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openDesk-Partnerprogramm: was es für KMU bedeutet

Timo Wevelsiep
Timo Wevelsiep
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#openDesk #ZenDiS #Nextcloud #OpenSource #Souveränität #Microsoft365

Hinweis zum Inhalt: Die Informationen in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zusammengestellt. Technische Details, Preise, Versionen, Lizenzmodelle und externe Inhalte können sich ändern. Bitte prüfen Sie die genannten Angaben eigenständig, insbesondere vor geschäftskritischen oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

openDesk-Partnerprogramm: was es für KMU bedeutet

Souveräner Arbeitsplatz ohne Microsoft 365? WZ-IT betreibt Nextcloud, Chat, Videokonferenz, Wiki, Projektmanagement und Single Sign-on als Managed Open Source in Deutschland, siehe Nextcloud Managed Hosting. Termin vereinbaren

Am 23. September 2026 hat das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) ein Partnerprogramm für openDesk gestartet. Die Office- und Kollaborationssuite des Bundes war bisher vor allem ein Thema für Behörden. Jetzt können erstmals auch privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene Angebote auf Basis der openDesk Enterprise Edition aufbauen (ZenDiS-Pressemeldung).

Für kleine und mittlere Unternehmen stellt sich damit die Frage, ob openDesk eine realistische Alternative zu Microsoft 365 wird und über welchen Weg sie die Suite beziehen könnten. Dieser Beitrag fasst zusammen, was openDesk technisch ist, wie das Partnerprogramm aufgebaut ist, welche Anforderungen und Kosten in den veröffentlichten Unterlagen stehen und wann ein selbst zusammengestellter Stack aus einzelnen Open-Source-Anwendungen besser passt. Alle Angaben haben den Stand September 2026.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was openDesk ist
  2. Das Partnerprogramm im Überblick
  3. Anforderungen und Kosten für Approved Partner
  4. Community Edition und Enterprise Edition
  5. Was das Programm für KMU bedeutet
  6. Technische Voraussetzungen für den Eigenbetrieb
  7. Wann ein selbst zusammengestellter Stack passt
  8. Unser Vorgehen bei WZ-IT
  9. Weiterführende Guides

Was openDesk ist

openDesk ist eine webbasierte Office- und Kollaborationssuite, die das ZenDiS im Auftrag des Bundes entwickelt und seit Oktober 2024 am Markt anbietet. Das ZenDiS ist eine GmbH in hundertprozentigem Bundesbesitz mit Sitz in Bochum, die Beteiligungsführung liegt beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (ZenDiS).

openDesk ist kein neu entwickeltes Produkt, sondern eine Integration etablierter Open-Source-Anwendungen hinter einem gemeinsamen Portal mit zentraler Benutzerverwaltung und Single Sign-on. Die Komponenten laut Deployment-Repository auf openCode:

Funktion Komponente Lizenz Version in openDesk 1.18.2
Dateiablage Nextcloud AGPL-3.0-or-later 33.0.9
Groupware (Mail, Kalender, Kontakte) OX App Suite (Open-Xchange) GPL-2.0 (Backend), AGPL-3.0 (Frontend) 8.51
Office im Browser Collabora Online MPL-2.0 26.04.2
Chat Element mit Nordeck-Widgets AGPL-3.0, Apache-2.0 1.12.18
Videokonferenz Jitsi Apache-2.0 2.0.11146
Projektmanagement OpenProject GPL-3.0-only 17.7.2
Wissensmanagement XWiki LGPL-2.1-or-later 17.10.9
Notizen Notes (Docs) MIT 4.4.0
Diagramme CryptPad mit diagrams.net AGPL-3.0-only 2026.5.1
Portal und Identitäten Nubus (Univention) AGPL-3.0-or-later 1.21.0

Das Deployment selbst (Helmfile und Helm-Charts) steht unter Apache-2.0. Releases erscheinen monatlich als Minor-Version, Major-Versionen einmal jährlich im dritten Quartal (Release-Management). Die Version 1.18 vom 19. August 2026 brachte unter anderem geteilte Postfächer und den Wechsel auf Nextcloud 33 (openDesk 1.18).

