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Microsoft-365-Alternative für Unternehmen: welche Open-Source-Bausteine Dateien, Office, Chat, Video und Mail ersetzen

Timo Wevelsiep
Timo Wevelsiep
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#Microsoft365 #OpenSource #Nextcloud #Matrix #Mattermost #DigitaleSouveränität

Hinweis zum Inhalt: Die Informationen in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zusammengestellt. Technische Details, Preise, Versionen, Lizenzmodelle und externe Inhalte können sich ändern. Bitte prüfen Sie die genannten Angaben eigenständig, insbesondere vor geschäftskritischen oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

Microsoft-365-Alternative für Unternehmen: welche Open-Source-Bausteine Dateien, Office, Chat, Video und Mail ersetzen

Sie wollen von Microsoft 365 weg, wissen aber noch nicht, womit? Die Auswahl Collaboration und Microsoft-365-Alternative von WZ-IT vergleicht die passenden Open-Source-Bausteine mit Ihren Anforderungen. Während der Auswahl probieren Sie alle Kandidaten in Demo-Instanzen selbst aus, das Ergebnis ist eine Entscheidungsvorlage, ab 3.900 € netto. Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Wer nach einer Microsoft-365-Alternative für Unternehmen sucht, findet vor allem Listen mit Einzelprodukten. Die Listen beantworten die eigentliche Frage nicht: Microsoft 365 ist kein Programm, sondern ein Bündel aus Mail, Dateiablage, Office, Chat, Videokonferenz und Anmeldung, die eng miteinander verzahnt sind. Eine Open-Source-Alternative entsteht deshalb aus mehreren Bausteinen, die gemeinsam ausgewählt, verbunden und betrieben werden.

Dieser Leitfaden ordnet die Bausteine je Funktion ein, nennt die Lizenz- und Editionsgrenzen mit Zahlen aus den Herstellerquellen, zeigt, was sich aus SharePoint, OneDrive, Teams und Exchange übernehmen lässt und was nicht, und fasst die Fakten zu Datenschutz und Souveränität zusammen. Stand Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze:

  1. Kein einzelnes Open-Source-Produkt ersetzt Microsoft 365. Ersetzt werden Funktionen, jeweils mit einem passenden Baustein.
  2. Viele Open-Source-Produkte haben eine freie und eine kostenpflichtige Edition. Die Grenzen liegen oft bei Anmeldung, Nutzerzahl oder Nachrichtenverlauf.
  3. Dateien und Postfächer lassen sich migrieren, der Teams-Chatverlauf meist nicht.
  4. Die Klammer ist ein eigener Identitätsdienst mit Single Sign-on.
  5. Eine schrittweise Ablösung ist der Regelfall, nicht der Stichtag.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum kein einzelnes Produkt Microsoft 365 ersetzt
  2. Die Bausteine im Überblick
  3. Dateien und Office: Nextcloud oder OpenCloud mit Office im Browser
  4. Teams-Alternative für den Chat: Matrix, Mattermost, Rocket.Chat oder Zulip
  5. Videokonferenzen: Jitsi, OpenTalk oder Element Call
  6. E-Mail und Kalender: der Baustein mit den meisten Abhängigkeiten
  7. Anmeldung: Keycloak oder authentik als Klammer
  8. Migration aus SharePoint, OneDrive, Teams und Exchange
  9. Fertige Suite oder eigene Zusammenstellung
  10. Betrieb: was nach der Einführung dauerhaft anfällt
  11. Datenschutz und Souveränität: was die Quellen sagen
  12. Verbreitete Irrtümer
  13. Unser Vorgehen bei WZ-IT
  14. Weiterführende Guides

Warum kein einzelnes Produkt Microsoft 365 ersetzt

Microsoft 365 verbindet mehrere Dienste über ein gemeinsames Konto: Exchange Online für Mail und Kalender, SharePoint und OneDrive für Dateien, Word, Excel und PowerPoint im Browser und auf dem Desktop, Teams für Chat und Besprechungen, Entra ID für Anmeldung und Rechte. Die Stärke liegt in dieser Verzahnung, etwa wenn eine Datei aus einem Teams-Kanal in Word geöffnet und mit denselben Rechten geteilt wird.

Open-Source-Software ist anders organisiert. Für jede Funktion gibt es spezialisierte Projekte mit eigener Lizenz, eigenem Hersteller und eigener Edition. Die Verzahnung entsteht durch Integration: eine gemeinsame Anmeldung, Office im Browser innerhalb der Dateiablage, Videokonferenzen aus dem Chat. Daraus folgen drei Fragen, die jede Ablösung beantworten muss:

  • Welcher Baustein je Funktion? Nicht jede Funktion muss ersetzt werden, und nicht jeder Baustein passt zu jeder Unternehmensgröße.
  • Welche Edition? Die freie Edition reicht nicht in jedem Fall, etwa bei Single Sign-on, Nutzerzahl oder Support.
  • Wer betreibt die Bausteine? Updates, Sicherung und Überwachung fallen für jeden Baustein an.

