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Confluence Data Center End of Life 2029: Migration zu XWiki, BookStack, Docmost oder Wiki.js

Timo Wevelsiep
Timo Wevelsiep
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#Confluence #DataCenter #XWiki #BookStack #Docmost #WikiJS

Hinweis zum Inhalt: Die Informationen in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zusammengestellt. Technische Details, Preise, Versionen, Lizenzmodelle und externe Inhalte können sich ändern. Bitte prüfen Sie die genannten Angaben eigenständig, insbesondere vor geschäftskritischen oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

Confluence Data Center End of Life 2029: Migration zu XWiki, BookStack, Docmost oder Wiki.js

Confluence Data Center bis März 2029 ablösen? Die Wiki-Auswahl von WZ-IT vergleicht XWiki, BookStack, Docmost und Wiki.js mit Ihren Spaces, Rechten und Identitäten. Alle vier Systeme probieren Sie während der Auswahl in eigenen Demo-Instanzen aus. Ergebnis ist eine Entscheidungsvorlage mit Migrationspfad, ab 3.900 € netto. Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Atlassian beendet Data Center. Am 28. März 2029 laufen alle Data-Center-Abonnements aus, Confluence Data Center wird schreibgeschützt (Atlassian, Data Center End of Life). Als Weg nach 2029 bietet Atlassian nur die eigene Cloud an. Für Organisationen, die Confluence gerade deshalb im eigenen Rechenzentrum betreiben, weil Inhalte dort bleiben sollen, ist das keine Option. Ihnen bleibt der Wechsel auf ein selbst betriebenes Open-Source-Wiki.

Dieser Leitfaden behandelt den Weg dorthin: welche Fristen gelten, was der Confluence-Export mitnimmt, wie die Migration nach XWiki, Docmost, BookStack und Wiki.js jeweils funktioniert und wo Lizenzkosten anfallen. Welches Wiki grundsätzlich zu welcher Organisation passt, vergleicht der Beitrag BookStack, Wiki.js, XWiki oder Docmost. Stand Oktober 2026.

Die drei Termine in Kürze:

  • 30.03.2026: Neukunden können kein Data Center mehr kaufen.
  • 30.03.2028: Letzter Tag für Bestandskunden, Abonnements, Apps und Erweiterungen zu kaufen.
  • 28.03.2029: End of Life, Confluence Data Center wird schreibgeschützt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ab 28. März 2029 ist Confluence Data Center schreibgeschützt
  2. Atlassian bietet als Herstellerweg nur die Cloud
  3. Was der Confluence-Export mitnimmt und was nicht
  4. XWiki übernimmt Rechte, Historie und Nutzer mit dem Migration Toolkit
  5. Docmost importiert Confluence erst ab der Business-Stufe
  6. BookStack und Wiki.js haben keinen Confluence-Import
  7. Outline importiert nur mit Lizenz und ist nicht als Dienst betreibbar
  8. Migrationsweg je Zielsystem im Überblick
  9. Lizenzlage: wo die freien Editionen enden
  10. Zeitplan rückwärts von den Fristen
  11. Verbreitete Irrtümer zum Data-Center-Ende
  12. Unser Vorgehen bei WZ-IT
  13. Weiterführende Guides

Ab 28. März 2029 ist Confluence Data Center schreibgeschützt

Atlassian hat das Ende von Data Center am 8. September 2025 angekündigt (Atlassian, Ascend). Die Auslaufphase hat drei feste Termine, jeweils um 23:59 Uhr PST (Atlassian, Data Center End of Life):

Datum Was passiert Wen es betrifft
15.02.2024 Ende des Supports für Confluence Server (Atlassian, Server end of support) Server-Kunden
30.03.2026 Keine neuen Data-Center-Abonnements und keine neuen Data-Center-Apps aus dem Marketplace Neukunden
30.03.2028 Letzter Tag, um neue Abonnements, Marketplace-Apps und Erweiterungen zu kaufen Bestandskunden
28.03.2029 Abonnements und zugehörige Marketplace-Apps laufen aus, Data-Center-Produkte werden schreibgeschützt alle Data-Center-Kunden

Betroffen sind Jira Software, Jira Service Management, Confluence, Bamboo und Crowd Data Center sowie die Atlassian- und Marketplace-Apps dafür. Bitbucket Data Center ist ausgenommen und erhält eine hybride Lizenz.

