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US-Cloud-Anbieter: Europäische Alternativen vergleichen

US-Cloud-Anbieter: Europäische Alternativen vergleichen

Hinweis zum Inhalt: Die Informationen in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zusammengestellt. Technische Details, Preise, Versionen, Lizenzmodelle und externe Inhalte können sich ändern. Bitte prüfen Sie die genannten Angaben eigenständig, insbesondere vor geschäftskritischen oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

Europäische Zielumgebung prüfen: Der Cloud-Exit-Check ordnet Bestand, Zielarchitektur und Migrationspfad ein. Erstgespräch vereinbaren.

Eine Linode-Alternative in Deutschland kann ein Linux-Server bei Hetzner sein. Für eine Umgebung mit verwaltetem Kubernetes, Datenbank und Objektspeicher reicht diese Antwort jedoch nicht: Die Alternative muss zu den verwendeten Diensten und zum gewünschten Betriebsmodell passen. Hetzner, OVHcloud, Scaleway, IONOS und STACKIT sind mögliche Kandidaten, deren dokumentierte Bausteine wir unten einordnen.

Dieser Vergleich beginnt bei Linode/Akamai, DigitalOcean, AWS, Azure und Google Cloud. Er unterscheidet Ausgangsdienste und mögliche Zielpfade. Der engere Ratgeber AWS verlassen behandelt dagegen die Zielwahl aus Sicht eines AWS-Bestands. Stand: Oktober 2026. Die Auswahl- und Abnahmekriterien hier sind unsere Empfehlungen; wir berichten keine eigenen Benchmarks oder Kundentests.

Inhaltsverzeichnis

Ausgangsanbieter anhand der Dienste unterscheiden

Linode gehört zu Akamai. Das ist für den Suchbegriff relevant: Hinter einer Linode-Umgebung können mehrere Akamai-Cloud-Produkte stehen. Der Cloud Manager umfasst unter anderem VMs, Kubernetes-Cluster, NodeBalancers und Object Storage. Akamai: abgeschlossene Linode-Übernahme, Cloud-Manager-Übersicht.

Die Tabelle benennt eine Auswahl dokumentierter Produkte und unseren daraus abgeleiteten Prüfauftrag. Sie behauptet keine Vollständigkeit oder Funktionsgleichheit zwischen den Anbietern.

Ausgangsanbieter Beispiele dokumentierter Dienste Vor einer Zielwahl erfassen
Linode / Akamai Linodes, LKE, NodeBalancers, Object Storage Welche Komponenten liefern Anwendung, Netzwerk und Datenhaltung?
DigitalOcean Droplets, Kubernetes, App Platform, Managed Databases, Spaces Welche Verantwortung liegt beim Plattformdienst statt beim eigenen Team?
AWS EC2, RDS, S3 und Lambda Welche Anwendungspfade hängen an AWS-APIs und Berechtigungen?
Microsoft Azure Virtual Machines, Azure SQL, Blob Storage und Functions Welche Identitäten, Datenmodelle und Integrationen müssen ersetzt werden?
Google Cloud Compute Engine, Cloud SQL, Cloud Storage und BigQuery Welche Daten- und Analysefunktionen braucht das Ziel tatsächlich?

Unser Vorschlag: Pro Dienst eine Zeile im Inventar, jeweils mit Datenvolumen, Schnittstelle, Abhängigkeiten und zuständigem Team. Eine Anwendung mit PostgreSQL und Dateien wird anders bewertet als eine Anwendung mit proprietären Ereignis- oder Analysediensten. Diese Einordnung soll die Anbieterauswahl eingrenzen; sie ersetzt keine technische Prüfung.

Europäische Alternativen nach Workload auswählen

Für eine erste Auswahl sind zwei Fragen nützlich: Soll das Ziel vor allem Infrastruktur bereitstellen, oder soll der Anbieter auch Plattformaufgaben übernehmen? Und welche Funktionen müssen unverändert aus Sicht der Anwendung verfügbar bleiben?