Mehrere dieser Anwendungen gibt es auch einzeln: Nextcloud, Element auf Basis von Matrix, Jitsi, OpenProject und XWiki. Das ist für die spätere Entscheidung wichtig.

Das Partnerprogramm im Überblick

ZenDiS begründet das Programm mit der Nachfrage aus Verwaltung und Privatwirtschaft und dem Ziel, den Rollout zu beschleunigen (openDesk Blog). Da das ZenDiS dem Bund gehört, werden Partner über ein offizielles Zulassungsverfahren gesucht, ein sogenanntes Open-House-Verfahren: Jeder Antragsteller, der die Kriterien erfüllt, wird zu einheitlichen, nicht verhandelbaren Bedingungen zugelassen, eine Auswahl zwischen Bewerbern findet nicht statt (Partnerseite).

Kategorie Rolle Kernanforderung Zulassungsverfahren
Official Distributor Value-Add-Distributor, liefert Subskriptionen an Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister, betreut Reseller nachgewiesene Erfahrung in der Vermarktung von Open-Source-Lösungen ja
Approved Sovereign Service Provider (ASSP) betreibt openDesk als SaaS in eigener Cloud u. a. BSI-C5-Testat und SEAL-Stufe 3 des European Cloud Sovereignty Frameworks ja
Approved System Integrator (ASI) Full-Service-Dienstleister für Aufbau und Betrieb (On-Premises, Managed Service) Open-Source- und Kubernetes-Kompetenz, openDesk-Erfahrung ja
Reseller IT-Dienstleister mit Angeboten auf Basis der Enterprise Edition keine herausgehobenen Kriterien, Betreuung über einen Distributor nein

Weitere Eckdaten aus den Verfahrensunterlagen:

  • Frist: Das Verfahren ist zunächst bis zum 31. Januar 2027 geöffnet.
  • Weitere Kategorien: ZenDiS plant in den kommenden Wochen zusätzliche Kategorien, darunter Approved Consulting Partner (ZenDiS-Pressemeldung).
  • Rolle von ZenDiS: ZenDiS tritt gegenüber gewerblichen Endkunden nicht selbst als Anbieter auf. Vertrieb, Einrichtung, Betrieb und Support erbringen die nachgelagerten IT-Partner, die als einzige Stufe in direkter Vertragsbeziehung zum Endkunden stehen.
  • Lizenzfluss: Distributoren beziehen die Komponentenlizenzen nach einer einheitlichen Preisliste direkt bei den Herstellern und zahlen an ZenDiS ein nutzungsabhängiges Entgelt für die openDesk-Integrationsschicht, abgerechnet quartalsweise.
  • Öffentliche Verwaltung: Behörden behalten ausschreibungsfreie Bezugswege, etwa über die Genossenschaft govdigital.

Die Fachpresse hat das Programm als Öffnung für private Cloud-Anbieter eingeordnet (cloudmagazin).

Anforderungen und Kosten für Approved Partner

Die Mustervereinbarungen für ASI und ASSP sind auf der Partnerseite als Download veröffentlicht. Sie zeigen, wie hoch die Hürden für die beiden Approved-Kategorien liegen.

