Sie suchen eine KI-Plattform, bei der Daten, Instanz und Verträge in Ihrer Hand bleiben? Die WZ-IT KI-Plattform läuft als eigene Instanz auf eigener Domain, mit in Deutschland bei deutschen Anbietern betriebenen Modellen und der §203-Zusatzvereinbarung ab dem kleinsten Paket. Erstgespräch vereinbaren
Wer eine KI-Plattform für das ganze Team sucht, findet Dutzende Anbieter mit ähnlichen Versprechen: DSGVO-konform, Server in Deutschland, alle Modelle. Die Unterschiede liegen tiefer, und genau dort entscheidet sich die Compliance: Teilen sich viele Kunden eine Plattform, oder bekommt jede Organisation eine eigene Instanz? Welche US-Konzerne verarbeiten die Eingaben, auch wenn die Datenbank in Frankfurt steht? Gibt es eine Vereinbarung nach §203 StGB, und ab welchem Plan?
Dieser Vergleich legt zehn KI-Plattformen deutscher Anbieter nebeneinander, mit Angaben aus den Preisseiten, Auftragsverarbeitungsverträgen und Trust Centern der Anbieter. WZ-IT bietet selbst eine KI-Plattform an und steht deshalb mit in der Tabelle. Alle Angaben Stand 14. Oktober 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Was eine KI-Plattform ist
- Die Anbieter im Überblick
- Geteilte Plattform oder eigene Instanz
- Datenpfad: wo die Modelle laufen
- §203 StGB und Berufsrecht
- Was 25 Nutzer kosten
- Betriebsmodelle: gehostet, im eigenen Netz, vor Ort
- Checkliste für die Auswahl
- Verbreitete Irrtümer
- Stand und Methodik
- Unser Vorgehen bei WZ-IT
- Weiterführende Guides
Was eine KI-Plattform ist
Eine KI-Plattform ist die zentrale Oberfläche, über die eine Organisation generative KI nutzt: Chat mit mehreren Sprachmodellen, Fragen an eigene Dokumente (Wissensbasen), wiederverwendbare Assistenten, Anmeldung per SSO und Rechte je Gruppe. Der Unterschied zum einzelnen KI-Tool ist die Breite, der Unterschied zum privaten ChatGPT-Konto die Kontrolle: Die Organisation entscheidet, welche Modelle erlaubt sind, wer welche Daten sieht und welcher Vertrag gilt.
Für die Auswahl zählen deshalb weniger die Funktionen, die sich zwischen den Anbietern stark ähneln, als vier Fragen: Wie sind die Daten getrennt? Wer verarbeitet die Eingaben? Welche Verträge gibt es? Was kostet das für die eigene Nutzerzahl?
Die Anbieter im Überblick
| Anbieter | Gesellschaft, Sitz | Instanzmodell | Einstieg (netto) | §203-Vereinbarung | Modelle ohne US-Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| Langdock | Langdock GmbH, Berlin | geteilt; dediziert ab 2.000 Seats | 29,00 € je Nutzer und Monat, jährlich 23,20 € | Zusatzvereinbarung auf Anfrage | Mistral |
| Logicc | Logicc GmbH, Hamburg | geteilt; eigene Instanz im Enterprise-Plan | 29,90 € je Nutzer, jährlich 23,92 € | ab Plan Secure+ (49,90 €) | Mistral |
| meinGPT | SelectCode GmbH, Unterhaching | geteilt | 20 € je Nutzer plus Modellkosten | im Governance-Add-on (1,50 € je Nutzer) | Mistral, GPT-OSS 120B und Kimi über Nebius |
| nele.ai | GAL Digital GmbH, Hungen | geteilt | Credit-Pakete je Organisation ab 10 € | Abschnitt im AVV, ohne Aufpreis | Mistral |
| innoGPT | Inno KI GmbH, Vechta | geteilt | 25 € je Nutzer | §203-Lizenz ab 20 Lizenzen | Mistral, TensorX |
| DeutschlandGPT | DeutschlandGPT GmbH, Germering | geteilt | 24 € je Nutzer, jährlich 20 € | Berufsgeheimnisträger-Modus im Business-Plan | offene Modelle auf der Open Telekom Cloud, Mistral |
