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Anleitung · Proxmox

PBS mit Hetzner Object Storage: S3 einrichten und prüfen

Hinweis zum Inhalt: Versionen, Befehle und Preise können sich ändern. Bitte prüfen Sie kritische Schritte vor dem produktiven Einsatz eigenständig. Dieser Leitfaden ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung.

Für Architektur und Betrieb ist Proxmox Backup Server das Zielangebot; für die Providerumgebung Proxmox auf Hetzner. Gespräch vereinbaren.

PBS besitzt ein natives S3-Backend; Hetzner stellt eine S3-kompatible API bereit. Daraus folgt keine pauschale Eignung für jede Backup-Last. Dieser Artikel beschreibt einen dokumentierten Einrichtungs- und Prüfpfad. Stand: Oktober 2026.

Inhalt

Version und Architektur

Das S3-Backend hat mit PBS 4.2 die Technology Preview verlassen (Release-Hinweise). PVE sichert weiterhin über PBS, nicht direkt in einen Bucket. Die PBS-Einrichtung bleibt Voraussetzung.

Hetzner Object Storage und Storage Box sind unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Schnittstellen (Hetzner-Storage-Vergleich). Für dateibasierte Backups auf Storage Box gilt der separate Guide mit gocryptfs.

Bucket und Zugang vorbereiten

  1. Einen separaten privaten Bucket in der gewünschten Region anlegen (Bucket erstellen).
  2. S3-Zugang erzeugen und Reichweite der Schlüssel prüfen. Hetzner-Schlüssel gelten standardmäßig projektweit, nicht nur für einen Bucket (S3-Schlüssel). Projekt und Zugänge entsprechend trennen.
  3. Region und Endpunkt aus der aktuellen Hetzner-Übersicht übernehmen, etwa fsn1 und fsn1.your-objectstorage.com. Standortwerte müssen zusammenpassen.

Für diesen Ablauf Object Lock ausgeschaltet lassen und keine externen Lifecycle-Löschregeln auf den PBS-Bestand anwenden. Das ist eine konservative Betriebsregel aus PBS-Löschbedarf und GC-Verfahren, keine Behauptung einer getesteten Hetzner-Fehlfunktion. Einen schon gesperrten oder produktiv genutzten Bucket nicht dafür umkonfigurieren.

S3-Endpunkt und Datastore anlegen

In PBS unter Configuration > Remotes > S3 Endpoints den HTTPS-Endpunkt mit Region und Zugang anlegen. Für das Beispiel fsn1 im Feld Endpoint {{bucket}}.fsn1.your-objectstorage.com eintragen und path-style deaktiviert lassen (Virtual-Host-Adressierung). Den tatsächlichen Bucket-Namen später beim Datastore angeben; PBS ersetzt damit {{bucket}} im Hostnamen. Der reine Regionsendpunkt ohne Bucket-Platzhalter genügt für diese Adressierung nicht. PBS benötigt Get-, Put-, List- und Delete-Rechte. Danach einen neuen Datastore mit S3-Backend, Bucket und eigenem persistentem lokalem Cache erstellen. Ein vorhandener lokaler Datastore lässt sich dafür nicht einfach wiederverwenden (PBS-S3-Konfiguration). Zugangsdaten ausschließlich in den vorgesehenen Konfigurationsfeldern verwalten.

Den neuen PBS-Datastore anschließend in PVE einbinden. Clientseitige Backup-Verschlüsselung separat konfigurieren; Bucket-Zugänge und Verschlüsselungsschlüssel unabhängig sichern.

Grenzen und Abnahme prüfen

Hetzner nennt HDD-basierte Speicherung sowie Einschränkungen bei hoher Request-Frequenz und latenzkritischen Lasten. Die FAQ beschreibt auch mögliche Engpässe und Timeouts (Workload-Eignung, Stand 18.10.2026). Ein Herstellerstatus für PBS ersetzt deshalb keine Abnahme der konkreten Kombination.

Prüfschritt Zu protokollieren
Repräsentatives Backup Datenumfang, Job-Endstatus, Fehler und Wiederholungen
Verify und Restore Gelesener Sicherungsstand, Schlüsselzugriff, isolierter Anwendungsbefund
Retention und GC Erwartete Aufbewahrung, Löschfehler, Speicherentwicklung
Wiederanlauf Zugriff ohne ursprünglichen PBS, Konfiguration und Cache neu bereitgestellt
Betriebskosten Bucket-Nutzung, ausgehender Traffic und lokale PBS-/Cache-Ressourcen

Hetzner berechnet laut Produktdokumentation unter anderem Speicher und zusätzlichen ausgehenden Traffic; S3-Operationen selbst sind derzeit kostenlos. Daraus folgt kein pauschaler Gesamtpreis. Ergebnisse und gemessene Zeiten erst nach realer Durchführung eintragen.

Wiederanlauf und Alternativen

Nur eine PBS-Instanz darf denselben S3-Datastore betreiben. Bei Übernahme müssen die ursprüngliche Instanz stillgelegt und Datastore-Name sowie Wiederverwendungsoptionen korrekt gesetzt werden (Wiederanlauf laut PBS-Dokumentation). Das gehört in einen eigenen Testplan, nicht als paralleler Zugriff in den Normalbetrieb.

Eine Alternative ist ein zweiter PBS mit eigenem Datastore und Offsite-Sync. Die Entscheidung richtet sich nach den belegten Ergebnissen der Restore-Prüfung und den eigenen Wiederanlaufzielen.

PBS-Planung und Betrieb sowie Proxmox auf Hetzner klären den vereinbarten Umfang. Dieser Guide verspricht keine Providerleistung oder Wiederherstellungsdauer.

Quellen

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