Die Bausteine im Überblick

Funktion Microsoft 365 Open-Source-Bausteine Lizenz des Kerns Kostenpflichtige Stufe (Beispiel)
Dateiablage, Synchronisation, Freigaben SharePoint, OneDrive Nextcloud, OpenCloud AGPL-3.0, Apache-2.0 Nextcloud Enterprise ab 71,29 € je Nutzer und Jahr
Office im Browser Word, Excel, PowerPoint Euro-Office (in Nextcloud), Collabora Online, ONLYOFFICE Docs AGPL-3.0, MPL-2.0, AGPL-3.0 Collabora Business 3 € je Nutzer und Monat
Chat, Kanäle Teams Matrix mit Element, Mattermost, Rocket.Chat, Zulip AGPL-3.0, AGPL-3.0/MIT, MIT, Apache-2.0 Zulip Business 6,67 US-$ je Nutzer und Monat
Videokonferenz Teams Jitsi Meet, OpenTalk, Element Call Apache-2.0, EUPL-1.2, AGPL-3.0 OpenTalk Enterprise auf Anfrage
Mail, Kalender, Kontakte Exchange Online, Outlook mailcow mit SOGo, Stalwart, OX App Suite GPL-3.0, AGPL-3.0, GPL-2.0/AGPL-3.0 Stalwart Enterprise ab 2,00 € je Postfach und Jahr
Anmeldung, Rechte Entra ID Keycloak, authentik Apache-2.0, MIT authentik Enterprise 5 US-$ je Nutzer und Monat
Intranet, Wissen SharePoint-Seiten Wiki wie BookStack oder XWiki MIT, LGPL-2.1 XWiki Pro-Apps

Preise netto beziehungsweise ohne Steuer, Stand Oktober 2026, Quellen in den folgenden Abschnitten. Die Bezugsgrößen unterscheiden sich (je Nutzer und Jahr, je Nutzer und Monat, je Postfach), die Zahlen sind deshalb nicht direkt vergleichbar.

Dateien und Office: Nextcloud oder OpenCloud mit Office im Browser

Die Dateiablage ist für die meisten Unternehmen der erste Baustein, weil hier die meisten Daten liegen und die Ablösung am besten planbar ist.

Nextcloud steht unter AGPL-3.0 (GitHub, Nextcloud Server) und ist mehr als eine Dateiablage: Kalender, Talk und Office gehören zum Umfang. Die aktuelle Version ist 35.0.1 vom 24.09.2026, vermarktet als Nextcloud Hub 26 Summer (Nextcloud Changelog). Die Community-Version hat keine harte Nutzergrenze. Ab 1.000 aktiven Nutzern ohne Subscription wird der kostenlose Push-Dienst gedrosselt und beim Login ein Hinweis angezeigt (Nextcloud, Subscription Registry).

Nextcloud Enterprise ist in drei Stufen verfügbar, jeweils ab 100 Nutzern (Nextcloud Pricing):

Stufe Preis je Nutzer und Jahr (netto) Wartung je Version Für Microsoft-Umgebungen relevant
Standard 71,29 € 1 Jahr Outlook Secure Sharing Add-in gegen Aufpreis
Premium 104,99 € 5+ Jahre Outlook Add-in gegen Aufpreis
Ultimate 204,75 € 5+ Jahre zusätzlich Exchange-Connector und Teams-Integration

Office ist in Nextcloud inzwischen eine Wahl: Nextcloud Office basiert auf Euro-Office, daneben lassen sich Collabora Online und Thinkfree Office einbinden (Nextcloud Office).

OpenCloud steht unter Apache-2.0 und gehört zur Heinlein Gruppe (OpenCloud, Unternehmen). Es ist in Go geschrieben und speichert Metadaten in Dateien statt in einer relationalen Datenbank (OpenCloud Features). Die Community Edition ist laut Hersteller produktiv nutzbar, Subscriptions kosten als Preisbeispiel für etwa 100 Nutzer 2 €, 4 € oder 8 € je Nutzer und Monat (OpenCloud Subscription). OpenCloud passt, wenn eine schlanke Dateiablage gebraucht wird und Kalender oder Chat aus anderen Bausteinen kommen.

Für Office im Browser gibt es drei Wege:

Office-Baustein Lizenz Formatschwerpunkt Grenze der freien Variante Kostenpflichtig
Collabora Online MPL-2.0 ODF, DOCX/XLSX/PPTX mit möglichen Abweichungen CODE "not recommended for production environments" Business 3 € je Nutzer und Monat bis 99 Nutzer, ab 100 auf Anfrage
ONLYOFFICE Docs AGPL-3.0 Office Open XML (DOCX, XLSX, PPTX) seit 9.4.0 keine Sperre bei 20 Dokumenten, Empfehlung bis 20 Nutzer Enterprise ab 1.500 US-$ für 50 gleichzeitige Verbindungen (1 Jahr)
Euro-Office AGPL-3.0 in Nextcloud Office integriert abhängig von der Nextcloud-Edition Office-Option in Nextcloud Enterprise gegen Aufpreis

Quellen: Collabora CODE, Collabora Pricing, Nextcloud und Collabora, ONLYOFFICE Changelog, ONLYOFFICE Editionen, ONLYOFFICE Enterprise-Preise.

