[email protected]

Grundlagen · Kubernetes

kube-hetzner, hetzner-k3s oder Talos: Kubernetes auf Hetzner bereitstellen

Hinweis zum Inhalt: Versionen, Befehle und Preise können sich ändern. Bitte prüfen Sie kritische Schritte vor dem produktiven Einsatz eigenständig. Dieser Leitfaden ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

Kubernetes auf Hetzner aufbauen oder übernehmen lassen? WZ-IT wählt den Bereitstellungsweg passend zu Team und Workloads, baut den Cluster auf Hetzner Cloud oder Dedicated Servern und betreibt ihn auf Wunsch. Kubernetes auf Hetzner ansehen

Die Provisionierung eines Kubernetes-Clusters auf Hetzner läuft über vier dokumentierte Wege: das Terraform-/OpenTofu-Modul kube-hetzner, das CLI hetzner-k3s, Talos Linux (mit talosctl oder dem Community-Modul hcloud-talos) und für dedizierte Server den Cluster API Provider Hetzner. Dieser Vergleich stützt sich ausschließlich auf Repositories, Releases, Lizenzdateien und Dokumentation der Projekte, abgerufen am 28.10.2026. Stand Oktober 2026. Einordnungen, die kein Beleg sind, stehen als solche da.

Inhaltsverzeichnis

Was alle Wege gemeinsam haben

Alle Wege verbinden Kubernetes über dieselben zwei Hetzner-Komponenten mit der Plattform. Der Cloud Controller Manager (CCM, Apache-2.0, v1.39.2 vom 22.10.2026) bindet die Hetzner-Cloud- und die Robot-API an und legt Load Balancer für Services vom Typ LoadBalancer an. Der CSI-Treiber (MIT, v2.24.1 vom 22.10.2026) stellt Cloud Volumes als ReadWriteOnce-Volumes bereit. Beide Projekte bauen Images für amd64 und arm64 (CCM, CSI). Der Cluster API Provider Hetzner kann beide Komponenten ebenfalls einsetzen; für Bare Metal empfiehlt seine Dokumentation derzeit statt des Hetzner-CCM den CCM-Fork von Syself, bis ein Upstream-Release die Korrektur zum Robot-Namensabgleich enthält. Drei Eigenschaften gelten unabhängig vom Werkzeug:

  • Storage auf Robot-Servern: Der CSI-Treiber funktioniert dort nicht. Dedizierte Worker brauchen eigenes Storage, zum Beispiel Longhorn oder Rook-Ceph (Vergleich). Der CCM unterstützt für Robot-Server keine Routen; das CNI übernimmt die Pod-Netze.
  • Kubernetes-Versionen: Der CCM unterstützt laut Versionsrichtlinie die jeweils drei neuesten Kubernetes-Versionen. Für Kubernetes 1.34 bis 1.37 gilt die neueste CCM-Version, für 1.33 die Version v1.37.0.
  • Add-on-Versionen: Welche Version im Cluster läuft, legt das Werkzeug fest. kube-hetzner v3.2.1 hinterlegt CCM 1.33.0 und CSI 2.21.2 als Standard (Quelltext, abgerufen am 28.10.2026). Die Konfigurationsreferenz von hetzner-k3s nennt dieselben Versionen als Manifest-URL. Ältere Versionen können Funktionen verlieren: CCM bis v1.30.0 setzt bei neu initialisierten Nodes seit dem 01.07.2026 keine Zone- und Region-Labels mehr (Hinweis im README).

Projektstatus im Vergleich

kube-hetzner hetzner-k3s Talos Linux
Art Terraform-/OpenTofu-Modul CLI mit YAML-Datei Betriebssystem mit talosctl; auf Hetzner per CLI oder Community-Modul hcloud-talos
Lizenz MIT MIT MPL-2.0; hcloud-talos: MIT
Aktueller Release v3.2.1 (09.09.2026) v2.7.0 (25.10.2026) v1.14.5 (26.10.2026); hcloud-talos v4.1.4 (26.10.2026)
Jüngere Releases v3.0.0 (06.07.), v3.1.0 (08.08.), v3.2.0 (31.08.2026) v2.5.0 (07.05.), v2.6.0 (24.06.2026) v1.14.0 (03.09.), v1.14.2 (29.09.2026)
Pflege Open-Source-Projekt, nicht mit Hetzner verbunden laut README von einem Entwickler gepflegt Sidero Labs, optional kommerzieller Support; Hetzner ist Plattform der Stufe 3
Distribution k3s oder RKE2 k3s Upstream-Kubernetes (1.33 bis 1.37 mit Talos 1.14)
Node-Betriebssystem openSUSE Leap Micro (MicroOS für Bestandscluster) Ubuntu 24.04, andere Images per ID Talos Linux ohne SSH und Shell
Voraussetzungen OpenTofu oder Terraform, Packer, kubectl, hcloud das CLI, Hetzner-Token, SSH-Schlüssel talosctl, Image, Endpunkt für die Kubernetes-API (zum Beispiel Load Balancer)

Quellen: kube-hetzner README und Releases, hetzner-k3s Releases, Talos Releases und Support Matrix, hcloud-talos README.