| kamium | Zweitag GmbH, Münster | dediziert im Azure-Tenant des Kunden | 750 € im Monat für 30 aktive User, jährlich 600 €, plus Azure | nicht erwähnt | keins genannt |
| CompanyGPT | innFactory AI Consulting GmbH, Rosenheim | dediziert im Cloud-Tenant des Kunden | 14.990 € einmalig, 399 € im Monat plus Infrastruktur | über Microsoft-Vereinbarung (Azure) | STACKIT-Variante: Llama, Gemma, GPT-OSS, Qwen |
| Alan | Comma Soft AG, Bonn | isolierte Instanz in der Open Telekom Cloud; On-Premise | 25 € je Nutzer im Jahresabo, mindestens 100 Nutzer | nicht erwähnt | Standard: Open-Weight-Modelle in Deutschland |
| plusKI | plusserver GmbH, Köln | private Instanz mit dedizierter GPU | 1.699 € im Monat, 12 Monate | nicht erwähnt | Open-Source-Modelle auf eigenen GPUs |
| WZ-IT KI-Plattform | Wevelsiep & Zins GbR (WZ-IT), Werl | eigene Instanz je Kunde auf eigener Domain; vor Ort möglich | 149,90 € im Monat mit 10 Nutzern inklusive, weitere je 14,90 € | §203-Zusatzvereinbarung ab dem kleinsten Paket | alle Modelle: gpt-oss-120b, Qwen, Ministral |
„Geteilt“ bedeutet: eine mandantenfähige Anwendung für alle Kunden, logisch getrennt. Die Belege je Zeile stehen in den folgenden Abschnitten und unter Quellen.
Geteilte Plattform oder eigene Instanz
Die meisten Plattformen sind mandantenfähige SaaS: Eine Anwendung und eine Datenbank für alle Kunden, die Trennung erfolgt in der Software. innoGPT trennt Workspaces laut eigener Sicherheitsseite per Row Level Security, Logicc ebenfalls über Row-Level Security, meinGPT über getrennte Schlüssel je Mandant. DeutschlandGPT schreibt im Trust Center ausdrücklich „Kein Betrieb im eigenen Rechenzentrum“.
Eine eigene Instanz gibt es bei diesen Anbietern nur in großen Plänen: Langdock bietet eine dedizierte Bereitstellung laut Security-Seite ab 2.000 Seats, die eigene Cloud oder On-Premise laut Doku ab 5.000 Nutzern. Logicc nennt „eigene Instanz, Standort Deutschland“ im Enterprise-Plan.
Getrennte Instanzen sind dagegen der Normalfall bei:
- kamium: dedizierte Instanz, „physisch getrennt“, im Azure-Tenant des Kunden.
- CompanyGPT: Installation im Cloud-Tenant des Kunden; innFactory schreibt „wir sind kein SaaS-Anbieter“ (Produktseite).
- Alan: „Isolierte Instanz in sicherer Umgebung in der Open Telekom Cloud“ (Preisseite).
- plusKI: private Instanz mit dedizierter GPU (Produktseite).
- WZ-IT KI-Plattform: eigene Instanz je Kunde auf eigener Domain, mit eigener Datenbank, eigenen Wissensbasen und Gruppen (KI-Plattform).
Warum das zählt: Bei einer eigenen Instanz betreffen Updates, Backups, Konfigurationsfehler und Rechte nur die eigene Organisation. Sie lässt sich so einrichten, dass sie nur aus dem eigenen Netz erreichbar ist, und sie lässt sich bei Vertragsende vollständig löschen oder übergeben. Bei einer geteilten Plattform hängt die Trennung allein an der Software des Anbieters.
Datenpfad: wo die Modelle laufen
„Hosting in Deutschland“ beschreibt meist den Speicherort der Plattform, nicht den Weg der Eingaben. Wer GPT, Claude oder Gemini anbietet, nutzt dafür Microsoft Azure, Google Cloud, AWS oder OpenAI. Diese Konzerne verarbeiten die Eingaben über ihre EU-Gesellschaften in europäischen Rechenzentren, bleiben als Teil von US-Konzernen aber dem US CLOUD Act unterworfen. Ein Beispiel für die Grenzen: Microsoft nimmt die Anthropic-Modelle in Copilot laut Dokumentation ausdrücklich von der EU Data Boundary aus.