Wer viel mit DOCX, XLSX und PPTX arbeitet und mit Partnern austauscht, legt den Schwerpunkt auf Formattreue und testet mit echten Dateien: Vorlagen mit Feldern, Tabellen mit Formeln, Präsentationen mit Master-Folien. Makros in Excel-Dateien sind ein eigener Prüfpunkt. Desktop-Office bleibt davon unberührt: Mitarbeitende können Word und Excel lokal weiter nutzen, während die Dateien in der neuen Ablage liegen.

Die Lizenzgrenzen von Nextcloud, OpenCloud, Seafile und ownCloud vergleicht der Beitrag Nextcloud, Seafile, OpenCloud oder ownCloud ausführlich.

Teams-Alternative für den Chat: Matrix, Mattermost, Rocket.Chat oder Zulip

Für den Chat gibt es vier etablierte Open-Source-Projekte. Die größten Unterschiede liegen in der Architektur und darin, was die freie Edition für Unternehmen erlaubt.

Kriterium Matrix mit Element Mattermost Rocket.Chat Zulip
Lizenz Synapse AGPL-3.0 oder kommerziell Quellcode AGPL-3.0, Binaries MIT MIT, Enterprise-Teile eigene Lizenz Apache-2.0
Besonderheit Föderation, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Slack-ähnlich, Playbooks, Boards Slack-ähnlich Gespräche nach Themen
Freie Edition ESS Community: nicht-kommerziell, bis 100 Nutzer Entry: 10.000 Nachrichten Verlauf, für unter 50 Nutzer; Team Edition: unter 250 Nutzer, ohne SSO Starter: bis 50 Nutzer; Community: bis 100 gleichzeitige Nutzer Free: alle Funktionen, Push für bis zu 10 Nutzer
Kostenpflichtig ESS Pro, ab 100 Nutzern, Preis auf Anfrage Professional, Enterprise, Enterprise Advanced, Preis auf Anfrage Commercial, Preis auf Anfrage Business 6,67 US-$ je Nutzer und Monat, mind. 25 Nutzer
Video integriert Element Call Calls über Jitsi oder BigBlueButton Links zu Jitsi Meet, BigBlueButton, Nextcloud Talk oder Zoom
Import aus Teams nicht dokumentiert nein nein ja, Beta, ohne Direktnachrichten und private Kanäle

Quellen: Synapse README, Element Server Suite, Element Pricing, Mattermost Editionen, Mattermost LICENSE, Rocket.Chat Pläne, Zulip Pläne, Zulip Teams-Import. Stand Oktober 2026.

Drei Punkte fallen beim Abgleich mit den Herstellerangaben auf:

  • Element Server Suite Community ist laut Element für kleine, nicht-kommerzielle Installationen mit bis zu 100 Nutzern gedacht und kommt ohne Support. Für Unternehmen ist ESS Pro vorgesehen, mit Gruppen- und Lebenszyklusverwaltung über LDAP oder SCIM, Hochverfügbarkeit und Support.
  • Mattermost hat die frühere freie Edition umgebaut. Entry enthält die Funktionen der höchsten Edition mit Grenzen, darunter 10.000 Nachrichten Verlauf über alle Kanäle. Die Team Edition ist für unter 250 Nutzer gedacht, Single Sign-on wird dort entfernt.
  • Rocket.Chat nennt seine Pläne inzwischen Starter, Commercial, Government und Defense. Die Community-Edition ist laut Dokumentation nicht für geschäftskritischen Einsatz vorgesehen.

Für ein Unternehmen ab etwa 50 Nutzern mit Firmen-Login ist deshalb bei Matrix, Mattermost und Rocket.Chat in der Regel eine kostenpflichtige Edition einzuplanen. Zulip ist die Ausnahme mit offenen Preisen und vollem Funktionsumfang in der freien Edition. Business ergänzt unbegrenzte Push-Benachrichtigungen und Support für die Anmeldung über SAML und Entra ID sowie den Abgleich mit AD und LDAP. Mattermost, Rocket.Chat und Zulip im direkten Vergleich zeigt der Beitrag Slack-Alternativen: Mattermost, Rocket.Chat und Zulip.

