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Grundlagen · Lokale KI für Unternehmen

Inferenz vs. Training: Was Ihr Unternehmen wirklich braucht

Hinweis zum Inhalt: Versionen, Befehle und Preise können sich ändern. Bitte prüfen Sie kritische Schritte vor dem produktiven Einsatz eigenständig. Dieser Leitfaden ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

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Wer über eigene KI nachdenkt, hört zwei Begriffe, die ständig verwechselt werden - und die Verwechslung wird teuer: Wer glaubt, Training zu brauchen, plant Cluster; wer nur Inferenz braucht, kommt oft mit einer einzelnen GPU aus. Stand Oktober 2026.

Inhaltsverzeichnis

Inferenz und Training im Vergleich

Training erzeugt oder verändert die Gewichte eines Modells: riesige Datenmengen, GPU-Cluster, Tage bis Wochen Rechenzeit. Das machen Modellhersteller wie Mistral oder Meta. Inferenz nutzt das fertige Modell: Eine Anfrage geht hinein, eine Antwort kommt heraus - dauerhaft, latenzkritisch, und sie bestimmt Ihre laufenden Kosten.

Training Inferenz
Zweck Modell erzeugen/verändern Modell nutzen
Hardware GPU-Cluster (80 GB+ je Karte, viele Karten) ab einer GPU, je nach Modell
Dauer Tage bis Wochen, einmalig Millisekunden, dauerhaft
Wer braucht es Modellhersteller, Speziallabore praktisch jedes Unternehmen mit eigener KI

Warum die meisten Unternehmen kein Training brauchen

Der häufigste Denkfehler: „Das Modell soll unsere Daten kennen, also müssen wir es trainieren." In den meisten Fällen ist RAG die richtige Antwort - das Modell bleibt unverändert und bekommt relevante Dokumente zur Laufzeit mitgeliefert. Das ist billiger, sofort aktualisierbar und lässt Berechtigungen technisch erzwingen, was trainiertes Wissen nie kann: Was im Modell steckt, kann jeder abfragen, der das Modell nutzen darf.

Wann Fine-Tuning doch lohnt

Es gibt legitime Fälle: ein spezifischer Schreibstil, der dauerhaft sitzen soll, eine Fachsprache mit eigener Terminologie, strukturierte Ausgabeformate. Dann aber fast immer als LoRA-Adapter statt Volltraining - trainiert wird ein kleiner Aufsatz, das Grundmodell bleibt unangetastet, und die Hardware-Anforderung bleibt überschaubar. Die Reihenfolge bleibt trotzdem: erst RAG ausschöpfen, dann Fine-Tuning prüfen.

Hardware richtig dimensionieren

Für Inferenz zählt vor allem VRAM - das Modell muss (quantisiert) in den Speicher passen, plus Platz für den Kontext:

  • bis 8B Parameter (interne Assistenten, Klassifikation): eine Consumer-GPU oder L4, 16-24 GB VRAM
  • bis 70B quantisiert (anspruchsvolle Assistenz): 48-80 GB, eine große Karte oder zwei mittlere
  • Details zur Rechnung: GPU- und VRAM-Sizing für LLMs

Serving-Software wie vLLM holt aus derselben Hardware ein Mehrfaches an Durchsatz gegenüber naiven Setups - die Software-Wahl ist ein Kostenhebel, kein Detail.

Die Kostenrechnung

Eigene Inferenz hat weitgehend fixe Kosten: GPU-Server, Strom, Betrieb - unabhängig davon, ob 10 oder 200 Mitarbeitende anfragen. APIs skalieren pro Token: günstig bei sporadischer Nutzung, teuer bei Dauerlast. Der Break-even hängt am Volumen und an den Datenschutzanforderungen; ein Gateway wie LiteLLM macht beide Pfade parallel nutzbar und die Kosten pro Team sichtbar. Die Einordnung, wann sich welcher Weg rechnet, gehört in jedes Erstgespräch - beide Pfade transparent gegeneinander, nicht als Glaubensfrage.

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