Kriterium Approved System Integrator Approved Sovereign Service Provider
Jährliches Entgelt an ZenDiS 18.000 EUR zzgl. USt. 18.000 EUR zzgl. USt.
Mindestlaufzeit 2 Jahre, danach jährliche Verlängerung 2 Jahre, danach jährliche Verlängerung
Personal und Zertifikate mind. 5 LPIC-3, mind. 5 CKA/CKAD/CKS, mind. 5 Mitarbeitende mit 3 Jahren produktiver Kubernetes-Erfahrung Zertifizierung „CNCF Certified Kubernetes - Hosted"
openDesk-Erfahrung mind. 5 Projekte mit drei- bzw. vierstelliger Nutzerzahl oder Mitarbeit an Referenzimplementierungen mind. 5 Projekte oder Betrieb in Hochsicherheitsumgebung
Managementsysteme ISO/IEC 20000-1 oder gleichwertig, ISMS nach ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz (entfällt bei Betrieb beim Kunden), NIS-2-Compliance ISO/IEC 20000-1, ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, ISO/IEC 27017, ISO 9001 (jeweils oder gleichwertig, außer ISO 27001), NIS-2-Compliance
Cloud-Nachweise keine BSI C5 Typ 2 (oder vergleichbar, z. B. SecNumCloud), SEAL-3 per Selbstbewertung
Verfügbarkeit keine Vorgabe mind. 99,9 % im Monatsmittel
Support Deutsch, 8x5, bei kritischen Diensten 24x7 mit Erstreaktion in 30 Minuten Deutsch, 9x5, 24x7 für geschäftskritische Dienste
Datenstandort EWR oder Schweiz Rechenzentren in Deutschland oder im EWR, auch für Backup
Haftpflicht mind. 1 Mio. EUR je Versicherungsfall mind. 1 Mio. EUR je Versicherungsfall

Zwei Punkte sind für Kunden wichtig. Erstens räumen die ASI- und ASSP-Vereinbarungen ausschließlich das Recht ein, die jeweilige Bezeichnung im Vertrieb zu führen. Nutzungsrechte an der Software sind nicht Gegenstand; die Lizenzen bezieht der Partner über einen Distributor, in dessen Netz er eingebunden sein muss. Zweitens lassen die Kriterien erwarten, dass die Approved-Kategorien vor allem von größeren Systemhäusern und Cloud-Anbietern besetzt werden, die bereits für die öffentliche Verwaltung arbeiten. Das jährliche Entgelt und die Lizenzkosten fließen in deren Angebote ein.

Community Edition und Enterprise Edition

openDesk gibt es in zwei Editionen. Die Unterschiede beschreibt die Enterprise-Dokumentation im Repository:

Aspekt Community Edition (CE) Enterprise Edition (EE)
Kosten kostenfrei Subskription, Preise auf Anfrage
Lizenzen der Kernkomponenten Open Source dieselben Open-Source-Lizenzen
Proprietäre Module keine u. a. Collabora-Branding und Lastskalierung, Element-Admin-Werkzeuge, Nextcloud Guard und Enterprise-Patches, OX- und Dovecot-Pro-Module
Bezug öffentliche Images und Charts auf openCode eigene Registry und Lizenzdatei
Support Community über openCode, kein SLA SLA-gestützter Support, 2nd und 3rd Level
Zielgröße laut ZenDiS kleinere Einrichtungen, erste Erfahrungen große Organisationen mit über 500 Anwendern

Die Angabe zur Zielgröße stammt von der Seite Betriebsmodelle. Laut dieser Seite bietet die Community Edition dieselbe Funktionalität wie die Enterprise Edition, jedoch ohne Herstellersupport.

Ein Detail mit praktischer Wirkung: Sicherheitspatches, die Nextcloud ausschließlich für die Enterprise-Version veröffentlicht, gibt es in openDesk nur in der Enterprise Edition. openDesk wechselt außerdem erst auf eine neue Nextcloud-Hauptversion, wenn die zugehörige Nextcloud-Enterprise-Version verfügbar ist. Deshalb läuft openDesk 1.18 auf Nextcloud 33, während Nextcloud selbst schon weiter ist (siehe Nextcloud 35 Update).

Was das Programm für KMU bedeutet

Das Partnerprogramm schafft einen Bezugsweg für Unternehmen, die openDesk Enterprise nutzen wollen. Für kleine und mittlere Unternehmen ergeben sich daraus vier Punkte:

Frage Stand September 2026
Kann ein KMU openDesk Enterprise heute kaufen? Noch nicht über das Programm. Die ersten Distributoren durchlaufen das Zulassungsverfahren, die Partnerliste ist leer. Reseller-Angebote setzen zugelassene Distributoren voraus.
Wer wird Ansprechpartner? Ein IT-Partner (Reseller, ASI oder ASSP). ZenDiS selbst schließt keine Verträge mit gewerblichen Endkunden.
Was kostet es? Unbekannt. Die Distributor-Preisliste ist vertraulich.
Passt die Enterprise Edition zur Unternehmensgröße? ZenDiS beschreibt sie für über 500 Anwender. Wie Partner kleinere Umgebungen paketieren, ist offen.