Videokonferenzen: Jitsi, OpenTalk oder Element Call

Für Besprechungen gibt es drei Wege, die sich danach unterscheiden, wie eng sie mit dem Chat verbunden sind:

Baustein Lizenz Einsatz Editionen
Jitsi Meet Apache-2.0 eigenständige Videokonferenz, in Chat und Kalender per Link einbindbar Open Source ohne Edition
OpenTalk EUPL-1.2 Videokonferenz aus Deutschland (Heinlein Gruppe) On-Premises Community für privaten und semi-professionellen Einsatz, Enterprise als Subscription
Element Call AGPL-3.0 Anrufe und Gruppenanrufe direkt in Element, Ende-zu-Ende-verschlüsselt Teil der Element Server Suite

Quellen: Jitsi Meet LICENSE, OpenTalk On-Premises, OpenTalk Preise, Element Pricing.

Wer Matrix als Chat wählt, bekommt mit Element Call die Videofunktion im selben Werkzeug. Mit Mattermost, Rocket.Chat oder Zulip ist Jitsi Meet der übliche Partner. Wie sich Jitsi gegenüber Zoom einordnet, beschreibt der Beitrag Jitsi Meet vs. Zoom.

E-Mail und Kalender: der Baustein mit den meisten Abhängigkeiten

Mail ist der Baustein, bei dem eine Ablösung die meisten Beteiligten berührt: Outlook auf dem Desktop, Mobilgeräte, geteilte Postfächer, Kalenderfreigaben, Besprechungsräume und die Zustellbarkeit nach außen.

Mailserver Lizenz Kalender und Kontakte Kostenpflichtige Stufe
mailcow GPL-3.0 SOGo mit Webmail, CalDAV, CardDAV keine Edition
Stalwart AGPL-3.0 oder Stalwart Enterprise License CalDAV, CardDAV, WebDAV seit v0.12.0, JMAP Enterprise ab 2,00 € je Postfach und Jahr, mind. 25 Postfächer
OX App Suite Backend GPL-2.0, Frontend AGPL-3.0 Kalender und Kontakte integriert in openDesk Enterprise als OX Pro

Quellen: mailcow Dokumentation, Stalwart README, Stalwart Changelog, Stalwart Pricing, openDesk README.

Die entscheidende Frage ist Outlook. E-Mail funktioniert über IMAP, auch im neuen Outlook für Windows (Microsoft, Funktionsvergleich neues und klassisches Outlook). Kalender und Kontakte sind schwieriger: Laut mailcow-Dokumentation unterstützt das neue Outlook weder CalDAV noch CardDAV, ActiveSync funktioniert mit mailcow ab Outlook 2019 nicht mehr, und das klassische Outlook braucht ein Plugin wie CalDav Synchronizer (mailcow, Outlook). Unternehmen, die Outlook mit Kalender behalten wollen, klären diesen Punkt vor der Wahl des Mailservers. Alternativen sind Webmail mit integriertem Kalender oder Thunderbird.

Welcher der drei selbst betriebenen Mailserver zu welchem Unternehmen passt, vergleicht der Beitrag Mailcow, Stalwart oder Mailu. Viele Unternehmen lösen Mail zuletzt ab und behalten Exchange Online in der Übergangszeit, während Dateien, Chat und Video bereits umgestellt sind.

Anmeldung: Keycloak oder authentik als Klammer

Was in Microsoft 365 Entra ID leistet, übernimmt in einer Open-Source-Umgebung ein eigener Identitätsdienst. Er ist die Klammer, die aus einzelnen Bausteinen eine Arbeitsumgebung macht: ein Konto, eine Anmeldung mit Mehrfaktor, Gruppen und Rechte an einer Stelle, Austritte an einer Stelle.

Kriterium Keycloak authentik
Lizenz Apache-2.0, CNCF-Projekt (Incubating) MIT, Enterprise-Teile eigene Lizenz
Protokolle OpenID Connect, OAuth 2.0, SAML OIDC, SAML, LDAP, SCIM, RADIUS
Verzeichnis LDAP und Active Directory LDAP
Entra ID einbinden als OIDC- oder SAML-Identitätsanbieter eigene Entra-ID-Integration nur in Enterprise
Kostenpflichtig keine Edition Enterprise 5 US-$ je Nutzer und Monat, jährlich
Aktuelle Version 26.8.0 vom 01.10.2026 2026.8.3 vom 17.09.2026

Quellen: Keycloak, CNCF, Keycloak, Keycloak 26.8.0, authentik LICENSE, authentik Pricing.

In der Übergangszeit kann der Identitätsdienst Entra ID als Anmeldequelle nutzen. Die neuen Bausteine melden sich dann am Identitätsdienst an, die Mitarbeitenden nutzen weiter ihre bestehenden Konten. Ist Microsoft 365 abgelöst, übernimmt der Identitätsdienst die Konten selbst oder bindet das lokale Active Directory an. Die beiden Werkzeuge vergleicht der Beitrag Authentik vs. Zitadel, den Upgradepfad von Keycloak der Beitrag Keycloak 26.8 Upgrade.

