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Grundlagen · Supabase

Was kostet Supabase? Cloud und Self-Hosted im TCO-Vergleich

Hinweis zum Inhalt: Versionen, Befehle und Preise können sich ändern. Bitte prüfen Sie kritische Schritte vor dem produktiven Einsatz eigenständig. Dieser Leitfaden ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

Sie möchten Cloud-Kosten und Betrieb nicht nur anhand einer VM vergleichen? WZ-IT bewertet Zielarchitektur und Migrationsumfang und bietet die Supabase-Migration ab 3.490 € sowie laufenden Managed Betrieb an.

Die Kosten von Supabase bestehen nicht aus einer einzelnen Monatsgebühr. In Supabase Cloud hängen sie von Tarif, Compute, Datenbank, Storage, Egress, Auth-Nutzung und Add-ons ab. Beim Self-Hosting fallen Infrastruktur und der gesamte Plattformbetrieb an.

Ein fairer Vergleich verwendet deshalb Total Cost of Ownership (TCO) und betrachtet denselben Leistungsumfang auf beiden Seiten.

Aktuelle Supabase-Cloud-Tarife

Die offizielle Supabase-Preisseite nennt am 25. August 2026 folgende Einstiegspunkte:

Tarif Einstieg Typische Einordnung
Free 0 US-Dollar Entwicklung, Test und kleine Projekte
Pro ab 25 US-Dollar/Monat Produktive Einzelprojekte und Teams
Team ab 599 US-Dollar/Monat Erweiterte Team-, Governance- und Supportanforderungen
Enterprise individuell Größere Organisationen und vertragliche Anforderungen

Der Einstiegspreis ist nicht automatisch die spätere Monatsrechnung. Relevante variable Positionen sind unter anderem:

  • Compute-Größe und Anzahl der Projekte
  • Datenbank- und Storage-Volumen
  • Egress und Image Transformation
  • monatlich aktive Nutzer und bestimmte Auth-Funktionen
  • Realtime-Nutzung und Function-Aufrufe
  • Custom Domains
  • Point-in-Time Recovery
  • Support- und Teamfunktionen

Die Preisgrenzen und Inklusivmengen ändern sich. Für eine Entscheidung sollte immer der aktuelle Pricing Calculator mit realen Nutzungsdaten verwendet werden.

Backup- und PITR-Kosten in der Cloud

Supabase dokumentiert für bezahlte Pläne tägliche Datenbankbackups mit tarifabhängiger Aufbewahrung. Point-in-Time Recovery wird separat berechnet und erfordert ein geeignetes Compute-Add-on. Die Backup-Dokumentation nennt aktuell ungefähr 100 US-Dollar pro Monat für sieben Tage PITR-Aufbewahrung, 200 US-Dollar für 14 Tage und 400 US-Dollar für 28 Tage.

Wichtig: Diese Datenbankbackups enthalten nicht die über die Storage API gespeicherten Dateien, sondern nur deren Metadaten. Wer eine unabhängige vollständige Sicherung benötigt, muss auch in der Cloud einen Weg für Storage-Objekte betrachten.

Welche Kosten Self-Hosting verursacht

Direkte Infrastruktur

  • Server oder virtuelle Maschinen
  • Block-, Objekt- und Backup-Storage
  • Netzwerk, Traffic und öffentliche IPs
  • Load Balancer oder Reverse Proxy
  • Domain, DNS und TLS-Automatisierung
  • Offsite-Backup und gegebenenfalls WAL-Archiv
  • Monitoring- und Logspeicher

Einmalige Projektkosten

  • Architektur und Sizing
  • Installation und Härtung
  • SMTP, Domains und Auth-Provider
  • Backup- und Restore-Konzept
  • Monitoring, Alarmierung und Dokumentation
  • Migration aus einer bestehenden Plattform
  • Tests und Produktionsübergabe

Wiederkehrender Betrieb

  • Betriebssystem- und Plattformupdates
  • Supabase- und PostgreSQL-Upgrades
  • Backupkontrolle und Restore-Tests
  • Kapazitäts- und Performanceanalyse
  • CVE- und Konfigurationsprüfung
  • Incident-Reaktion und Bereitschaft
  • Dokumentation und Change Management

Der häufigste Fehler ist, Self-Hosting nur als Serverpreis zu rechnen. Eine kleine VM kann günstig sein, ersetzt aber weder Recovery noch fachkundige Reaktion.

Eine belastbare TCO-Formel

Für einen Zeitraum von 36 Monaten kann vereinfacht gerechnet werden:

Cloud-TCO = Tarife + Compute + Nutzung + Add-ons + interne Betreuung

Self-Hosted-TCO = Einrichtung + Migration + Infrastruktur
                + Betrieb + Bereitschaft + Recovery-Aufwand

Beide Seiten müssen dieselben Ziele erfüllen. Ein Cloud-Projekt mit täglichem Backup darf nicht mit einem Self-Hosted-Server ohne Offsite-Sicherung verglichen werden. Ebenso sollte ein hochverfügbares Cloud-Angebot nicht gegen einen einzelnen Docker-Host gestellt werden.

Vier typische Kostenszenarien

1. MVP oder neue Anwendung

Cloud ist meistens wirtschaftlicher. Es gibt noch kein stabiles Lastprofil, und Plattformbetrieb würde das Entwicklungsteam früh binden.

2. Planbare produktive Anwendung

Self-Hosting kann interessant werden, wenn Last, Storage und Betriebsanforderungen bekannt sind und mehrere Plattformaufgaben effizient gemeinsam betrieben werden.

3. Hoher Storage- oder Egress-Anteil

Eigene Infrastruktur kann andere Kostenprofile ermöglichen. Dafür müssen Objekt-Backup, Kapazität, Verfügbarkeit und Transferwege technisch gelöst werden.

4. Kritische Anwendung mit HA und Bereitschaft

Die Infrastrukturkosten steigen auf beiden Seiten. Self-Hosting benötigt mehrere Fehlerdomänen, PostgreSQL-HA, redundanten Storage, Monitoring und Reaktion. Hier entscheidet nicht die günstigste VM, sondern der benötigte Service Level.

Kosten einer Migration

Eine Cloud-to-Self-Hosted-Migration umfasst mehr als PostgreSQL. Auth, Storage, Functions, Secrets, Anwendungskonfiguration, Testlauf und Cutover wirken auf den Aufwand. WZ-IT bietet die Supabase-Migration ab 3.490 € netto als individuell kalkulierten Projekteinstieg an. Der verbindliche Umfang und Preis entstehen erst nach der technischen Einordnung.

Nach der Migration entstehen entweder interne Betriebskosten oder ein monatlicher Managed-Service-Preis. Beides sollte vor dem Cloud-Exit in der TCO-Rechnung stehen.

Entscheidung nicht nur über Kosten treffen

Zusätzlich zur TCO gehören in die Bewertung:

  • Verfügbarkeit und Recovery-Ziele
  • benötigte Cloud-Funktionen
  • Betriebsort und private Datenwege
  • interne Plattformkompetenz
  • geplante Produktentwicklung
  • Abhängigkeit von einzelnen Personen
  • Zeit bis zum produktiven Einsatz

Ein wirtschaftlicher Cloud-Exit ist ein Ergebnis aus Technik und Betrieb. Wer Self-Hosting lediglich wegen einer kleinen Monatsdifferenz startet, unterschätzt häufig die dauerhafte Verantwortung.

Quellen

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