| Anbieter | Plattform gehostet bei | US-Konzerne im Datenpfad laut AVV oder Subprozessorenliste |
|---|---|---|
| Langdock | Microsoft Azure, Frankfurt | Microsoft, Google, AWS, OpenAI (EU-Gesellschaften), Sentry, Cloudflare (AVV) |
| Logicc | Hetzner, Nürnberg und Falkenstein | Microsoft, Google, AWS, OpenAI (EU-Gesellschaften), Cloudflare Inc., Clerk Inc. mit Verarbeitung in den USA (AVV) |
| meinGPT | Hetzner, Nürnberg und Falkenstein | Microsoft, OpenAI, Google, AWS (EU-Gesellschaften); Drittland nur bei aktiver Wahl eines Nicht-EU-Modells (AVV) |
| nele.ai | Microsoft Azure Frankfurt, Hetzner, Scaleway | Anthropic PBC, Brave Software Inc., ElevenLabs Inc.; Microsoft, OpenAI, Google über EU-Gesellschaften (AVV) |
| innoGPT | AWS Frankfurt, mit §203-Lizenz Berlin | u. a. AWS, Google Cloud, Microsoft Azure, OpenAI, Vercel, Supabase (Trust Center) |
| DeutschlandGPT | Open Telekom Cloud, Magdeburg und Biere | Microsoft, AWS, Google, OpenAI (EU-Gesellschaften), Sentry (Trust Center) |
| kamium | Azure-Tenant des Kunden, EU | Microsoft, optional Google und AWS (Preise) |
| CompanyGPT | Tenant des Kunden: Azure, STACKIT, AWS oder Google Cloud | je nach Wahl Microsoft, Google, AWS, Perplexity (Produktseite) |
| Alan | Open Telekom Cloud | im Standard keiner; optional Performance-Modus mit US-Modellen und Websuche über Brave (Datenschutz) |
| plusKI | plusserver-Rechenzentren in Deutschland | in der öffentlichen Subunternehmerliste keiner (Liste) |
| WZ-IT KI-Plattform | eigene Instanz bei Hetzner, Deutschland | keiner; bei aktivierter Websuche gehen nur Suchbegriffe ohne Personenbezug an Suchmaschinen |
Wer Berufs- oder Amtsgeheimnisse verarbeitet, sollte deshalb nicht nach dem Serverstandort fragen, sondern nach der Liste der Unterauftragsverarbeiter und danach, welche Modelle auf dieser Liste ohne US-Konzern auskommen. Bei den meisten SaaS-Plattformen sind das die Modelle von Mistral AI, bei Alan, plusKI und der WZ-IT KI-Plattform alle Standardmodelle.
§203 StGB und Berufsrecht
Wer als Anwalt, Steuerberater, Notar, Wirtschaftsprüfer oder Amtsträger einen Dienstleister einbindet, macht sich nur dann nicht strafbar, wenn dieser zur Geheimhaltung verpflichtet ist (§203 Abs. 3 und 4 StGB). Das Berufsrecht legt den Mindestinhalt fest, gleichlautend in §43e BRAO, §62a StBerG, §26a BNotO und §50a WPO:
- ein Vertrag in Textform,
- Verschwiegenheitspflicht mit Belehrung über die strafrechtlichen Folgen,
- Kenntnisnahme nur, soweit die Leistung es erfordert,
- eine Regelung, ob Unterauftragnehmer eingesetzt werden, und deren Verpflichtung in Textform.