Was schreibgeschützt praktisch heißt. Atlassian formuliert es so: Die Daten bleiben zugänglich, aber es lassen sich keine neuen Daten anlegen und keine neuen Aktionen ausführen. Bis zum 28. März 2029 gibt es technischen Support und Sicherheitskorrekturen für kritische Lücken, danach nicht mehr. Atlassian rät ausdrücklich davon ab, eine schreibgeschützte Instanz mit Verbindung zum Internet weiterzubetreiben, und empfiehlt, die Daten zu sichern.

Verlängerungen enden am 28. März 2029. Data-Center-Abonnements lassen sich weiter verlängern, aber nicht über das End of Life hinaus. Die letzte Verlängerung wird anteilig berechnet. Eine erweiterte Wartung über 2029 hinaus nennt Atlassian nur als Ausnahme für bestimmte Kunden, ohne Bedingungen oder Preise zu veröffentlichen. Für die Planung ist das kein belastbarer Weg.

Für den Datenschutz ergibt sich ein Prüfpunkt: In einem System, das keine neuen Aktionen zulässt, lassen sich Berichtigungen und Löschungen nicht mehr in der Anwendung umsetzen. Wie das im Einzelfall zu bewerten ist, klärt der Datenschutzbeauftragte. Dieser Beitrag ist kein Rechtsrat.

Atlassian bietet als Herstellerweg nur die Cloud

Für alle betroffenen Produkte gilt laut Atlassian: Wer sie weiter nutzen will, muss in die Cloud wechseln (Atlassian, Data Center End of Life). Organisationen ab 1.000 Nutzern erhalten mit FastShift kostenlose Unterstützung. Atlassian gibt an, FastShift verkürze solche Migrationen von 12 bis 16 Monaten auf 2 bis 6 Monate (Atlassian, Ascend).

Die Cloud bietet Datenresidenz, für Confluence in den Plänen Standard, Premium und Enterprise. Damit ist der Speicherort aber nicht vollständig festgelegt:

Punkt Stand Oktober 2026 Quelle
Wählbare Standorte (Auswahl) Deutschland (Frankfurt), EU (Frankfurt und Dublin), Schweiz (Zürich) Atlassian Support, Data residency
Nicht an einen Standort gebunden Nutzerkontodaten wie Name, E-Mail und Avatar, gespeichert in einem zentralen Identity-Dienst mit weltweit verteilten Replikaten ebd.
Infrastruktur Amazon Web Services (AWS) Atlassian Trust, Cloud architecture
Anbieter Atlassian Corporation, Geschäftsadresse San Francisco SEC EDGAR, Atlassian Corp

Die Cloud ist der kürzere Weg, wenn Marketplace-Apps und die Verknüpfung mit Jira tief im Arbeitsalltag stecken und ein US-Anbieter auf AWS mit den eigenen Vorgaben vereinbar ist. Wer Data Center wegen der Datenhoheit betreibt, etwa als Behörde, im Gesundheitswesen, als Berufsgeheimnisträger oder mit exportkontrollierten Inhalten, löst mit der Cloud die Frage nicht, die zum Eigenbetrieb geführt hat. Wie es um die Atlassian-KI Rovo steht, die ebenfalls nur in der Cloud läuft, beschreibt der Beitrag Atlassian Rovo Alternative self-hosted.