Migration aus SharePoint, OneDrive, Teams und Exchange

Was sich übernehmen lässt, hängt vom Dienst ab:

Quelle Was sich übernehmen lässt Was nicht oder nur eingeschränkt Werkzeug
OneDrive, SharePoint-Bibliotheken Dateien und Ordner Freigaben und Berechtigungen nur im OneDrive-Schema, keine Versionshistorie, Dateien über 250 GiB, Pfade ab 400 Zeichen rclone
SharePoint-Seiten Inhalte manuell oder per Export Webparts, Listen-Workflows Neuaufbau, etwa im Wiki
Exchange Online Postfächer mit Ordnern Regeln, Delegationen und Freigaben neu einrichten imapsync mit OAuth2-Token
Teams-Chat Export über Microsoft-APIs als Archiv Import in die meisten Alternativen nicht dokumentiert Zulip-Importer (Beta)
Entra ID Konten und Gruppen als Ausgangspunkt Kennwörter Identitätsdienst mit Entra ID als Quelle

Einige Punkte im Detail:

  • Dateien: rclone unterstützt OneDrive Personal, OneDrive for Business und SharePoint-Dokumentbibliotheken. Berechtigungen kann rclone nur zwischen OneDrive- beziehungsweise SharePoint-Zielen lesen und schreiben, für Nextcloud oder OpenCloud werden Freigaben neu gesetzt (rclone, OneDrive). Nextcloud bietet die Migration aus SharePoint, OneDrive, Teams und Exchange als begleitetes Projekt an, mit Erhalt von Rechten und Metadaten "depending on the platform" (Nextcloud, Migrate). Ein frei verfügbares Werkzeug dafür gibt es von Nextcloud nicht.
  • Postfächer: Exchange Online hat die Basic Authentication für IMAP, POP, EWS und ActiveSync in allen Mandanten abgeschaltet (Microsoft Learn, Basic Authentication). Eine Migration braucht deshalb OAuth2. imapsync unterstützt das mit einem vorab erzeugten Zugriffstoken.
  • Teams: Microsoft stellt Export-APIs für Einzel-, Gruppen- und Besprechungschats sowie Kanalnachrichten bereit und erlaubt den Export beim Wechsel zu einem anderen Anbieter kostenlos. Für Mandanten bis 500 Nutzer gibt es zusätzlich ein Export-Werkzeug (Microsoft Learn, Export von Teams-Inhalten, Microsoft Learn, Wechsel von Teams). Mattermost importiert über mmetl nur aus Slack und Rocket.Chat (GitHub, mmetl), Rocket.Chat nur aus Slack und CSV (Rocket.Chat, Data Migration). Der Chatverlauf wird deshalb meist als Archiv aufbewahrt, im neuen Chat beginnen die Kanäle neu.

Reihenfolge: Bewährt hat sich, zuerst den Identitätsdienst aufzubauen, weil alle weiteren Bausteine daran hängen. Danach folgen Dateiablage und Office, dann Chat und Video, zuletzt Mail und Kalender. Jeder Schritt beginnt mit einer Pilotgruppe, und Microsoft-Dienste laufen in der Übergangszeit parallel weiter.

Fertige Suite oder eigene Zusammenstellung

Neben der eigenen Zusammenstellung gibt es fertige Suiten. Die bekannteste ist openDesk des ZenDiS mit Element, Nextcloud, OX App Suite, Collabora, Jitsi, OpenProject, XWiki, CryptPad, Notes und Nubus als Portal und Identitätsverwaltung (openDesk README). Es gibt eine Community und eine Enterprise Edition, für den Produktivbetrieb empfiehlt der Hersteller die Enterprise Edition mit zusätzlichen Modulen und Support (openDesk Enterprise Edition).

Kriterium Fertige Suite (z. B. openDesk) Eigene Zusammenstellung
Integration vorab abgestimmt, einheitliches Portal wird im Projekt hergestellt
Umfang viele Bausteine auf einmal nur die benötigten Bausteine
Austauschbarkeit an die Komponentenwahl der Suite gebunden je Baustein frei
Betrieb umfangreiche Plattform so schlank wie die Auswahl
Passt zu großen Organisationen, Verwaltung kleinen und mittleren Unternehmen, schrittweiser Ablösung

Was das openDesk-Partnerprogramm für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet, beschreibt der Beitrag openDesk-Partnerprogramm.

Wie eine vollständige Umstellung im großen Maßstab aussieht, zeigt die Landesverwaltung Schleswig-Holstein: Am 02.10.2025 war die Umstellung von Microsoft Exchange und Outlook auf Open-Xchange und Thunderbird mit mehr als 40.000 Postfächern und mehr als 100 Millionen E-Mails und Kalendereinträgen abgeschlossen, nach sechs Monaten. Nextcloud löst dort SharePoint schrittweise ab, Videokonferenzen laufen über OpenTalk (Schleswig-Holstein, Meilenstein für digitale Souveränität).