Ein AVV nach Art. 28 DSGVO allein reicht dafür nicht. So gehen die Anbieter damit um:
| Anbieter | §203-Vereinbarung | Ab welchem Plan | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| Langdock | Zusatzvereinbarung für Berufsgeheimnisträger im Trust Center, Zugang auf Anfrage | nicht öffentlich | nicht öffentlich |
| Logicc | Vereinbarung nach §203 StGB, in der App unterschreibbar | Secure+, Max, Enterprise | Secure+ kostet 49,90 € statt 29,90 € je Nutzer |
| meinGPT | „gesonderte Verschwiegenheitsverpflichtung“ (Preisseite) | mit Governance-Add-on | 1,50 € je Nutzer und Monat |
| nele.ai | Abschnitt „Wahrung des Berufsgeheimnisses“ im AVV | alle | keiner |
| innoGPT | Verschwiegenheitsverpflichtung nach §203 Abs. 4 StGB mit der §203-Lizenz | ab 20 Lizenzen, nach Prüfung | keiner (25 € je Nutzer) |
| DeutschlandGPT | Berufsgeheimnisträger-Modus, nennt §43e BRAO, §62a StBerG, §50a WPO, §26a BNotO (Lösungsseite) | Business | keiner |
| CompanyGPT | Grundlage ist die §203-Zusatzvereinbarung von Microsoft für Azure (Produktseite) | – | nicht öffentlich |
| kamium, Alan, plusKI | nicht erwähnt | – | – |
| WZ-IT KI-Plattform | §203-Zusatzvereinbarung, dieselbe Vereinbarung mit Rechenzentrum und KI-Hosting (KI-Plattform) | ab dem kleinsten Paket (Start) | keiner |
Zwei Details übersehen viele: Bei innoGPT ist die kostenlose Testphase ausdrücklich nicht §203-konform, und auch bei WZ-IT gilt die §203-Zusatzvereinbarung erst mit dem gebuchten Paket, nicht in der Testinstanz. Und die Vereinbarung mit dem Plattformanbieter deckt nur die Kette ab, die der Anbieter selbst verpflichtet hat. Wählt ein Nutzer ein Modell bei einem Hoster, der nicht einbezogen ist, fällt dieser Teil aus dem Schutz. Logicc blendet solche Modelle nach Abschluss der Vereinbarung deshalb aus (Hilfe).
Mehr zur Vertragskette steht im Artikel Was ist §203-Hosting?. Das ist keine Rechtsberatung.
Was 25 Nutzer kosten
Die Preismodelle sind kaum vergleichbar: je Nutzer, je aktivem Nutzer, je Organisation, nach Credits oder nach GPU. Die folgende Rechnung nimmt 25 Nutzer, monatliche Zahlung, öffentliche Listenpreise netto und den Plan, der eine §203-Vereinbarung enthält, wo es einen gibt.
| Anbieter | Rechnung | Monat, netto |
|---|---|---|
| WZ-IT KI-Plattform | Paket Team bis 25 Nutzer, eigene Instanz, §203 und SSO inklusive | 399,90 € |
| DeutschlandGPT | 25 × 24 € (Business, Berufsgeheimnisträger-Modus inklusive) | 600,00 € |
| innoGPT | 25 × 25 € (§203-Lizenz), SSO mit nicht beziffertem Aufpreis | 625,00 € |
| Langdock | 25 × 29,00 € (Business mit Modellen), §203-Konditionen nicht öffentlich | 725,00 € |
| meinGPT | 25 × (20 € Lizenz + 9 € Modellpauschale + 1,50 € Governance) | 762,50 € |
| CompanyGPT | 399 € Wartung plus Infrastruktur und Tokens laut Beispielen 500 bis 5.000 €, einmalig 14.990 € | ab ca. 900 € |
| kamium | 750 € für 30 aktive User plus ca. 150 € Azure und ca. 1 bis 3 € Tokens je User, keine §203-Vereinbarung erwähnt | ca. 925 bis 975 € |
| Logicc | 25 × 49,90 € (Secure+ mit §203); ohne §203 im Plan Business 747,50 € | 1.247,50 € |
| plusKI | Instanz mit NVIDIA L4, Nutzerzahl nicht begrenzt angegeben, 12 Monate Laufzeit | 1.699,00 € |
| Alan | Jahresabo, mindestens 100 Nutzer à 25 € | ab 2.500,00 € |
| nele.ai | nutzungsabhängig über Credits, nicht je Nutzer | – |
Bei jährlicher Zahlung sinken die Preise bei Langdock, Logicc, DeutschlandGPT und meinGPT um 10 bis 20 Prozent. Nicht enthalten sind Einrichtungsgebühren (kamium, CompanyGPT, optional WZ-IT), SSO-Aufpreise und nutzungsabhängige Zusatzfunktionen. Die Rechnung ersetzt kein Angebot, zeigt aber, dass „ab 20 € je Nutzer“ bei §203-Anforderungen selten der tatsächliche Preis ist.