Was der Confluence-Export mitnimmt und was nicht

Jede Migration beginnt mit einem Export. Confluence Data Center exportiert Spaces als PDF, HTML oder XML, einzelne Seiten zusätzlich als Word. Für den Space-Export braucht der Exportierende die Berechtigung "Export Space" (Atlassian, Export content). Was in welchem Format enthalten ist:

Inhalt PDF HTML XML
Seiten ja ja ja
Blogposts nein nein ja
Kommentare nein optional ja
Anhänge nur Bilder ja ja
Unveröffentlichte Änderungen nein nein ja
Eingeschränkte Seiten nur die, die der Exportierende sehen darf nur die, die der Exportierende sehen darf ja, sie bleiben eingeschränkt

Quelle der Tabelle: Atlassian, Export content (Confluence Data Center 10.2).

Drei Punkte entscheiden über den Migrationsweg:

  • Nutzer und Gruppen sind nur im vollständigen Site-Export enthalten, nicht im Space-Export. Wer Spaces einzeln exportiert, gleicht Nutzer und Gruppen über das Verzeichnis ab, etwa LDAP, Active Directory oder Entra ID (XWiki Store, Confluence Migration Toolkit).
  • Große Instanzen lassen sich oft nicht als Ganzes exportieren. Laut XWiki-Dokumentation schlagen Site-Exporte großer Instanzen häufig nach Stunden oder Tagen fehl; Space-Backups lassen sich dagegen skriptgesteuert erzeugen und in Batches importieren (ebd.).
  • Der XML-Export ist für Confluence gedacht. Atlassian beschreibt ihn als Format für den Import in eine Confluence-Instanz gleicher oder neuerer Version. Ein anderes Wiki braucht dafür einen eigenen Importer.

Team Calendars sind laut Atlassian in XML-Exporten nicht enthalten. Daten anderer Marketplace-Apps, die außerhalb der Seiten liegen, etwa Freigabe-Workflows oder Kalender, sind je App zu prüfen.

XWiki übernimmt Rechte, Historie und Nutzer mit dem Migration Toolkit

XWiki steht unter LGPL-2.1 (GitHub, xwiki-platform) und hat den umfassendsten Confluence-Import der hier betrachteten Systeme. Er läuft über den Confluence Migrator Pro, Teil des kostenpflichtigen Confluence Migration Toolkit (XWiki Store, Confluence Migration Toolkit).

Punkt Stand Oktober 2026
Voraussetzung XWiki ab 15.10
Quelle XML-Backup als Site oder Space, CSV-Backup als Beta; Confluence Server, Data Center und Cloud
Übernommen Seiten, Seitenhistorie, Nutzer, Space- und Seitenrechte, Anhänge, Metadaten, Labels, Blogposts (abschaltbar), Favoriten (abschaltbar, werden öffentlich)
Nicht übernommen Historie von Anhängen (XWiki Store, Confluence Migrator Pro)
Rechte ohne Nutzerimport möglich, wenn Nutzer und Gruppen mit gleichem Namen oder per Mapping existieren
Ergebnis Migrationsbericht mit Fehlern und Link-Problemen
Inhalt des Toolkits Confluence Migrator Pro, Pro Macros, Confluence Bridge Macros, Task Manager Pro, Support
Preis ab 2.140 € je Jahr für 25 Nutzer (XWiki Store), in XWiki Business und Enterprise enthalten (XWiki Pricing)
Testversion mit begrenzter Seitenzahl

Makros sind die eigentliche Grenze. Die Makro-Tabelle im XWiki Store führt im Oktober 2026 rund 650 Confluence-Makros: 78 werden unterstützt, 7 teilweise, 562 nicht. Die meisten nicht unterstützten stammen aus Marketplace-Apps. Unterstützt sind unter anderem expand, toc, panel, code, include, excerpt-include, status, drawio und gliffy, nicht unterstützt etwa table-filter, chart, calendar und roadmap. Ein Makro ohne Gegenstück geht nicht verloren: Der Inhalt wird importiert, die Ansicht zeigt eine Fehlermeldung, im Editor bleibt die Makro-Syntax sichtbar. Gliffy-Diagramme konvertiert man laut XWiki am besten vorab in Confluence mit der draw.io-Funktion "Gliffy Mass Import".