Europäischer Kandidat Dokumentierter Baustein Abgeleiteter Auswahlpfad
Hetzner Cloud-Server, API und Firewalls, private Netze Für einen serverbasierten Entwurf prüfen; Administration von Betriebssystem, Anwendung und Datenbank ausdrücklich zuordnen
OVHcloud Managed Kubernetes Für bestehende Container-Workloads Plattformumfang, Netzwerkanbindung und Datenhaltung abgleichen
Scaleway Kubernetes Kapsule Als verwalteten Kubernetes-Pfad prüfen; benötigte Integrationen und Betriebsgrenzen erfassen
IONOS Managed PostgreSQL Bei PostgreSQL-Bedarf Version, Erweiterungen, Zugang und Wiederherstellungsanforderungen abgleichen
STACKIT PostgreSQL Flex Für eine verwaltete PostgreSQL-Zielarchitektur Funktionen und Zuständigkeiten prüfen

Die Tabelle zeigt bewusst je einen Einstieg, keine Beschränkung des jeweiligen Portfolios. Ein passender Datenbankdienst ist noch keine vollständige Zielumgebung. Netzwerk, Deployment, Identitäten, Sicherung und Observability gehören in denselben Entwurf.

Unsere Auswahlhilfe: Beginnen Sie bei zwei Kandidaten, die die zwingenden Funktionen abdecken. Notieren Sie bei jedem offenen Punkt, welche Produktdokumentation oder Vertragsanlage fehlt. Ein fehlendes Muss-Kriterium lässt sich so von einer bloß ungewohnten Bedienoberfläche unterscheiden. Für die umgekehrte Ausgangsfrage gibt es den Vergleich Hetzner-Alternativen.

Linode nicht auf einen VM-Tarif reduzieren

Die Linode Kubernetes Engine ist ein verwalteter Kubernetes-Dienst. Ein Ziel aus Cloud-VMs ist daher zunächst ein anderes Betriebsmodell, auch wenn darauf später Kubernetes läuft. Akamai: LKE.

Für den Wechsel von Linode zu Hetzner empfehlen wir folgende Zuordnung als Prüfrahmen:

Bestand Entscheidung vor der Migration Vorgeschlagener Abnahmepunkt
Linode-VM mit lokaler Anwendung Zielsystem neu aufbauen oder geeigneten Transferweg festlegen Start, Treiber, Netzwerk, Dienste und Anwendung prüfen
LKE mit persistenten Volumes Zielcluster und Storage-Anbindung gesondert planen Datenzugriff, Neustartverhalten und Wiederanlauf prüfen
NodeBalancer Zielregeln für TLS, Healthchecks und Weiterleitung festlegen Erreichbarkeit und Fehlerpfade prüfen
Object Storage Verwendete API-Aktionen, Rechte und Auslieferung inventarisieren Repräsentative Objekte und benötigte Funktionen prüfen
Verwaltete Datenbank Zielprodukt und Betriebsverantwortung bestimmen Daten, Rollen, Abfragen und Wiederherstellung prüfen

Die Tabellenpunkte sind Planungsempfehlungen, keine Behauptung bereits bestandener Tests. Wenn ein verwalteter Dienst durch eine selbst betriebene Komponente ersetzt wird, muss das Kostenbild genau diese zusätzliche Zuständigkeit enthalten.

Auch Objektspeicher braucht eine Funktionsliste: S3-Kompatibilität bedeutet keine vollständige Funktionsgleichheit. Hetzner dokumentiert beispielsweise nicht unterstützte Aktionen für Bucket-Replikation und Tagging. Ermitteln Sie deshalb vor der Zielwahl, ob Code oder Prozesse diese Funktionen verwenden. Hetzner: unterstützte S3-Aktionen.

Datenstandort und Datenschutz getrennt prüfen

Europäischer Anbieter, deutsche Region und DSGVO-konforme Verarbeitung sind unterschiedliche Prüfpunkte. Hetzner führt Cloud-Standorte in Deutschland und Finnland, aber auch in den USA und Singapur. Der Anbietername allein legt den Datenstandort somit nicht fest. Hetzner: Standorte.

Bei Auftragsverarbeitung regelt Art. 28 DSGVO die Anforderungen an Auftragsverarbeiter und Vertrag. Art. 32 verlangt risikogerechte technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen. Für Übermittlungen personenbezogener Daten in Drittländer gelten die Voraussetzungen des Kapitels V, beginnend mit Art. 44. Ein EU-Standort allein deckt diese Anforderungen nicht ab. DSGVO: Art. 28, 32 und 44.

Als technische Vorbereitung empfehlen wir eine Datenflussliste: Primärregion, Backups, Protokolle, Monitoring-Ziele, administrative Zugriffe und Unterauftragnehmer. Legen Sie je Eintrag fest, welche Vertragsunterlagen und Nachweise geprüft werden müssen. Die rechtliche Bewertung der konkreten Verarbeitung gehört zu den zuständigen Datenschutz- und Rechtsverantwortlichen.