Betrieb: was nach der Einführung dauerhaft anfällt

Microsoft 365 wird als Dienst bezogen, Updates und Verfügbarkeit liegen beim Anbieter. Bei einer Open-Source-Umgebung liegen diese Aufgaben beim eigenen Team oder beim Betreiber:

Aufgabe Was dazu gehört
Updates Sicherheitsupdates zeitnah für jeden Baustein, Versionssprünge mit Test
Sicherung und Wiederherstellung Datenbanken, Dateien und Postfächer getrennt vom System, regelmäßiger Wiederherstellungstest
Überwachung Erreichbarkeit, Speicherplatz, Zertifikate, Zustellbarkeit von Mail
Lizenzen Laufzeiten und Nutzerzahlen kostenpflichtiger Editionen
Identität Ein- und Austritte, Gruppen, Mehrfaktor-Anmeldung
Support für Nutzer erste Anlaufstelle bei Fragen zu Client, Freigaben, Mobilgeräten

Je mehr Bausteine, desto mehr Updates und Abhängigkeiten. Eine Auswahl mit wenigen, gut integrierten Bausteinen ist deshalb im Betrieb meist günstiger als eine breite Sammlung. Betrieben wird die Umgebung auf eigener Infrastruktur oder bei einem Betreiber in Deutschland, etwa über Managed Open Source.

Datenschutz und Souveränität: was die Quellen sagen

Die Diskussion um Microsoft 365 wird oft mit Schlagworten geführt. Die Faktenlage, Stand Oktober 2026:

Thema Fakt Quelle
CLOUD Act US-Anbieter müssen Daten in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle herausgeben, "regardless of whether such communication, record, or other information is located within or outside of the United States" 18 U.S.C. § 2713
EU Data Boundary von Microsoft im Februar 2025 als abgeschlossen gemeldet Microsoft On the Issues
Ausnahmen der EU Data Boundary Microsoft dokumentiert Übermittlungen außerhalb der EU, etwa beim Fernzugriff durch Personal, für Sicherheitsdaten und für Verzeichnisdaten Microsoft Learn, EU Data Boundary
EU-US Data Privacy Framework Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission vom 10.07.2023 EU-Kommission, IP/23/3721
Klage gegen das Data Privacy Framework vom Gericht der EU am 03.09.2025 abgewiesen (T-553/23) EuG, Pressemitteilung 106/25

Daraus folgen zwei sachliche Feststellungen. Erstens: Der Speicherort in der EU allein beantwortet nicht, wer Zugriff erzwingen kann, maßgeblich ist nach dem CLOUD Act die Kontrolle des Anbieters über die Daten. Zweitens: Die Datenübermittlung in die USA hat mit dem Data Privacy Framework derzeit eine Rechtsgrundlage, deren Bestand von künftigen Entscheidungen abhängt. Bei selbst betriebener Open-Source-Software liegen die Daten in der Verfügung des eigenen Unternehmens oder des gewählten Betreibers. Die Frage nach Zugriffen richtet sich dann nach dessen Sitz und Rechtsordnung.

Für viele Unternehmen ist der Antrieb weniger die Rechtslage als die Abhängigkeit von einem Anbieter bei Preisen, Lizenzbedingungen und Funktionsumfang. Den Hintergrund beschreibt der Beitrag Server und Daten in europäische Clouds umziehen.

Kein Rechtsrat. Bei konkreten Fragen Datenschutz- oder Rechtsberatung einholen. Markennamen gehören ihren Inhabern.

Verbreitete Irrtümer

Irrtum Richtig ist
"Nextcloud ersetzt Microsoft 365 komplett." Nextcloud ersetzt Dateiablage und Teile von Office, Kalender und Videokonferenz. Mail-Server, Identitätsdienst und oft ein eigener Chat kommen hinzu.
"Nextcloud Office ist Collabora." Nextcloud Office basiert inzwischen auf Euro-Office. Collabora Online und Thinkfree Office sind wählbare Alternativen.
"ONLYOFFICE Community ist auf 20 Verbindungen begrenzt." Seit Version 9.4.0 vom 19.05.2026 ist diese Grenze entfernt. Bis 20 Nutzer ist eine Empfehlung des Herstellers.
"Die Nextcloud-Community-Version sperrt ab 500 Nutzern." Es gibt keine Nutzersperre. Ab 1.000 aktiven Nutzern ohne Subscription wird der kostenlose Push-Dienst gedrosselt.
"Open Source heißt: alle Funktionen sind frei." Single Sign-on, Nutzerzahl oder Nachrichtenverlauf sind bei Mattermost, Rocket.Chat und Element in der freien Edition begrenzt.
"Den Teams-Verlauf nehmen wir einfach mit." Der Export ist möglich und beim Wechsel kostenlos, einen Import bietet von den gängigen Alternativen nur Zulip als Beta.
"Outlook bleibt, wie es ist." Mail über IMAP ja. Kalender und Kontakte brauchen je nach Outlook-Version Plugins oder funktionieren nicht.
"Ein EU-Rechenzentrum schützt vor US-Zugriff." Nach dem CLOUD Act kommt es auf die Kontrolle des Anbieters an, nicht auf den Speicherort.