Neben dem Toolkit gibt es einen freien Importer unter LGPL-2.1 im Projekt xwiki-contrib/confluence. Für Anmeldung und Gruppen braucht XWiki keine Zusatzlizenz: Die Erweiterungen für LDAP und OpenID Connect stehen ebenfalls unter LGPL-2.1. Komfortfunktionen für Active Directory und Entra ID bietet XWiki als Pro-App an.

XWiki liegt nahe, wenn viele Spaces mit fein abgestuften Rechten und Seitenbeschränkungen bestehen, die Historie mitwandern muss oder strukturierte Daten und Formulare genutzt werden. Wie sich XWiki um eine KI-Suche erweitern lässt, zeigt der Beitrag XWiki mit KI einrichten.

Docmost importiert Confluence erst ab der Business-Stufe

Docmost steht im Kern unter AGPL-3.0, die Verzeichnisse ee unter einer eigenen Enterprise-Lizenz (GitHub, docmost). Der Confluence-Import gehört zum lizenzpflichtigen Teil, im Code als Feature-Flag import:confluence hinterlegt (GitHub, features.ts).

Punkt Stand Oktober 2026
Lizenzstufe für den Import Business, 6 US-Dollar je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, mindestens 10 Nutzer (Docmost Pricing)
Ebenfalls erst ab Business SSO mit SAML 2.0, OIDC und LDAP, MFA, Seitenrechte, DOCX-Import, KI-Funktionen, Suche in Anhängen
Nur Enterprise SCIM, Audit-Logs, SIEM-Anbindung, Prüfworkflow für Seiten
Importweg Confluence-Space als HTML exportieren, ZIP in Docmost hochladen (Docmost, Import und Export)
Übernommen Formatierung mit Callouts, Toggles und Farben, Seitenbaum, interne Links, Bilder und Anhänge, draw.io-Diagramme
Version v0.96.0 vom 08.09.2026 (GitHub Releases)

Was beim HTML-Weg fehlt. Der HTML-Export enthält keine Blogposts und nur die Seiten, die der Exportierende sehen darf, die Seitenbeschränkungen selbst fehlen (siehe Exporttabelle oben). Docmost nennt Seitenhistorie, Rechte und Nutzer nicht als übernommene Inhalte. Rechte werden in Docmost neu gesetzt, Nutzer kommen über SSO oder LDAP, was ebenfalls die Business-Stufe voraussetzt.

Rechenbeispiel: 50 Nutzer mit SSO kosten 50 × 6 US-Dollar × 12 Monate = 3.600 US-Dollar Lizenz im Jahr. Docmost passt, wenn Teams gleichzeitig an Seiten schreiben wollen, der Confluence-Bestand überwiegend aus Text mit Standardformatierung besteht und das Rechtekonzept ohnehin neu geordnet wird. Welche Funktionen in welcher Edition stecken, zeigt der Beitrag Docmost Community vs. Enterprise Edition.

BookStack und Wiki.js haben keinen Confluence-Import

BookStack steht unter MIT und hat keine kostenpflichtige Edition (GitHub, BookStack). Importieren kann BookStack nur sein eigenes Format "Portable ZIP" (BookStack, Exporting und Importing). Der Umzug aus Confluence läuft über die REST-API mit eigenen oder Community-Skripten, die mit dem HTML-Export arbeiten. Anmeldung über OIDC, SAML2 und LDAP ist ohne Zusatzlizenz enthalten (bookstackapp.com). Aktuelle Version ist v26.09.1 vom 29.09.2026 (GitHub Releases).

BookStack ordnet Inhalte fest in Regal, Buch, Kapitel und Seite, Rechte lassen sich auf jeder dieser Ebenen setzen (BookStack, Roles and Permissions). Ein Confluence-Space wird zum Regal oder Buch. Seitenbäume, die tiefer verschachtelt sind als Buch, Kapitel und Seite, müssen dabei flacher werden. Die Migration nach BookStack ist deshalb ein bereinigter Umzug, keine 1:1-Kopie. Das passt für Handbücher, Prozess- und IT-Dokumentation, bei denen ohnehin aufgeräumt werden soll. Den Funktionsvergleich mit Confluence zeigt der Beitrag BookStack vs. Confluence.