Kosten und Betriebsverantwortung vollständig erfassen

Unser Vergleichsrahmen enthält laufende Infrastruktur, Plattformleistungen, Traffic, Lizenzen und Betrieb. Einmalige Migration, Anwendungsänderungen und Parallelbetrieb werden separat erfasst. Vergleichen Sie denselben Zeitraum, dieselben Datenmengen und denselben benötigten Leistungsumfang.

Kostenblock Empfohlene Unterlage
Compute und Speicher Ressourceninventar, Auslastungsdaten, Wachstum und dimensionierter Zielentwurf
Traffic und externe Verbindungen Abrechnungen und Datenflüsse pro Richtung, einschließlich einer möglichen Teilmigration
Verwaltete Dienste Aktueller Leistungsumfang und entsprechender Zielumfang
Betrieb und Wiederherstellung Zuständigkeiten für Updates, Backups, Wiederanlauf und Störungen
Wechsel und Parallelbetrieb Transferweg, Anpassungen, Abnahme und Rückfallplanung

Setzen Sie offene Werte nicht pauschal auf null. Wenn für ein Ziel die Betriebszuständigkeit fehlt, bleibt die Kalkulation unvollständig. Ein allgemeiner Preisgewinner lässt sich aus dieser Methode nicht ableiten; dieser Beitrag nennt deshalb weder Sparquoten noch ungeprüfte Tarifvergleiche.

Ein Teilwechsel sollte dieselbe Prüfung durchlaufen. Dokumentieren Sie insbesondere, welche Dienste beim bisherigen Anbieter verbleiben und welche Verbindungen zwischen den Umgebungen dauerhaft gebraucht werden. Die Entscheidung ist dann ein abgegrenzter Zielentwurf statt eines unvollständigen Komplettwechsels.

Den Wechsel mit einer Abnahmeliste vorbereiten

Unsere Empfehlung ist eine Abnahmeliste vor der Umsetzung. Sie enthält pro Anwendung die benötigten Funktionen und die Person, die deren Erfüllung beurteilt. Für Daten und Berechtigungen gehört ein nachvollziehbarer Prüfweg dazu.

  1. Bestand festhalten: Dienste, Ressourcen, Daten, Zugänge, Abhängigkeiten und Verträge erfassen.
  2. Ziel bestimmen: Produkt, Region, Betriebsverantwortung und Ersatz für benötigte Schnittstellen festlegen.
  3. Datenpfad entwerfen: Erstübertragung, laufende Änderungen, Konsistenzprüfung und Sicherung beschreiben.
  4. Abnahme definieren: Fachliche Abläufe, erlaubte und verbotene Zugriffe sowie Wiederherstellung prüfen lassen.
  5. Umschaltung planen: Schreibzugriffe, DNS, Beobachtung und Rückfallbedingungen dokumentieren.
  6. Quelle aufräumen: Erst nach Freigabe sowie Prüfung von Aufbewahrung und Löschung kündigen und entfernen.

Diese Reihenfolge ist ein Planungsrahmen. Sie enthält keine Zusage zu Aufwand, Dauer oder unterbrechungsfreiem Wechsel. Ein ungeklärtes Muss-Kriterium bleibt ein offener Entscheidungspunkt, bis es für den konkreten Zielpfad belegt ist.

Unser Vorgehen bei WZ-IT

Der Cloud-Exit-Check ist der Einstieg, wenn Zielanbieter oder Betriebsmodell noch offen sind. Das Angebot umfasst Bestandsanalyse, Kostenbild, Abhängigkeiten, Zielarchitektur und Migrationspfad. Für einen festgelegten Hetzner-Pfad stehen die Seiten zur Linode-Migration und DigitalOcean-Migration bereit. Weitere Ausgangsanbieter führt der Migrations-Hub.

Hilfreiche Unterlagen für die Anfrage sind Diensteliste, Kostenexport, Datenmengen, gewünschte Regionen und bisherige Zuständigkeiten. Welcher Umsetzungs- oder Betriebsumfang beauftragt wird, richtet sich nach dem konkreten Angebot. Aus der Nennung eines Cloud-Produkts in diesem Vergleich folgt keine zusätzliche WZ-IT-Partnerschaft oder Betriebszusage.

Weiterführende Guides

Zielwahl und Migration eingrenzen: Im Cloud-Exit-Check werden Bestand und Migrationspfad bewertet. Erstgespräch vereinbaren.

Quellen

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Co-Founder & CEO

Co-Founder von WZ-IT. Spezialisiert auf Cloud-Infrastruktur, Open-Source-Plattformen und Managed Services für KMUs und Enterprise-Kunden weltweit.

Häufig gestellte Fragen

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