WZ-IT unterstützt PDM-Einführung und Multi-Cluster-Management: Installation, Anbindung und vereinbarte Betriebsprozesse. Gespräch vereinbaren.
Diese Anleitung ergänzt den PDM-Grundlagenartikel um Installation, Remote-Anbindung und Abnahme. Bezugsstand: PDM-Dokumentation 1.1.7, Oktober 2026.
Inhalt
- Anforderungen und Betriebsform
- Mit ISO oder auf Debian installieren
- Remote anbinden und Verbindung prüfen
- Rollen und Zugriff begrenzen
- Repositories und Updates
- Abnahme und Betrieb
- Quellen
Anforderungen und Betriebsform
Die Installationsdokumentation trennt Evaluierung und empfohlene Serverausstattung:
| Zweck | CPU | RAM | OS-Speicher |
|---|---|---|---|
| Evaluierung | x86-64, mindestens ein Kern | 1 GiB | Mehr als 10 GB |
| Empfohlen | Moderne AMD-/Intel-64-Bit-CPU, mindestens zwei Kerne | Mindestens 4 GiB für das OS | 40 GB oder mehr |
Für Produktion nennt der Hersteller außerdem redundanten Storage und redundante Multi-GBit/s-Netzwerkkarten. Die Mindestwerte zur Evaluierung sind keine Produktionsdimensionierung. Unsere Empfehlung: Zahl der Remotes, gewünschte Funktionen und Wiederanlaufweg vor der Bereitstellung erfassen.
Für diesen Ablauf wählen wir eine getrennte Management-Instanz als VM oder eigenen Host mit Zugang zu den Verwaltungsnetzen der Remotes. LXC oder Docker werden nicht als gleichwertiger Standardweg dargestellt: Das dokumentierte proxmox-datacenter-manager-container-meta verwendet den bestehenden Kernel; das bestätigt nicht jedes Community-Image und dessen Betriebsmodell.
Mit ISO oder auf Debian installieren
Der empfohlene Herstellerweg ist das offizielle Installationsmedium. ISO herunterladen, Prüfsumme mit der Download-Angabe vergleichen und auf dem vorgesehenen System booten. Zieldatenträger, Netzwerk, Hostname und administrative Zugangsdaten bewusst festlegen. Vor Bestätigung sicherstellen, dass der gewählte Datenträger überschrieben werden darf.
Alternativ dokumentiert der Hersteller Installation auf Debian. Nach Einrichtung der passenden Debian- und PDM-Paketquellen installiert das reguläre Metapaket auch den Proxmox-Kernel:
apt update
apt install proxmox-datacenter-manager-meta
Paketquellen und Schlüssel nicht aus einer Anleitung für eine andere Debian-Version übernehmen. Die Weboberfläche ist unter https://<pdm-adresse>:8443 erreichbar. Zugriff auf das Administrationsnetz begrenzen.
Remote anbinden und Verbindung prüfen
PDM verwaltet PVE-Nodes, Cluster und PBS-Instanzen als Remotes. Für die erste Anbindung empfehlen wir eine Bestandsaufnahme und einen begrenzten Prüfbereich:
- Remote-Typ, eindeutige Kennung, erreichbaren API-Endpunkt und zuständigen Betreiber festhalten.
- API-Erreichbarkeit von der PDM-Instanz aus prüfen. PVE nutzt üblicherweise 8006, PBS 8007; Firewall-Regeln für den konkreten Pfad freigeben.
- Im Remote-Dialog Endpunkt und geeignete Zugangsdaten beziehungsweise API-Token hinterlegen. Geheimnisse nicht in Projektprotokolle kopieren. Die dokumentierten Optionen stehen im PDM-CLI-Handbuch.
- TLS-Vertrauen prüfen. Bei nicht öffentlich vertrautem Zertifikat den Fingerprint über einen unabhängigen Weg abgleichen, statt ihn ungeprüft zu bestätigen.
- Inventar und Metriken abgleichen; erst danach gezielt freigegebene Aktionen prüfen.
PDM prüft laut Remote-Dokumentation Zertifikate gegen den System-Zertifikatsspeicher. Bei selbstsignierten oder privat ausgestellten Zertifikaten wird alternativ ein Fingerprint benötigt. Nach einem Zertifikatswechsel muss dieser gegebenenfalls aktualisiert werden.
Rollen und Zugriff begrenzen
PDM-Zugriffsrechte sind rollen- und pfadbasiert. Neue Benutzer und Token haben zunächst keine Rechte. Auditor erlaubt Lesen, Administrator administrative Aktionen auf dem zugewiesenen Pfad. Token brauchen eigene ACL-Einträge und können die Rechte ihres Benutzers nicht überschreiten.
Unsere Empfehlung: zuerst einen lesenden Zugang für den vorgesehenen Remote-Bereich prüfen, danach nur erforderliche Aktionen freigeben. PDM-Rechte und API-Rechte am Remote getrennt dokumentieren. Eine sichtbare Ressource belegt nicht automatisch eine zulässige Migration oder Änderung.
Repositories und Updates
Die PDM-Paketquellen unterscheiden Enterprise, No-Subscription und Test. Enterprise ist der empfohlene Produktionskanal mit eigenen Zugangsvoraussetzungen; No-Subscription ist ohne Schlüssel nutzbar, aber nicht für Produktion empfohlen. Test dient der Erprobung.
Die PDM-FAQ nennt für Minor-Updates Administration > Updates oder apt update und apt full-upgrade. PDM hat keine eigene Subscription; für Enterprise gelten die Subscription-Voraussetzungen der Remotes. Die Produktseite nennt AGPLv3 als Lizenz. Vor einer Aktualisierung empfehlen wir, Paketplan und Versionshinweise zu prüfen sowie Konfiguration und Wiederanlauf zu dokumentieren. Davon getrennt bietet PDM Update-Management für PVE-Remotes. Die Cluster-Wartung braucht weiterhin ihren eigenen Ablauf und ihre Abnahme.
Abnahme und Betrieb
Empfohlene Abnahmepunkte: erwartetes Inventar, geprüfte Zertifikate, passende Leserechte und Änderungsrechte, nachvollziehbare Token-Verwaltung und ein dokumentierter Wiederanlauf der PDM-Instanz. PDM ersetzt weder das Quorum der einzelnen Cluster noch ein Backup. Cross-Cluster-Migration ist kein automatischer standortübergreifender HA-Failover. Eine Cross-Cluster-Migration erst mit gesondert geprüften Voraussetzungen freigeben; die zentrale Übersicht allein beweist keine Migrationsfähigkeit.
PDM-Einführung abstimmen: Remotes, Berechtigungen und Betriebsumfang festlegen.