Wiki.js steht unter AGPL-3.0, ebenfalls ohne kostenpflichtige Edition (GitHub, requarks/wiki). Es gibt zwei Linien (GitHub Releases):

Linie Stand Oktober 2026 Confluence-Import
Wiki.js 2.x stabil, v2.5.315 vom 21.09.2026 keiner (Module v2.5.315)
Wiki.js 3.0 3.0.0-beta.617 vom 02.10.2026, laut Release "Not for production use" (Release) Menüpunkt "Import from Confluence" vorhanden, deaktiviert mit dem Hinweis "coming soon" (AdminUtilities.vue)

Wiki.js 2.x bringt LDAP, SAML, OIDC und weitere Anmeldeverfahren ohne Zusatzlizenz mit. Der Weg aus Confluence führt über eine eigene Konvertierung des HTML-Exports nach Markdown und den Import per API oder Git-Synchronisierung. Wer heute auf Wiki.js 2.x migriert, plant den späteren Wechsel auf 3.0 nach dessen stabiler Freigabe mit ein.

Outline importiert nur mit Lizenz und ist nicht als Dienst betreibbar

Outline taucht in vielen Listen als Confluence-Alternative auf. Die Lizenz ist die Business Source License 1.1. Ihr Additional Use Grant schließt den Betrieb als "Document Service" aus, am 09.09.2030 wechselt der Code auf Apache 2.0 (GitHub, Outline LICENSE). Outline schreibt dazu ausdrücklich, dass Verkauf, Weiterverkauf oder Hosting als Dienst gegen die Bedingungen verstößt (Outline, License restrictions). Der Confluence-Importer ist Teil der kostenpflichtigen Self-Hosted-Lizenz, zusammen mit SAML und Audit-Log; einen Preis veröffentlicht Outline nicht (Outline, Business und Enterprise).

Für die Migration heißt das: Outline kommt nur in Frage, wenn die eigene IT es selbst betreibt. Ein Betrieb durch einen Dienstleister scheidet nach der Lizenz aus. Neben den hier betrachteten Systemen gibt es weitere mit eigenem Werkzeug, etwa BlueSpice auf Basis von MediaWiki (GitHub, hallowelt/migrate-confluence).

Migrationsweg je Zielsystem im Überblick

Kriterium XWiki Docmost BookStack Wiki.js
Confluence-Import Confluence Migrator Pro (Toolkit) oder freier Importer ab Business keiner keiner, in 3.0 Beta "coming soon"
Importquelle XML-Backup (Site oder Space) HTML-Export HTML-Export über eigene Skripte HTML-Export, eigene Konvertierung
Seiten und Hierarchie ja ja ja, abgebildet auf Regal, Buch, Kapitel, Seite ja, als Pfade
Seitenhistorie ja nicht genannt nicht vorgesehen nicht vorgesehen
Anhänge ja, ohne Anhangshistorie ja per Skript per Skript
Blogposts ja, abschaltbar nein, nicht im HTML-Export nein nein
Nutzer und Gruppen aus dem Site-Backup oder über LDAP über SSO oder LDAP (Business) über SSO oder LDAP über SSO oder LDAP
Space- und Seitenrechte ja, inklusive Seitenbeschränkungen neu setzen, Seitenrechte ab Business neu setzen neu setzen
Makros 78 unterstützt, 7 teilweise, Rest mit Platzhalter Callouts, Toggles, draw.io manuell nacharbeiten manuell nacharbeiten
Lizenzkosten der Migration Toolkit ab 2.140 € je Jahr (25 Nutzer) oder freier Importer 6 US-Dollar je Nutzer und Monat, mind. 10 keine keine

Stand Oktober 2026, Quellen in den Abschnitten oben. Je mehr Rechte, Historie und Blogposts aus Confluence erhalten bleiben müssen, desto eher führt der Weg zu XWiki. Je mehr der Umzug als Gelegenheit zum Aufräumen gesehen wird, desto eher kommen BookStack, Docmost oder Wiki.js in Frage.