Unser Vorgehen bei WZ-IT

WZ-IT begleitet die Ablösung von der Entscheidung bis zum Betrieb. Jeder Schritt hat ein festes Ergebnis.

  1. Orientierung, wenn das Thema noch offen ist. Steht noch nicht fest, ob und in welcher Reihenfolge Microsoft 365 abgelöst wird, ordnet der Orientierungsworkshop die Themen. Er findet remote und halbtägig statt und kostet ab 1.490 € netto.
  2. Auswahl mit festem Umfang. Die Auswahl Collaboration und Microsoft-365-Alternative kostet ab 3.900 € netto. Sie umfasst die Bestandsaufnahme Ihrer Microsoft-365-Nutzung, gewichtete Kriterien mit Fachbereichen und IT und die Prüfung der Lizenz- und Editionsgrenzen. Für die Dauer der Auswahl stellen wir Demo-Instanzen aller Kandidaten bereit, die Sie selbst ausprobieren, ohne sich vorher festzulegen. Ergebnis ist eine Entscheidungsvorlage mit Empfehlung je Baustein, Lizenzkosten aus Herstellerangaben, Migrationsweg und Betriebsmodell. Wenn eine andere Lösung besser passt, steht das in der Vorlage. Der Betrag wird auf die Einführung angerechnet, wenn Sie diese innerhalb von 6 Monaten zum selben Thema beauftragen.
  3. Einführung und Migration. Das Angebot dafür erhalten Sie mit der Entscheidungsvorlage. Es umfasst Identitätsdienst und Single Sign-on, die gewählten Bausteine, die Übernahme von Dateien und Postfächern, Pilotgruppen und die Umstellung Baustein für Baustein. Lizenzen kostenpflichtiger Editionen erwerben Sie direkt beim Hersteller.
  4. Betrieb in Deutschland. Die Bausteine betreiben wir über Managed Open Source in deutschen Rechenzentren, ab 129,90 € netto je Workload und Monat, mit Updates, Sicherung und Überwachung. Alternativ laufen sie auf Ihrer eigenen Infrastruktur.

Alle Einstiege vom kostenlosen Erstgespräch bis zur Auswahl stehen auf der Seite Beratung bei WZ-IT.

Weiterführende Guides

Microsoft 365 ablösen, ohne alles auf einmal umzustellen. Wir klären mit Ihnen, welche Dienste ersetzt werden, lassen Sie die passenden Bausteine in Demo-Instanzen selbst ausprobieren und begleiten Migration und Betrieb. Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Quellen

Anfrage

Microsoft 365 ablösen, Baustein für Baustein

Wir ordnen Ihre heutige Nutzung von Microsoft 365 ein, vergleichen die passenden Open-Source-Bausteine in Demo-Instanzen, die Sie selbst ausprobieren, und begleiten Migration und Betrieb in Deutschland.

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Häufig gestellte Fragen

Antworten auf wichtige Fragen zu diesem Thema

Nein. Microsoft 365 bündelt Mail, Dateiablage, Office, Chat, Videokonferenzen und Anmeldung. Open Source ersetzt diese Funktionen mit einzelnen Bausteinen, etwa Nextcloud oder OpenCloud für Dateien, Collabora, Euro-Office oder ONLYOFFICE für Office im Browser, Matrix, Mattermost, Rocket.Chat oder Zulip für Chat, Jitsi oder OpenTalk für Video, einen Mailserver und Keycloak oder authentik für die Anmeldung. Fertige Zusammenstellungen wie openDesk bündeln mehrere dieser Bausteine.

Für Dateiablage, Synchronisation und Freigaben vor allem Nextcloud (AGPL-3.0) und OpenCloud (Apache-2.0). Nextcloud deckt zusätzlich Kalender, Talk und Office ab, OpenCloud ist eine schlanke Dateiablage ohne relationale Datenbank. Für Intranet-Inhalte, die heute auf SharePoint-Seiten liegen, ist ein Wiki wie BookStack oder XWiki oft passender als die Dateiablage.

Das hängt von Größe und Anforderungen ab. Matrix mit Element bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Föderation, Mattermost und Rocket.Chat sind Slack- und Teams-ähnliche Teamchats, Zulip ordnet Gespräche nach Themen. Entscheidend sind die Editionsgrenzen: Mattermost Entry begrenzt den Nachrichtenverlauf auf 10.000 Nachrichten, Rocket.Chat Starter auf 50 Nutzer, Element Server Suite Community ist für nicht-kommerzielle Nutzung bis 100 Nutzer gedacht (Stand Oktober 2026).

Die Community-Version steht unter AGPL-3.0 und hat keine harte Nutzergrenze. Ab 1.000 aktiven Nutzern ohne Subscription wird der kostenlose Push-Dienst gedrosselt und ein Hinweis angezeigt. Nextcloud Enterprise kostet ab 100 Nutzern 71,29 € (Standard), 104,99 € (Premium) oder 204,75 € (Ultimate) je Nutzer und Jahr netto, Stand Oktober 2026. Exchange-Connector und Teams-Integration gibt es nur in Ultimate.