Betriebsmodelle: gehostet, im eigenen Netz, vor Ort
Neben der SaaS-Frage gibt es eine zweite: Wo soll die Plattform laufen, und wo die Modelle? Die Anbieter decken unterschiedliche Stufen ab:
| Stufe | Was läuft wo | Beispiele |
|---|---|---|
| Geteilte SaaS | Plattform beim Anbieter, gemeinsam mit anderen Kunden | Langdock, Logicc, meinGPT, nele.ai, innoGPT, DeutschlandGPT |
| Eigene Instanz in der Cloud | getrennte Installation je Kunde beim Anbieter oder im Kunden-Tenant | kamium, CompanyGPT, Alan, plusKI, WZ-IT KI-Plattform |
| Eigene Instanz, abgeschottet | erreichbar nur aus dem eigenen Netz oder per VPN | WZ-IT KI-Plattform auf Wunsch |
| Plattform vor Ort, Modelle aus der Cloud | Oberfläche, Chats und Wissensbasen im eigenen Haus | WZ-IT auf der App Node |
| Plattform und Modelle vor Ort | keine Anfrage verlässt das eigene Netz | Alan Edge, WZ-IT mit dem AI Cube, Langdock ab 5.000 Nutzern |
Für Gesundheitsdaten ist die letzte Stufe oft die einzige praktikable: Cloud-Dienste für Gesundheits- und Sozialdaten setzen nach §393 SGB V ein C5-Testat voraus. Einen Vergleich der Wege mit eigener Hardware bietet der Artikel On-Premise-KI-Lösungen 2026.
Checkliste für die Auswahl
Diese Fragen sollte jeder Anbieter schriftlich beantworten können:
- Instanz: Läuft unsere Organisation in einer eigenen Installation mit eigener Datenbank oder in einer geteilten Anwendung?
- Unterauftragsverarbeiter: Welche Unternehmen stehen im AVV, mit Sitz des Konzerns und Ort der Verarbeitung?
- Modelle: Welche Modelle kommen ohne US-Konzern aus, und lassen sich die anderen für einzelne Gruppen sperren?
- §203: Gibt es eine Vereinbarung mit den vier Pflichtinhalten, ab welchem Plan, und gilt sie bis zum Modellanbieter?
- Test: Gilt die Vereinbarung schon in der Testphase, oder nur mit unkritischen Daten testen?
- Kosten: Was kostet unsere Nutzerzahl im Plan mit §203 und SSO, monatlich und jährlich?
- Netz: Lässt sich die Plattform auf das eigene Netz oder VPN beschränken?
- Ausstieg: Wie werden Daten bei Vertragsende gelöscht oder übergeben, und in welchem Format?
Verbreitete Irrtümer
„Server in Deutschland heißt: kein US-Anbieter.“ Die meisten Plattformen speichern in Deutschland, lassen GPT, Claude und Gemini aber über Microsoft, Google, AWS oder OpenAI laufen. Entscheidend ist die Subprozessorenliste, nicht der Speicherort.
„DSGVO-konform ist eine Eigenschaft der Plattform.“ Die Plattform liefert Bausteine wie AVV, Speicherort und Rechteverwaltung. Ob der Einsatz DSGVO-konform ist, hängt von Daten, Zweck und Rechtsgrundlage der eigenen Organisation ab.
„Ein AVV reicht für Mandantendaten.“ Für Berufsgeheimnisse braucht es zusätzlich die Verpflichtung nach §203 StGB und Berufsrecht, in Textform und mit allen Unterauftragnehmern.
„Mandantenfähig ist dasselbe wie eine eigene Instanz.“ Eine logisch getrennte Datenbank für alle Kunden ist keine eigene Installation. Den Unterschied merkt man bei Updates, Fehlkonfigurationen, Netzbeschränkung und Löschung.
„Mehr Modelle sind besser.“ Jedes zusätzliche Modell bringt einen weiteren Anbieter in den Datenpfad. Für die meisten Aufgaben reichen wenige gute Modelle, die vertraglich sauber eingebunden sind.
Stand und Methodik
- Stand: 14. Oktober 2026. Preise, Modelle und Verträge ändern sich häufig; maßgeblich ist die Seite des Anbieters.
- Auswahl: Plattformen für Teams (Chat, Wissensbasen, Assistenten) von Gesellschaften mit Sitz in Deutschland (GmbH oder AG), dazu WZ-IT. Nicht aufgenommen: Zive, weil es seit April 2026 zu Docebo gehört und nicht mehr eigenständig angeboten wird, und 506.ai, weil die Gesellschaft ihren Sitz in Linz (Österreich) hat.
- Quellen: ausschließlich Seiten der Anbieter: Preisseiten und Preisrechner, Impressum, AVV und Subprozessorenlisten, Trust Center, Dokumentation. Wo Angaben sich widersprechen, gilt die verbindlichere Quelle (AVV vor Werbeseite).
