WZ-IT unterstützt Proxmox-Setup und Managed Proxmox. VM-Konfiguration, Netzwerk, Backup und laufende Pflege werden im jeweiligen Umfang abgestimmt.
Eine VM erhält virtuelle Hardware und ein eigenes Gastbetriebssystem. Dieser Ablauf folgt auf die Installation des Proxmox-Hosts. Ubuntu oder Windows werden innerhalb der VM installiert, nicht auf dem laufenden Hypervisor (VM-Grundlagen).
Stand: Oktober 2026. Ablauf für die Proxmox-Weboberfläche. Ressourcen sind nach Betriebssystem und Anwendung auszulegen; dieser Artikel gibt keine pauschale Leistungszusage.
Inhaltsverzeichnis
- 1. ISO und Storage vorbereiten
- 2. Virtuelle Hardware auswählen
- 3. Ubuntu oder Linux installieren
- 4. Windows installieren
- 5. Netzwerk und Betrieb abnehmen
- Fehler eingrenzen
- Quellen
1. ISO und Storage vorbereiten
Installationsmedium beim Betriebssystemanbieter beziehen, Prüfsumme kontrollieren und auf einen Storage mit Inhaltstyp ISO hochladen. Für virtuelle Disks ein Ziel mit Inhaltstyp Images wählen. ISO-Ablage und VM-Storage können verschieden sein (Storage-Modell). Vor dem Anlegen Kapazität und geplanten Backup-Pfad prüfen.
Für Ubuntu führt der Hersteller durch Download und Installation. Für Windows stammen Installationsmedium und Nutzungsrechte aus dem passenden Microsoft-Bezugsweg. Die Erstellung einer VM erteilt keine Windows-Lizenz; Windows-Server-Lizenzierung ist ein eigenes Thema.
2. Virtuelle Hardware auswählen
In der Weboberfläche Create VM öffnen. Node, freie VM-ID, Name und das ISO festlegen. Danach System, Disk, CPU, RAM und Netzwerk abstimmen. Die VM-Dokumentation erklärt die jeweiligen Einstellungen.
| Entscheidung | Vor dem Bestätigen klären |
|---|---|
| Firmware | Vom Gast unterstützter BIOS- oder UEFI-Boot; bei OVMF passende EFI-Disk |
| Systemdisk | Kapazität, Zielstorage und vom Gast unterstützter Controller |
| CPU und RAM | Anforderungen des Gasts, Anwendung und Reserven des Hosts |
| Netzwerkkarte | Bridge, VLAN, IP-Vergabe und Firewall |
| Installation | Richtiges ISO, Bootreihenfolge und Zugriff auf die Konsole |
Die EFI-Disk enthält UEFI-Variablen und ersetzt keine Systemdisk. VirtIO-Geräte brauchen passende Gasttreiber. Nicht jede Einstellung aus einer Spezialanleitung passt zu jedem Gast; insbesondere Talos hat eigene VM-Vorgaben.
3. Ubuntu oder Linux installieren
VM starten und Konsole öffnen. Im Gastinstaller die neue virtuelle Disk als Installationsziel auswählen. Sprache, Benutzer, Netz und Paketumfang nach den Anforderungen festlegen. Der Ubuntu-Installationsablauf beschreibt die Schritte innerhalb des Gasts.
Nach Installation vom virtuellen Systemlaufwerk booten; ISO auswerfen oder Bootreihenfolge korrigieren. Gast aktualisieren und den benötigten administrativen Zugang einrichten. Wenn der QEMU Guest Agent verwendet wird, ihn im Gast installieren beziehungsweise aktivieren und die Option in Proxmox einschalten (Guest Agent).
Für viele gleichartige Linux-VMs kann ein geeignetes Cloud-Image mit Cloud-Init die manuelle Installation ersetzen. Das ist Gastinitialisierung; Auto-Install des Proxmox-Hosts ist ein anderer Vorgang.
4. Windows installieren
Bei VirtIO-Geräten das VirtIO-Treiber-ISO zusätzlich zum Windows-ISO bereitstellen. Sieht das Setup die virtuelle SCSI-Disk nicht, über „Treiber laden“ den passenden Storage-Treiber auswählen. Nach Installation fehlende Netzwerk- und weitere Gerätetreiber im Gast ergänzen. Der Guest Agent ist ein zusätzlicher Dienst, kein Ersatz für die Treiber.
Für Windows 11 Microsofts Systemanforderungen beachten: unter anderem kompatible CPU, UEFI mit Secure-Boot-Fähigkeit, TPM 2.0, mindestens 4 GB RAM und 64 GB Speicher. In Proxmox passende OVMF-/EFI- und TPM-2.0-Geräte vorsehen. Ein TPM-Gerät allein erfüllt nicht sämtliche Anforderungen. Anforderungen nicht durch Umgehungsschritte ersetzen.
5. Netzwerk und Betrieb abnehmen
Prüfliste für die eigene Abnahme:
- Adresse, Gateway und DNS im Gast mit dem Zielnetz abgleichen.
- Zugriff nur aus den vorgesehenen Netzen erlauben.
- Neustart und geordnetes Herunterfahren prüfen.
- Updates und administrative Konten dokumentieren.
- VM in einen Backup-Job aufnehmen und Wiederherstellung separat prüfen.
Backups werden in Proxmox über Jobs und ein definiertes Sicherungsziel verwaltet (Backup und Restore). Ein Snapshot auf demselben Storage reicht als Sicherungsstrategie nicht.
Fehler eingrenzen
| Symptom | Nächste Prüfung |
|---|---|
| Kein Bootmedium | ISO-Zuordnung, Firmware und Bootreihenfolge |
| Windows sieht keine Disk | VirtIO-Treiber und gewählten Controller abgleichen |
| Kein Netzwerk | Bridge, VLAN, Gasttreiber, Adresse und Firewall |
| Agent nicht erreichbar | Dienst im Gast und Proxmox-Option prüfen |
| Storage fehlt in Auswahl | Inhaltstyp, Verfügbarkeit und Berechtigungen prüfen |
Für den Aufbau führt Proxmox-Setup weiter. Für die Pflege einer vorhandenen Umgebung ist Managed Proxmox das Zielangebot.