Nein. Mit Version 9.4.0 vom 19.05.2026 hat ONLYOFFICE die Begrenzung auf 20 gleichzeitig geöffnete Dokumente aus der Community Edition entfernt. Die Vergleichsseite des Herstellers empfiehlt die Community Edition weiterhin für bis zu 20 Nutzer, das ist eine Empfehlung, keine technische Sperre.

Ja. ONLYOFFICE ist auf die Office-Open-XML-Formate DOCX, XLSX und PPTX ausgelegt. Collabora Online bearbeitet diese Formate ebenfalls, setzt aber auf ODF als Hauptformat, bei DOCX, XLSX und PPTX sind Abweichungen möglich. Komplexe Excel-Makros und eng verzahnte Office-Vorlagen sollten vor der Entscheidung mit echten Dateien getestet werden.

Für E-Mail ja: Das neue Outlook für Windows unterstützt IMAP-Konten. Für Kalender und Kontakte wird es schwieriger. Laut mailcow-Dokumentation unterstützt das neue Outlook weder CalDAV noch CardDAV, und ActiveSync funktioniert mit mailcow ab Outlook 2019 nicht mehr. Das klassische Outlook braucht für Kalender ein Plugin wie CalDav Synchronizer. Wer Outlook mit Kalender weiter nutzen will, sollte diesen Punkt vor der Auswahl klären.

Nur eingeschränkt. Microsoft stellt Export-APIs für Chats und Kanalnachrichten bereit und erlaubt den Export beim Wechsel zu einem anderen Anbieter kostenlos, für Mandanten bis 500 Nutzer gibt es zusätzlich ein Export-Werkzeug. Einen dokumentierten Teams-Import hat von den gängigen Alternativen nur Zulip, als Beta und ohne Direktnachrichten und private Kanäle. Mattermost und Rocket.Chat haben keinen Teams-Importer. In der Praxis wird der Verlauf meist archiviert und nicht übernommen.

Nicht für sich allein. Nach 18 U.S.C. § 2713 müssen Anbieter Daten in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle herausgeben, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder außerhalb der USA gespeichert sind. Die EU Data Boundary von Microsoft regelt Speicherort und Verarbeitung, Microsoft dokumentiert dabei selbst Übermittlungen außerhalb der EU, etwa beim Fernzugriff durch Personal. Kein Rechtsrat, bei konkreten Fragen Datenschutz- oder Rechtsberatung einholen.

Diese Pauschalaussage ist nicht belegt. Die EU-Kommission hat am 10.07.2023 den Angemessenheitsbeschluss zum EU-US Data Privacy Framework erlassen, das Gericht der EU hat die Nichtigkeitsklage dagegen am 03.09.2025 abgewiesen (T-553/23). Ob ein Einsatz zulässig ist, hängt von Vertrag, Konfiguration und verarbeiteten Daten ab. Kein Rechtsrat. Für viele Unternehmen ist der Antrieb weniger die Zulässigkeit als die Abhängigkeit von einem Anbieter.

Ja, über einen eigenen Identitätsdienst. Keycloak (Apache-2.0) bindet LDAP und Active Directory an und kann Entra ID als OpenID-Connect- oder SAML-Identitätsanbieter einbinden. Bei authentik ist die eigene Microsoft-Entra-ID-Integration Teil der Enterprise-Edition für 5 US-Dollar je Nutzer und Monat, OIDC, SAML und LDAP sind im Open-Source-Teil enthalten (Stand Oktober 2026).

Ja, und meist ist das der sinnvollere Weg. Häufig kommen zuerst ein eigener Identitätsdienst und die Dateiablage, danach Chat und Video, zuletzt Mail und Kalender, weil dort die meisten Abhängigkeiten zu Outlook, Mobilgeräten und Partnern bestehen. Microsoft-Dienste und Open-Source-Bausteine laufen in der Übergangszeit parallel.

openDesk ist die Office- und Kollaborationssuite des ZenDiS mit Element, Nextcloud, OX App Suite, Collabora, Jitsi, OpenProject, XWiki, CryptPad, Notes und Nubus. Für den Produktivbetrieb empfiehlt der Hersteller die Enterprise Edition. Für kleinere Unternehmen ist eine eigene Zusammenstellung aus wenigen Bausteinen oft schlanker.

Ja. In der Auswahl Collaboration und Microsoft-365-Alternative von WZ-IT stehen für die Dauer der Auswahl Demo-Instanzen aller Kandidaten bereit, die Sie selbst ausprobieren, ohne sich vorher festzulegen. Die Auswahl kostet ab 3.900 € netto, Ergebnis ist eine Entscheidungsvorlage. Der Betrag wird auf die Einführung angerechnet, wenn Sie diese innerhalb von 6 Monaten zum selben Thema beauftragen.

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Co-Founder & CEO

Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.

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