Lizenzlage: wo die freien Editionen enden

Open Source heißt nicht in jedem Fall, dass alle Funktionen frei sind. Für eine Confluence-Ablösung zählen vor allem zwei Punkte: die Anmeldung über das vorhandene Verzeichnis und der Import.

System Lizenz Kostenpflichtiger Teil SSO und LDAP ohne Zusatzlizenz Betrieb durch Dienstleister
XWiki LGPL-2.1 Pro-Apps, Confluence Migration Toolkit, Support-Pläne ja, LDAP und OIDC ja
Docmost AGPL-3.0, ee unter Enterprise-Lizenz Business und Enterprise nein, ab Business ja
BookStack MIT keiner ja, OIDC, SAML2, LDAP ja
Wiki.js AGPL-3.0 keiner ja, LDAP, SAML, OIDC u. a. ja
Outline BSL 1.1 Self-Hosted Business und Enterprise, Preis nicht veröffentlicht SAML nur mit Lizenz nein, laut Lizenz ausgeschlossen

Lizenzen für Docmost Business oder das XWiki Toolkit werden direkt beim Hersteller gekauft. Sie kommen zu den Betriebskosten hinzu und gehören in die Budgetplanung, genauso wie die letzte, anteilig berechnete Data-Center-Verlängerung.

Zeitplan rückwärts von den Fristen

Der Zeitplan ergibt sich aus zwei Terminen: dem 30. März 2028, nach dem keine Lizenzerweiterungen mehr möglich sind, und dem 28. März 2029, ab dem Confluence nur noch lesbar ist. Rückwärts gerechnet:

Spätestens Meilenstein Ergebnis
vor der nächsten Data-Center-Verlängerung Bestandsaufnahme: Spaces, Seitenzahl, genutzte Makros und Marketplace-Apps, Rechte und Seitenbeschränkungen, Verzeichnisdienst belastbare Grundlage für die Auswahl
vor dem 30.03.2028 Zielsystem entscheiden, Pilot mit einem echten Space, Lizenzbedarf klären Entscheidung, solange Data Center noch erweiterbar ist
nach der Entscheidung Rechtekonzept über den Verzeichnisdienst, Makro-Ersatz, Migration in Wellen nach Spaces produktives neues Wiki, Confluence parallel lesbar
vor dem 28.03.2029 letzte Spaces umziehen, Confluence vom Netz nehmen, Datensicherung als Archiv keine schreibgeschützte Instanz am Internet

Die Reihenfolge ist wichtiger als der Kalender: Wer den Pilot mit einem echten Space aus dem eigenen Bestand macht, sieht früh, welche Makros und Rechte Nacharbeit brauchen. Wer bis 2028 Nutzer hinzugewinnt, muss vor dem 30. März 2028 entschieden haben, ob er Data Center noch einmal erweitert.