Betrieb: Upgrades, Rollback und Backup

kube-hetzner hetzner-k3s Talos Linux
Kubernetes-Upgrade system-upgrade-controller, automatisch oder per Node-Label hetzner-k3s upgrade, danach Jobs prüfen und create erneut ausführen (Doku) talosctl upgrade-k8s, vorab mit --dry-run (Doku)
Betriebssystem-Update transaktional, Neustarts über Kured Drain, Update, Neustart; Kured optional talosctl upgrade mit neuem Image
Rollback des Betriebssystems BTRFS-Rollback des transaktionalen Systems in der Doku nicht beschrieben A/B-Image, Rückfall bei Boot-Fehler, manuell mit talosctl rollback (Doku)
Änderungen am Cluster tofu plan und apply; Major-Sprung mit Migrationsanleitung YAML ändern, create erneut ausführen Maschinenkonfiguration anwenden oder patchen
etcd-Backup S3-Snapshots über etcd_s3_backup (Doku) Snapshot-Zeitplan, optional S3 talosctl etcd snapshot, Zeitplan selbst einrichten (Doku)
Zustand Terraform-/OpenTofu-State YAML-Datei, laut Doku kein Terraform-State Maschinenkonfiguration und Secrets; bei hcloud-talos im State

Zwei Details aus der Dokumentation beeinflussen den Alltag. Bei hetzner-k3s ist der Befehl create nach einem Upgrade ausdrücklich nötig, damit neue Nodes direkt mit der neuen k3s-Version entstehen. Bei Talos 1.14 wird das Installer-Image nicht mehr unter ghcr.io/siderolabs/installer veröffentlicht, sondern über die Image Factory als factory.talos.dev/metal-installer/<schematic-id>:<version> ausgeliefert; Upgrade-Skripte mit dem alten Pfad müssen angepasst werden.

Plattformen: ARM64 und dedizierte Server

kube-hetzner hetzner-k3s Talos Linux
ARM64 (CAX) x86 und ARM mischbar (Support Matrix) ARM-Pools über Image-ID amd64 und arm64; Image je Architektur
Dedizierte Server Robot-Server als zusätzliche Agents über vSwitch (Doku), Einstufung „Advanced/special-case" (Support Matrix) externe Worker-Pools mit provider: robot, seit v2.6.0; privates Netz seit v2.7.0; Debian oder Ubuntu (Doku) Plattform „Metal" (Stufe 1) per ISO oder PXE; die Hetzner-Anleitung beschreibt nur die Cloud
Control Plane Hetzner Cloud Hetzner Cloud Cloud oder Metal
CCM und CSI im Modul, feste Standardversionen im Tool, per manifest_url änderbar selbst installieren

Bei Talos auf Hetzner Cloud liefert Hetzner seit dem 23.04.2025 ein öffentliches ISO, dessen Aktualisierung nach Best Effort erfolgt. Eigene Images entstehen im Rescue-Modus, mit Packer oder mit hcloud-upload-image. Das Community-Modul hcloud-talos weist darauf hin, dass einzelne Hetzner-ISOs im metal-Modus statt hcloud gestartet sind, was falsche Provider-IDs und fehlerhafte CCM-Routen erzeugt (Issue 417); es empfiehlt eigene Snapshots.

Für reine Bare-Metal-Cluster ist der Cluster API Provider Hetzner (CAPH, Apache-2.0, v1.1.10 vom 22.10.2026) der vierte Weg. Er verwaltet Cloud und Bare Metal, setzt einen Management-Cluster voraus und basiert auf kubeadm; die Node-Images brauchen Container-Runtime, kubelet und kubeadm. Das Projekt wird von Syself und der Community gepflegt, nicht von Hetzner. Die mitgelieferten Bare-Metal-Flavors sind laut Dokumentation nur für Demonstrationen gedacht und nicht für den Produktivbetrieb. Das Tutorial in der Hetzner Community (Autor: Syself) empfiehlt für Produktion eine eigene Konfiguration mit Load Balancing, Fehlertoleranz, Netzwerksicherheit und Hardening.