Wer eine ausgereifte Alternative zu Microsoft 365 aus einer Hand sucht, bekommt mit openDesk eine integrierte Oberfläche mit einem Login für alle Anwendungen. Dem stehen offene Punkte gegenüber, die sich erst mit den ersten Angeboten klären: Preise, Mindestabnahmen, Vertragslaufzeiten und die Frage, ob ein Partner auch Umgebungen mit 30 oder 80 Nutzern wirtschaftlich anbietet.

Laut openDesk-FAQ gibt es außerdem funktionale Grenzen, die für Unternehmen relevant sein können:

  • Eine revisionssichere Archivierung ist derzeit nicht Bestandteil, die Anbindung an Dokumentenmanagement-Systeme ist geplant.
  • Fachverfahren sind noch nicht angebunden. Das betrifft die Verwaltung, zeigt aber, dass Integrationen in bestehende Unternehmenssoftware im Einzelfall zu prüfen sind.
  • Für Exchange-Umgebungen werden Migrationspfade zu Open-Xchange angeboten. Für Nextcloud, Element und Collabora gibt es Desktop- und Mobile-Apps.

Technische Voraussetzungen für den Eigenbetrieb

Die Community Edition ist für Unternehmen der direkte Weg, openDesk ohne Partner zu nutzen. Die Anforderungen sind allerdings auf Rechenzentrumsbetrieb ausgelegt:

Bereich Anforderung laut Dokumentation
Plattform ausschließlich Kubernetes, CNCF-zertifizierte Distribution ab 1.24, getestet mit kubespray
Hardware (Evaluierung) mind. 12 CPU-Kerne x86, 32 GB RAM, ARM nicht unterstützt
Werkzeuge Helm ab 3.17.3 (unter 4.x), Helmfile ab 1.0.0, Helm Diff, yq
Netzwerk Ingress-Controller (HAProxy Ingress oder ingress-nginx), TCP- und UDP-Ports für Element-Anrufe
Speicher ReadWriteOnce-Provisioner, für Skalierung auch ReadWriteMany
Produktion eigene, produktionsreife Datenbanken, Objektspeicher und Cache statt der mitgelieferten Dienste
Updates nur die jeweils aktuelle Minor-Version wird unterstützt; Minor-Versionen können Breaking Changes enthalten

Für den laufenden Betrieb bedeutet das: monatliche Updates über zehn Anwendungen hinweg, mit Migrationsschritten, die in den Release Notes angekündigt werden. Wer bisher keine Kubernetes-Plattform betreibt, baut mit openDesk zuerst eine solche Plattform auf. Ob das für die eigene Größe sinnvoll ist, behandelt der Artikel Brauchen wir Kubernetes?.

Ein aktuelles Beispiel für den Betriebsaufwand: Am 23. September 2026 meldete ZenDiS, dass die Schlüssel zur Signierung von Container-Images und Helm-Charts bei einer CI-Umstellung versehentlich öffentlich wurden. Betroffen sind alle Versionen vor 1.19.0. Kompromittierungen sind laut ZenDiS nicht bekannt. Betreiber sollen openDesk bis dahin nicht über Drittanbieter beziehen und sofort aktualisieren, sobald 1.19.0 erscheint (Sicherheitsmeldung). Stand Ende September 2026 ist 1.19.0 noch nicht veröffentlicht, die aktuellen Releases sind 1.18.2 und 1.17.4 (Releases). Wer openDesk selbst betreibt, muss solche Meldungen verfolgen und Signaturprüfungen anpassen.

Wann ein selbst zusammengestellter Stack passt

openDesk bündelt Anwendungen, die es auch einzeln gibt. Für viele KMU ist die Frage deshalb nicht „openDesk oder Microsoft 365", sondern „integrierte Suite oder ausgewählte Einzelanwendungen".

