckelt, wenn die Anlage Daten ablädt.
Robuste Daten-Pipelines
Daten kommen ungeordnet, in Spitzen, manchmal verspätet. Wir bauen Pipelines, die Lastspitzen abfedern und keine Werte verlieren - auch wenn die Anlage drei Tage offline war und alles auf einmal nachschiebt.
Langzeit-Datenhaltung
Mehrjährige Historie, schnelle Abfragen, kompakte Speicherung. Mit Verdichtungs-Strategien, sodass alte Daten weiter abrufbar bleiben, ohne dass Ihre Storage-Rechnung explodiert.
Custom Dashboards
Wenn Grafana an die UX-Grenze stößt - domänenspezifische Workflows, Drill-Down auf Anlagen-Ebene, Branding, eingebaute Aktionen statt nur Anzeige. Plus Permission-Modell, das zur Tenant-Logik passt.
Reports & Export
Wiederkehrende Reports per E-Mail, PDF-Export für Audits, CSV-Drops für Excel-Analysen. Mit Scheduling, Empfänger-Listen und Versionierung - sodass Sie nachweisen können, wer wann welche Zahlen gesehen hat.
Anbindung an bestehende Systeme
IoT-Gateways, SCADA-Historians, ERP/CRM-Systeme, klassische Datenbanken - wir holen Daten dort ab, wo sie entstehen, mit der jeweils passenden Industrie- oder Web-Schnittstelle.
Use Cases
Wo Custom Data Platforms gewinnen
IoT-Sensor-Aggregation
Tausende LoRaWAN- oder NB-IoT-Sensoren, deren Daten in einer Plattform zusammenlaufen müssen - mit Karten, Heatmaps und Alarm-Workflows. Verzahnt mit unserem IoT-Hub.
Operations-Dashboards
NOC-Dashboards, Production-Monitoring, OEE-Tracking. Wenn die fertigen Tools zu allgemein sind und ein eigenes UI mehr Effizienz bringt als noch ein Grafana-Workspace.
Business-Intelligence-Layer
Reporting für Geschäftsleitung - Umsatz, Margen, Auslastung, Kundenbestand - auf Basis Ihrer ERP-, CRM- und Operations-Daten. Mit konfigurierbaren Drill-Downs und Export-Funktionen.
Data-Warehouse-Anbindung
Anbindung an bestehende Warehouses (Snowflake, BigQuery, Postgres-DWH) als Quelle. Wir bauen die Visualisierungs- und Workflow-Schicht obendrauf - schneller iterierbar als reine BI-Tools.
Im Verbund
Daten kommen selten allein
Eine Data Platform sitzt selten isoliert - meistens steht eine IoT-Strecke, ein Operations-System oder eine Member-Plattform daneben. Wir bauen sie zusammen, nicht nebeneinander.
Für reine Read-Only-Monitoring-Dashboards empfehlen wir Grafana - wir betreiben es selbst als Managed Service. Eine Custom Data Platform lohnt sich, wenn Endkunden im eigenen Branding zugreifen, Drill-Down in einer Tenant-Hierarchie nötig ist, Aktionen aus dem Dashboard ausgelöst werden oder Reports regulatorisch geprüft werden.
Wir setzen auf einen modernen Web-Stack (React/Next.js im Frontend, Node oder Go im Backend) und wählen die Datenbank- und Streaming-Komponenten passend zu Ihrem Volumen. Den konkreten Stack stimmen wir im Workshop ab - er muss zu Ihrem Volumen, Ihrem Hosting und dem Skill-Profil Ihres Teams passen.
In der typischen Industrie- und IoT-Konstellation deutlich sechs- bis siebenstellige Werte pro Sekunde Ingest, Multi-Jahre-Historie und Sub-Sekunden-Queries. Bei wirklich extremen Volumina prüfen wir spezialisierte Storage-Engines - die Architektur-Entscheidung treffen wir gemeinsam im Workshop.
MVP-Dashboard mit einer Datenquelle und Standard-Visualisierungen: 30.000-60.000 EUR. Vollausbau mit Multi-Tenant, Reports, Alarm-Workflows und Edge-Anbindung: 80.000-200.000 EUR. Festpreis nach Architektur-Workshop.
Ja. Typische Datenquellen: ERP (SAP, Odoo), CRM (Salesforce, HubSpot), SCADA-Historians, ThingsBoard, MQTT-Broker, REST-APIs, Postgres- oder MySQL-Datenbanken, Snowflake/BigQuery. Wir analysieren im Workshop, welche Anbindung pro Quelle sinnvoll ist (Push, Pull, CDC).
Wahlweise Sie selbst (mit unserer Dokumentation und Übergabe-Schulung) oder wir als Managed-Operations-Service mit definierten SLAs, 24/7-Monitoring und Patch-Management. Beide Optionen werden vor Projektstart festgelegt.
Branchenführende Unternehmen weltweit vertrauen auf uns
Ob konkrete IT-Herausforderung oder einfach eine Idee - wir freuen uns auf den Austausch. In einem kurzen Gespräch prüfen wir gemeinsam, ob und wie Ihr Projekt zu WZ-IT passt.