- Preise: netto, monatliche Zahlung, Listenpreis ohne Rabatte. Bei Langdock zeigt der Preisrechner 29,00 € (22 € plus 7 € für Modelle), einzelne Seitentexte nennen noch 25 €.
- Nicht bewertet: Antwortqualität und Bedienung. Die Funktionen ähneln sich stark und lassen sich in einer Testphase besser prüfen als in einer Tabelle.
- Transparenz: WZ-IT ist Anbieter der WZ-IT KI-Plattform. Fehler oder geänderte Angaben bitte an uns melden, wir aktualisieren die Tabelle.
Unser Vorgehen bei WZ-IT
Die WZ-IT KI-Plattform ist für Organisationen gebaut, bei denen Compliance und Datenhaltung den Ausschlag geben:
- Keine geteilte SaaS: Jede Organisation erhält eine eigene Instanz auf eigener Domain, mit eigener Datenbank, eigenen Wissensbasen und Gruppen.
- Modelle in Deutschland bei deutschen Anbietern: gpt-oss-120b, Qwen und Ministral laufen bei einem deutschen KI-Hosting-Anbieter in Deutschland, ohne US-Anbieter und ohne Training mit Eingaben.
- Vertragskette: AVV mit technischen und organisatorischen Maßnahmen und §203-Zusatzvereinbarung ab dem kleinsten Paket, dieselbe Zusatzvereinbarung mit Rechenzentrum und KI-Hosting.
- Betrieb nach Vorgabe: gehostet in Deutschland, auf Wunsch nur aus dem eigenen Netz oder per VPN erreichbar, auf einer App Node vor Ort oder mit lokalen Modellen auf dem AI Cube.
- Oberfläche: Open WebUI mit Websuche, Wissensbasen, Assistenten, Diktat und SSO, Paketpreise je Organisation statt je Lizenz.
Für Kanzleien, Steuerberatung, Notariate und Prüfungspraxen gibt es eigene Seiten mit den berufsrechtlichen Details, etwa KI für Anwälte und KI für Steuerberater.
Weiterführende Guides
- Lokale KI oder ChatGPT Business? Kosten, Kontrolle und Einsatz im Vergleich
- On-Premise-KI-Lösungen 2026: sechs Wege für Unternehmen im Vergleich
- Lokale KI für Anwaltskanzleien: §43e BRAO, §203 StGB und der RAG-Weg
- Open WebUI Lizenz 2026: Was die Branding-Klausel für Unternehmen bedeutet
- Was ist §203-Hosting?
- WZ-IT KI-Plattform: eigene Instanz, Modelle in Deutschland bei deutschen Anbietern
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Quellen
- Langdock: Preise und Preisrechner
- Langdock: Security und Bereitstellungsarten
- Langdock: Doku Pricing und Bereitstellung
- Langdock: Rechtliche Dokumente und Zusatzvereinbarung
- Langdock: Auftragsverarbeitungsvertrag
- Logicc: Preise
- Logicc: Sicherheit
- Logicc: Vereinbarungen nach §203 StGB
- Logicc: Auftragsverarbeitungsvertrag mit Subprozessoren
- meinGPT: Preise
- meinGPT: Sicherheit
- meinGPT: Auftragsverarbeitungsvertrag v2.0.1
- nele.ai: Preise
- nele.ai: Auftragsverarbeitungsvertrag
- innoGPT: Preise und §203-Lizenz
- innoGPT: Datenschutz und Sicherheit
- innoGPT: Trust Center
- DeutschlandGPT: Preise
- DeutschlandGPT: Trust Center
- DeutschlandGPT: Lösung für Berufsgeheimnisträger
- kamium: Preise
- kamium: Vergleich mit Langdock (Instanzmodell)
- innFactory: CompanyGPT
- Alan: Preise
- Alan: Datenschutzhinweise der Plattform
- plusserver: plusKI
- plusserver: Subunternehmerliste
- Docebo: Zive ist Teil von Docebo
- §203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen
- §43e BRAO: Inanspruchnahme von Dienstleistungen
- §62a StBerG: Inanspruchnahme von Dienstleistungen
- 18 U.S. Code § 2713 (CLOUD Act)
- Microsoft: Datenschutz und EU Data Boundary bei Microsoft 365 Copilot












