Laufende Betreuung abgrenzen: Proxmox-Wartung oder Managed Proxmox.
Ein Proxmox-Wartungsvertrag sollte benennen, wer welche Systeme betreut, welche Tätigkeiten enthalten sind und wie Störungen bearbeitet werden. Eine Hersteller-Subscription ist davon getrennt: Sie regelt Repository-Zugang und je nach Stufe Herstellersupport, nicht den laufenden Betrieb Ihrer Umgebung (Subscription-Vereinbarung).
Stand: Oktober 2026. Die technischen Angaben stützen sich auf die verlinkten Primärquellen.
Inhaltsverzeichnis
- Subscription und Betrieb trennen
- Checkliste für die Leistungsbeschreibung
- Reaktion und Wiederherstellung unterscheiden
- Prioritäten und Servicezeiten festlegen
- Wartungskalender: Aufgaben nach Rhythmus
- Vorlage für die Leistungsbeschreibung
- Angebote vergleichbar machen
Subscription und Betrieb trennen
Die Subscription-Stufen unterscheiden sich bei Supportumfang und Reaktionsbedingungen. Weder der Kauf einer Subscription noch die Installation von Updates überträgt automatisch die Betriebsverantwortung. Prüfen Sie deshalb zwei Dokumente: Herstellerbedingungen und Leistungsbeschreibung des betreuenden Dienstleisters.
WZ-IT bietet den Subscription-Bezug, Wartung und Managed Proxmox als getrennte Einstiege. Maßgeblich ist der konkret vereinbarte Umfang.
Checkliste für die Leistungsbeschreibung
Die folgende Prüfliste ist eine Beschaffungshilfe, keine Behauptung über einen Standardvertrag. Tragen Sie pro Zeile Verantwortliche, Umfang, Ausschlüsse und Nachweise ein.
| Prüffeld | Im Vertrag klären |
|---|---|
| Inventar | Nodes, Cluster, PBS, Storage und Gastbetriebssysteme einzeln aufführen |
| Updates | Freigabe, Wartungsfenster, Neustart und Abbruchkriterien |
| Monitoring | Messpunkte, Alarmempfänger und Bearbeitung der Meldungen |
| Störungen | Meldeweg, Servicezeiten, Priorisierung und Eskalation |
| Backup | Jobkontrolle, Retention, Schlüssel und gesonderte Restore-Tests |
| Änderungen | Enthaltene Pflege gegen Projekte und Erweiterungen abgrenzen |
| Nachweise | Änderungsprotokolle, Dokumentation und Zugriffsübersicht |
| Vertragsende | Herausgabe von Konfiguration, Zugangsdaten und Betriebswissen |
Reaktion und Wiederherstellung unterscheiden
Eine Reaktionsfrist beschreibt den Beginn der Bearbeitung, kein garantiertes Ende einer Störung. Lassen Sie festhalten, worauf eine Frist bezogen ist und welche Mitwirkung erforderlich ist. Eigene Serviceziele sollten Sie anhand der Anwendungen definieren, statt sie aus dem Subscription-Namen abzuleiten.
Ein erfolgreicher Backup-Job ist außerdem kein Nachweis, dass eine Fachanwendung wieder arbeitet. Die PBS-Dokumentation trennt Verifikation und Aufbewahrung; die funktionale Abnahme gehört in einen Restore-Test. Prüfen Sie, ob dieser beauftragt ist und wer Anwendung und Schlüsselzugriff abnimmt.
Prioritäten und Servicezeiten festlegen
Legen Sie im Vertrag fest, welche Störung welche Priorität hat. Die Definition gehört ins Dokument, nicht in den Sprachgebrauch des Anbieters. Ein Beispiel für vier Stufen, das Sie an Ihre Anwendungen anpassen:
| Priorität | Definition | Zu vereinbaren |
|---|---|---|
| 1, kritisch | Produktiver Dienst steht, kein Ausweg | Servicezeit, Meldeweg, Beginn der Bearbeitung |
| 2, hoch | Dienst stark eingeschränkt oder Redundanz verloren | Beginn der Bearbeitung, Informationsintervall |
| 3, normal | Störung mit Umgehung, Teilfunktion betroffen | Bearbeitung in der regulären Servicezeit |
| 4, Anfrage | Frage, Änderungswunsch, Auswertung | Einplanung, gegebenenfalls Projektabgrenzung |
Die Servicezeit (zum Beispiel werktags tagsüber oder rund um die Uhr) gilt je Priorität und kann sich unterscheiden. Halten Sie auch fest, ob Bereitschaft vergütet wird und ob Reaktionszeiten ab Meldung oder ab Eingang beim Dienstleister laufen.
Wartungskalender: Aufgaben nach Rhythmus
Ein Wartungsvertrag sollte benennen, welche wiederkehrenden Aufgaben stattfinden. Eine Gliederung nach Rhythmus macht den Umfang prüfbar:
| Rhythmus | Typische Aufgaben | Nachweis |
|---|---|---|
| Laufend | Monitoring, Alarmbearbeitung, Kapazitätsalarme | Alarmprotokoll |
| Monatlich | Updates der Nodes und des PBS, Prüfung der Backup-Jobs und Verify-Läufe | Änderungsprotokoll, Job-Bericht |
| Vierteljährlich | Restore-Test eines Referenzsystems, Kapazitäts- und Wachstumsprüfung, Zugangs- und Rechteübersicht | Restore-Protokoll, Bericht |
| Jährlich | Planung von Major-Upgrades und Hardwareersatz, Überprüfung der Wiederanlaufziele, Subscription-Verlängerung | Planungsdokument |
Welche dieser Aufgaben enthalten sind, bestimmt der Vertrag. Aufgaben außerhalb des Umfangs, etwa ein Major-Upgrade oder eine Migration, werden als Projekt abgegrenzt und separat vereinbart.
Vorlage für die Leistungsbeschreibung
Eine einfache Vorlage, die jeder Anbieter ausfüllen soll. Sie macht Angebote vergleichbar:
Betreute Systeme: <Nodes, Cluster, PBS, Anzahl Gäste>
Enthaltene Aufgaben: <Updates, Monitoring, Backup-Kontrolle, ...>
Nicht enthalten: <Migration, Major-Upgrade, Gastbetrieb, ...>
Servicezeit P1/P2/P3: <Zeiten je Priorität>
Beginn der Bearbeitung:<Frist je Priorität, Bezugspunkt>
Restore-Test: <Rhythmus, Umfang, Protokoll>
Berichte: <Inhalt, Rhythmus>
Subscription: <Stufe, Bezug, Verlängerung, wer meldet Tickets>
Vertragsende: <Herausgabe Konfiguration, Zugänge, Dokumentation>
Angebote vergleichbar machen
Bitten Sie Anbieter, dieselbe Inventarliste und dieselben Prüffelder zu beantworten. Markieren Sie nicht enthaltene Punkte ausdrücklich. Ein Preis ohne Betriebsgrenze sagt wenig aus. Für WZ-IT führt diese Checkliste zu Managed Proxmox; Subscription und einzelne Projektleistungen bleiben separat auszuweisen.
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Zum passenden Angebot: Managed Proxmox.