Kriterium openDesk (Enterprise über Partner) Stack aus Einzelanwendungen
Oberfläche ein Portal, ein Login, abgestimmte Navigation Single Sign-on über einen Identity Provider, getrennte Oberflächen
Umfang festes Paket mit zehn Komponenten nur die benötigten Anwendungen
Plattform Kubernetes je nach Anwendung VM, Container oder Kubernetes
Update-Takt monatlich, durch ZenDiS vorgegeben je Anwendung planbar
Komponentenwahl durch ZenDiS festgelegt frei, z. B. Mattermost statt Element oder ein anderer Mailserver
Bezug für KMU abhängig von Partnerangeboten, Stand September 2026 noch keine über Hersteller, Dienstleister oder Eigenbetrieb

Ein selbst zusammengestellter Stack passt, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Nur ein Teil wird gebraucht. Viele Unternehmen beginnen mit Dateiablage und Office im Browser. Nextcloud mit einer Office-Komponente deckt das ab, die Wahl zwischen Nextcloud und Alternativen behandelt der Vergleich der Dateiablagen.
  • Bestehende Werkzeuge sollen bleiben. Wer bereits Mattermost, ein Wiki oder ein Ticketsystem nutzt, ersetzt nicht alles auf einmal.
  • Die Nutzerzahl liegt deutlich unter 500. Ein Stack aus wenigen Anwendungen auf virtuellen Maschinen ist dann oft leichter zu betreiben als ein Kubernetes-Cluster.
  • Eigene Komponenten sind gesetzt. Beispiele: ein eigener Mailserver (siehe Mailcow, Stalwart oder Mailu), ein bestimmtes Wiki (siehe Unternehmenswiki im Vergleich) oder ein Projektwerkzeug (siehe Jira-Alternativen).

openDesk passt eher, wenn eine Organisation mehrere hundert Nutzer hat, eine einheitliche Oberfläche wichtiger ist als die freie Komponentenwahl und ein Partner mit Enterprise-Support verfügbar ist. Für Organisationen, die mit Behörden eng zusammenarbeiten, kann die Kompatibilität mit deren openDesk-Umgebung zusätzlich ein Argument sein, etwa bei föderiertem Chat über Element.

Der verbindende Baustein eines Einzelstacks ist der Identity Provider. Mit Keycloak oder Authentik melden sich Nutzer einmal an und erreichen alle Anwendungen; den Vergleich der Identity Provider zeigt der Beitrag Authentik vs. Zitadel.

Unser Vorgehen bei WZ-IT

WZ-IT betreibt die einzelnen Open-Source-Anwendungen, aus denen ein souveräner Arbeitsplatz besteht.

  1. Bestandsaufnahme. Nutzerzahl, heutige Werkzeuge, benötigte Funktionen, Schutzbedarf der Daten und Abhängigkeiten von Microsoft-Diensten.
  2. Einordnung. Abgleich, ob openDesk über einen Partner, die Community Edition im Eigenbetrieb oder ein Stack aus Einzelanwendungen zu den Anforderungen passt.
  3. Auswahl der Anwendungen. Für einen Einzelstack: Dateiablage, Office-Komponente, Chat, Videokonferenz, Wiki, Projektmanagement und Identity Provider passend zur Nutzung.
  4. Einrichtung und Migration. Installation in Deutschland, Single Sign-on, Datenübernahme aus bestehenden Systemen und geplanter Produktivgang.
  5. Betrieb. Updates, tägliche Backups, technisches Monitoring rund um die Uhr und Support als Managed Open Source ab 129,90 € netto/Monat je Workload. Notwendige Herstellerlizenzen weisen wir getrennt aus.

Wo mehrere Anwendungen auf einer Container-Plattform laufen sollen, kommt Kubernetes in Betracht. Für die meisten KMU-Umgebungen reichen einzelne, getrennt betriebene Instanzen.