Verbreitete Irrtümer zum Data-Center-Ende

Irrtum Richtig ist
"Data Center läuft nach 2029 einfach weiter." Mit Ablauf der Abonnements am 28.03.2029 wird die Instanz schreibgeschützt. Atlassian rät, sie dann nicht mit dem Internet zu verbinden.
"Wir verlängern 2028 noch einmal für mehrere Jahre." Verlängerungen enden spätestens am 28.03.2029 und werden anteilig berechnet. Darüber hinaus nur per Ausnahme mit unveröffentlichten Bedingungen.
"Bis 2028 haben wir Zeit." Der 30.03.2028 ist der letzte Tag für Lizenzerweiterungen. Das End of Life ist erst 2029, die Entscheidung muss früher fallen.
"Server-Ende und Data-Center-Ende sind dasselbe." Server ist seit 15.02.2024 ohne Support, Data Center wird am 28.03.2029 schreibgeschützt.
"Migration ist ein Export und ein Import." Space-Exporte enthalten keine Nutzer und Gruppen, HTML-Exporte keine Blogposts und Seitenbeschränkungen, Team Calendars fehlen auch im XML.
"Jedes Open-Source-Wiki importiert Confluence." Eingebaute Importe haben nur XWiki und Docmost ab Business. BookStack und Wiki.js nicht.
"Docmost Community kann SSO und Confluence-Import." Beides gibt es erst ab Business, 6 US-Dollar je Nutzer und Monat, mindestens 10 Nutzer.
"Mit XWiki geht alles 1:1." Rechte, Seitenhistorie und Anhänge ja, die Anhangshistorie derzeit nicht. Von rund 650 gelisteten Makros sind 78 voll unterstützt.
"Atlassian Cloud mit Datenresidenz Deutschland ist wie Eigenbetrieb." Die Cloud läuft auf AWS, Nutzerkontodaten sind weltweit repliziert, Anbieter ist ein US-Unternehmen.
"Open Source heißt immer frei betreibbar." Outline steht unter BSL 1.1 und schließt den Betrieb als Dienst aus. Docmost-Funktionen im ee-Teil brauchen eine Lizenz je Nutzer.

Unser Vorgehen bei WZ-IT

WZ-IT begleitet die Ablösung von Confluence Data Center in drei Schritten, von der Entscheidung bis zum Betrieb.

  1. Wiki-Auswahl mit festem Umfang. Die Wiki-Auswahl kostet ab 3.900 € netto. Sie umfasst die Bestandsaufnahme Ihrer Spaces, Makros, Apps, Rechte und Identitäten, gewichtete Kriterien mit Fachbereichen und IT, die Prüfung von Lizenz- und Betriebsgrenzen der Kandidaten, Demo-Instanzen von XWiki, BookStack, Docmost und Wiki.js mit Beispielinhalten, die Ihre Mitarbeitenden für die Dauer der Auswahl selbst ausprobieren, und zusätzlich die Vorführung von zwei Finalisten mit Ihren eigenen Inhalten. Ergebnis ist eine Entscheidungsvorlage mit Migrationspfad, Lizenzkosten aus Herstellerangaben und Betriebsmodell. Der Betrag wird auf die Einführung angerechnet, wenn Sie diese innerhalb von 6 Monaten zum selben Thema beauftragen.
  2. Einführung und Migration. Das Angebot dafür erhalten Sie zusammen mit der Entscheidungsvorlage. Es umfasst Struktur- und Rechtekonzept, einen Pilot mit Single Sign-on über Ihr Verzeichnis, die Migration aus Confluence nach XWiki, Docmost, BookStack oder Wiki.js und die Schulung von Key-Usern und Administratoren. Lizenzen wie Docmost Business oder das XWiki Confluence Migration Toolkit erwerben Sie direkt beim Hersteller.
  3. Betrieb in Deutschland. Das neue Wiki betreiben wir über Managed Open Source in deutschen Rechenzentren, ab 129,90 € netto je Workload und Monat, mit Updates, Backups und Überwachung. Alternativ läuft es auf Ihrer eigenen Infrastruktur.

Steht das neue Wiki, lässt es sich um eine KI-Suche mit Quellenangabe und Rechteprüfung erweitern. Einen abgegrenzten ersten Bestand prüft der RAG Proof of Value ab 9.900 € netto, den dauerhaften Aufbau beschreibt die Seite zum internen KI-Assistenten.

Weiterführende Guides

Die Entscheidung muss vor dem 30. März 2028 stehen. Wir prüfen Ihren Confluence-Bestand, vergleichen die passenden Wikis mit Ihren Inhalten und planen die Migration so, dass Rechte und Historie dort mitwandern, wo es nötig ist. Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Quellen

Anfrage

Confluence Data Center vor 2029 ablösen

Wir vergleichen XWiki, BookStack, Docmost und Wiki.js mit Ihren Spaces, Rechten und Identitäten, liefern eine Entscheidungsvorlage mit Migrationspfad und übernehmen auf Wunsch Migration und Betrieb in Deutschland.