Die Wege im Einzelnen

kube-hetzner beschreibt den Cluster als Modul im Infrastruktur-Code: Control-Plane- und Agent-Pools, privates Netz, Firewall, Load Balancer und Add-ons. Das Modul läuft mit OpenTofu und Terraform; wie sich beide unterscheiden, behandelt der Leitfaden Terraform zu OpenTofu migrieren. Zu beachten sind State und Modulversionen: Der Wechsel von v2 auf v3 hat eine eigene Anleitung, die vor dem Apply jeden geplanten Destroy oder Replace prüfen lässt. Die Support-Matrix führt k3s auf Leap Micro als stabilen Standard und RKE2 als unterstützte Variante.

hetzner-k3s legt Server, Firewall und privates Netz an, installiert k3s und richtet CCM, CSI, System Upgrade Controller und Cluster Autoscaler ein. Alles steht in einer YAML-Datei. Zwischen v2.6.0 (24.06.2026) und v2.7.0 (25.10.2026) liegen vier Monate, und die Pflege liegt laut README bei einem Entwickler. Wer Cluster mit dem CLI betreibt, sollte diese Abhängigkeit in der Bewertung berücksichtigen.

Talos entfernt SSH und Shell; jede Änderung läuft über die API. Auf Hetzner Cloud setzt das Team Image, API-Endpunkt (Load Balancer), CCM und CSI selbst auf, oder nutzt das Community-Modul hcloud-talos, das Netzwerk, Cilium, CCM und Talos-CCM bereitstellt. Das Modul benennt Grenzen: Änderungen an user_data und Image werden auf bestehenden Nodes nicht angewendet, Kubernetes-Upgrades laufen über talosctl upgrade-k8s, und die unterstützten Talos-Versionen sind an Kubernetes-Bereiche gebunden (Talos 1.14.3 und neuer mit Kubernetes 1.32 bis 1.37). Zu Talos selbst siehe Was ist Talos Linux? und den Vergleich k3s vs. RKE2 vs. Talos; die Automatisierung mit OpenTofu auf Proxmox zeigt Talos auf Proxmox mit OpenTofu.

Welcher Weg zu welchem Team passt

Die folgende Tabelle ist eine Einordnung von WZ-IT. Die Spalte „Beleg" nennt die Dokumentationsgrundlage.

Ausgangslage Naheliegender Weg Beleg
IaC-Routine mit Terraform oder OpenTofu, mehrere Umgebungen aus Code kube-hetzner Modul im State, Kured und System Upgrade Controller, OS-Rollback
Ein bis wenige Cluster, kein IaC-Stack, Ubuntu erwünscht hetzner-k3s eine YAML-Datei, kein Terraform-State; kein OS-Rollback beschrieben
Kein SSH auf Nodes, API-gesteuerte Konfiguration, A/B-Rollback Talos Hetzner Stufe 3, CCM und CSI selbst installieren, talosctl-Routine nötig
Dedizierte Server als Worker neben Cloud-Control-Plane hetzner-k3s oder kube-hetzner Robot-Pools bzw. vSwitch-Anleitung; CSI funktioniert dort nicht
Cluster aus dedizierten Servern, deklarative Verwaltung Cluster API Provider Hetzner Management-Cluster nötig, Flavors nur Demo
Kleines Team ohne Betriebskapazität für Upgrades und Backups Betrieb durch Dritte bei allen Wegen bleiben Restore-Tests, Monitoring und Add-on-Pflege beim Betreiber

Vor der Entscheidung sind sechs Fragen zu klären:

  1. Wer führt das nächste Kubernetes-Upgrade aus, und mit welchem Befehl?
  2. Wer aktualisiert CCM und CSI, und wann?
  3. Wo liegt der etcd-Snapshot, und wann wurde er zuletzt zurückgespielt? (Backup und Restore)
  4. Sind Control Planes auf mehrere Standorte verteilt?
  5. Welche Quellen dürfen auf Kubernetes-API, SSH oder Talos-API zugreifen?
  6. Brauchen Worker dedizierte Server, und welches Storage trägt dort die Volumes?