Weiterführende Guides

openDesk abwarten oder jetzt mit Einzelanwendungen starten? Wir ordnen Ihre Anforderungen ein und betreiben Nextcloud, Chat, Videokonferenz, Wiki und Single Sign-on in Deutschland. Termin vereinbaren

Quellen

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Häufig gestellte Fragen

Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema

Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) hat am 23. September 2026 ein Partnerprogramm für openDesk gestartet. Erstmals können privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene Angebote auf Basis der openDesk Enterprise Edition aufbauen. Es gibt drei zugelassene Kategorien (Official Distributor, Approved Sovereign Service Provider, Approved System Integrator) und zusätzlich Reseller ohne Zulassungsverfahren.

Nein, nicht mehr ausschließlich. openDesk wurde für die öffentliche Verwaltung entwickelt, und der Fokus liegt laut ZenDiS weiter auf Bundesbehörden. Mit dem Partnerprogramm adressiert ZenDiS ausdrücklich auch den Bedarf in der Privatwirtschaft. Die Community Edition war schon vorher für jede Organisation frei nutzbar.

Für die Community Edition nicht. Sie steht kostenfrei auf openCode bereit und kann eigenverantwortlich betrieben werden, Support gibt es über die Community. Für die Enterprise Edition mit SLA-Support führt der Weg für Unternehmen künftig über die Partner aus dem Programm.

Stand Ende September 2026 nein. Die ersten Official Distributors durchlaufen laut opendesk.eu noch das Zulassungsverfahren, die Liste auf der Partnerseite ist leer. Reseller können erst Angebote machen, wenn Distributoren zugelassen sind. Das Verfahren ist zunächst bis zum 31. Januar 2027 geöffnet.

Öffentliche Preise gibt es nicht. Die Preisliste für Distributoren ist vertraulich und wird erst nach der Zulassungsprüfung bereitgestellt. Bekannt ist, dass Approved System Integrators und Approved Sovereign Service Provider an ZenDiS jährlich 18.000 Euro netto für das Kennzeichnungsrecht zahlen, bei zwei Jahren Mindestlaufzeit. Die Softwarelizenzen beziehen sie zusätzlich über einen Distributor.

Nicht im Sinne einer Produktzertifizierung. Die ASI- und ASSP-Vereinbarungen räumen ausschließlich das Recht ein, die jeweilige Bezeichnung im Vertrieb zu führen. Voraussetzung ist ein Kriterienkatalog mit Nachweisen, etwa zertifizierte Kubernetes-Engineers, ISO/IEC 20000-1 und openDesk-Referenzen. Nutzungsrechte an der Software sind nicht Gegenstand dieser Vereinbarungen.

Nein. openDesk ist laut Deployment-Dokumentation eine reine Kubernetes-Lösung und setzt einen zertifizierten Kubernetes-Cluster ab Version 1.24 voraus. Für eine Evaluierung nennt die Dokumentation mindestens 12 CPU-Kerne (x86, ARM wird nicht unterstützt) und 32 GB RAM. Für den produktiven Betrieb sind eigene, produktionsreife Datenbanken und Speicherdienste vorgesehen.

ZenDiS beschreibt die Enterprise Edition als konzipiert für große Organisationen mit über 500 Anwendern. Die Community Edition nennt ZenDiS für kleinere Einrichtungen und erste Erfahrungen. Für viele KMU liegt die Nutzerzahl damit unter der Zielgröße der Enterprise Edition.

Nicht in jedem Punkt. openDesk deckt E-Mail, Kalender, Dateien, Office im Browser, Chat, Videokonferenz, Wiki und Projektmanagement ab. Eine revisionssichere Archivierung ist laut openDesk-FAQ derzeit nicht enthalten, die Anbindung an Dokumentenmanagement-Systeme ist geplant. Fachanwendungen und Integrationen sind im Einzelfall zu prüfen.

Am 23. September 2026 hat ZenDiS gemeldet, dass die Schlüssel zur Signierung von Container-Images und Helm-Charts im Zuge einer CI-Umstellung versehentlich öffentlich wurden. Betroffen sind alle Versionen vor 1.19.0. Kompromittierungen sind ZenDiS nicht bekannt. Empfohlen wird, openDesk nicht über Drittanbieter zu beziehen und sofort auf 1.19.0 zu aktualisieren, sobald die Version erscheint.

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Co-Founder & CEO

Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.

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