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Häufig gestellte Fragen

Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema

Am 28. März 2029 um 23:59 Uhr PST. Dann laufen alle Data-Center-Abonnements und die zugehörigen Marketplace-Apps aus, Confluence Data Center wird schreibgeschützt. Neukunden können seit dem 30. März 2026 kein Data Center mehr kaufen, Bestandskunden können bis zum 30. März 2028 neue Abonnements, Apps und Erweiterungen kaufen.

Die Daten bleiben lesbar, neue Inhalte und neue Aktionen sind nicht mehr möglich. Sicherheitskorrekturen für kritische Lücken gibt es nur bis zum 28. März 2029. Atlassian rät ausdrücklich davon ab, eine schreibgeschützte Instanz danach mit Verbindung zum Internet zu betreiben, und empfiehlt eine Sicherung der Daten.

Regulär nicht. Verlängerungen sind weiterhin möglich, reichen aber nicht über den 28. März 2029 hinaus und werden anteilig berechnet. Eine erweiterte Wartung stellt Atlassian nur ausnahmsweise für bestimmte Kunden in Aussicht. Bedingungen und Preise dafür sind nicht veröffentlicht.

Nein. Für Confluence Server endete der Support am 15. Februar 2024. Confluence Data Center wird am 28. März 2029 schreibgeschützt. Wer heute noch Server betreibt, arbeitet bereits seit 2024 ohne Sicherheitsupdates.

Atlassian selbst bietet als Weg nach 2029 nur die Cloud an. Die Alternative ist ein selbst betriebenes Open-Source-Wiki wie XWiki, BookStack, Docmost oder Wiki.js, im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Betreiber in Deutschland. Welches System passt, hängt vor allem davon ab, ob Rechte, Seitenhistorie und Blogposts aus Confluence mitwandern müssen.

XWiki mit dem kostenpflichtigen Confluence Migration Toolkit oder dem freien Importer aus xwiki-contrib und Docmost ab der kostenpflichtigen Business-Stufe. BookStack hat keinen Confluence-Import. Wiki.js 2.x hat keinen, in der Beta von Wiki.js 3.0 ist der Menüpunkt als coming soon deaktiviert. In beiden Fällen läuft der Umzug über eigene Skripte und die API. Stand Oktober 2026.

Das hängt vom Exportweg ab. Space-Exporte enthalten keine Nutzer und Gruppen. Der HTML-Export enthält keine Blogposts und nur die Seiten, die der Exportierende sehen darf, die Seitenbeschränkungen selbst fehlen. Team Calendars sind in keinem XML-Export enthalten. Makros aus Marketplace-Apps haben im Zielsystem oft kein Gegenstück. Mit XWiki bleibt die Seitenhistorie erhalten, die Historie von Anhängen derzeit nicht.

Der Confluence Migrator Pro ist Teil des Confluence Migration Toolkit, das laut XWiki Store ab 2.140 Euro je Jahr für 25 Nutzer kostet (Stand Oktober 2026). In den XWiki-Plänen Business und Enterprise ist es enthalten. Eine Testversion mit begrenzter Seitenzahl gibt es. Daneben existiert ein freier Importer unter LGPL-2.1 im Projekt xwiki-contrib.

Ja. Confluence-Import, SSO mit SAML, OIDC oder LDAP, MFA und Seitenrechte gibt es erst ab Docmost Business. Die Stufe kostet 6 US-Dollar je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, mindestens 10 Nutzer (Stand Oktober 2026). Für 50 Nutzer sind das 3.600 US-Dollar Lizenz im Jahr.

Vor dem 30. März 2028. Danach lassen sich keine Data-Center-Lizenzen mehr erweitern, wer bis dahin wächst, steht ohne Spielraum da. Die Migration selbst muss vor dem 28. März 2029 abgeschlossen sein, weil Confluence Data Center dann schreibgeschützt ist.

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Co-Founder & CEO

Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.

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