Stand und Methodik

Die Tabellen geben den Stand vom 28.10.2026 wieder. Release-Daten stammen aus den GitHub-Releases der Projekte, Lizenzen aus den LICENSE-Dateien, Funktionen aus README und Dokumentation im jeweiligen Repository. Gemessen wurde nichts: keine Geschwindigkeit, keine Kosten, keine Stabilität. Wo die Dokumentation einen Punkt nicht beschreibt, steht „nicht beschrieben", nicht „nicht möglich". Die Tabelle zur Teamgröße ist eine Bewertung. Versionsnummern und Einstufungen ändern sich; der Artikel nennt für jede Zahl die Quelle.

Quellen, abgerufen am 28.10.2026:

Unser Vorgehen bei WZ-IT

Wir klären zuerst Workloads, Ausfallziele, Team und vorhandene Infrastruktur-Pipeline, dann den Weg. Aufgebaut wird der Cluster auf Ihren Hetzner-Ressourcen: Cloud, Dedicated oder beides, mit privatem Zugang zur API, GitOps und getesteten Backups. Der Betrieb eines bestehenden oder neuen Clusters ist als Managed Kubernetes ab 590 € je Cluster und Monat netto inklusive 3 Worker-Nodes buchbar (Stand Oktober 2026), jeder weitere Worker-Node kostet 129,90 €. Monitoring erfolgt 24/7, die Reaktion auf P1-Incidents erfolgt entsprechend Service Level. Ein bereits laufender Cluster lässt sich vor der Übernahme mit dem Cluster-Audit prüfen; das Vorgehen beschreibt die Audit-Checkliste. Die Übersicht zu Architektur, Netzwerk und Storage auf Hetzner steht in Kubernetes auf Hetzner.

Weiterführende Guides

Cluster auf Hetzner aufbauen oder den Betrieb übernehmen lassen? WZ-IT plant Cloud-, Dedicated- und Hybrid-Cluster und betreibt sie nach Service Level. Kubernetes auf Hetzner · Managed Kubernetes

Lieber betreiben lassen?

Sie möchten Kubernetes nicht selbst betreiben? WZ-IT übernimmt Einrichtung, Betrieb und Wartung - datenschutzorientiert aus Deutschland.

Anfrage

Kubernetes planen, übernehmen oder betreiben

Wir planen und betreiben Kubernetes auf Bare Metal, Proxmox und europäischen Cloud-Plattformen samt Netzwerk, GitOps, Observability und Backup.

  • Direkt mit Timo und Robin - kein Vertrieb, kein Sales-Pitch
  • Fachliche Einschätzung Ihrer Situation
  • Konkrete nächste Schritte für Infrastruktur, Software oder KI

Das Gespräch ist unverbindlich und kostenlos.

WZ-IT hat uns professionell mit der Bereitstellung und Einrichtung von NetBird begleitet. Neben der technischen Umsetzung haben wir auch eine fundierte Beratung zur Anbindung unserer Kubernetes-Cluster erhalten. Die Empfehlungen waren konkret und direkt umsetzbar. Die Zusammenarbeit war durchgehend zuverlässig, schnell und auf Augenhöhe. Wir können WZ-IT uneingeschränkt empfehlen.
Kai ClaußEntwicklungsleiter, SweetConnect GmbH
Timo und Robin, Gründer von WZ-IT

Kubernetes planen, übernehmen oder betreiben

WZ-IT hat uns professionell mit der Bereitstellung und Einrichtung von NetBird begleitet. Neben der technischen Umsetzung haben wir auch eine fundierte Beratung zur Anbindung unserer Kubernetes-Cluster erhalten. Die Empfehlungen waren konkret und direkt umsetzbar. Die Zusammenarbeit war durchgehend zuverlässig, schnell und auf Augenhöhe. Wir können WZ-IT uneingeschränkt empfehlen.
Kai ClaußEntwicklungsleiter, SweetConnect GmbH

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wissen

Mehr zu Kubernetes

Alle Kubernetes-Artikel

Unternehmen weltweit vertrauen WZ-IT

  • Stadtwerke Brühl
  • DGHO e.V.
  • solarwerkstatt berlin
  • Krüger Dirndl
  • ABCO Water Systems
  • Golem.de
  • EVADXB
  • nextGYM
  • AInergy
  • ml&s
  • Odiseo Solutions
  • Annota
  • ARGE
  • SweetConnect GmbH
  • Aphy AG
  • CORGOS
  • Rekorder
  • SolidProof
  • Yonju
  • Keymate
  • Paritel
  • Mr. Clipart
  • Millenium
  • Negosh
  • Führerscheinmacher
  • BTI
  • Deutsche Gesellschaft für Datenschutz
Kundenstimmen ansehen